Ich mag noch ein paar Beispiele einbringen :
Beispiel 1 :
Wie gesagt war unsere damalige Hündin Herzkrank. Wenn man sich damit nicht beschäftigt hat und weiß, was das alles bedeuten kann, dachte ich, ich gebe mal einen kurzen Einblick :
Man sieht einem Herzkranken Hund nicht an, dass er krank ist. Zumindest nicht, wenn man den Hund nicht kennt. Hunde jeden Alters und jeder Rasse können das haben und es gibt verschiedene Ausprägungen.
Die erste Zeit sind es ganz lange wie normale Hunde, nur evtl schneller müde und Hitze empfindlicher.
Aber, - und das ist der Punkt - Herz und Psyche beeinflussen sich gegenseitig.
Stress verknuspern solche Hunde uU ebenso schlecht wie Alles über 20 Grad Celsius.
Und dieser Stress, ist häufig stärker ausgeprägt, weil das Herz anfängt rum zu spacken und Panik einschießen kann.
Unsere Hündin hat sich also aus gesundheitlichen Gründen irgendwann bei Kleinigkeiten richtig doll aufgeregt - ging alles zu Lasten ihrer Gesundheit.
Irgendwann war es so weit, dass sie bei zu viel Stress zusammen gebrochen ist, teilweise mehrmals täglich. Das führte zu Herzrythmusstörungen.
Lange Rede kurzer Sinn - Eine Aktion die der Deinige ( also einen Hund einfach ungefragt und entgegen der Erlaubnis des Gegenübers zu einem anderen Hund zu lassen - vollkommen unabhängig ob deiner nett ist!!), hätte sie in Lebensgefahr (!!) bringen können!
Sie war älter und hätte sich bedroht gefühlt, auch begründet durch ältere Erfahrungen ( die ja trotz Training nicht gelöscht werden - übrigens ist sie einmal wegen einem daher gelaufenen Hund abgehauen und hätte vors Auto kommen können - dieser Hund wurde ohne mein Einverständnis mit Vorsatz zu ihr geschickt! Ich hatte keine Möglichkeit schnell anzuleinen, und ich war locker 50 Meter weg!).
Sie hätte sich erschrecken können.
Sie hätte sich aus irgendeinem Anderen Grund darüber aufregen können.
Und dann wäre sie krampfend oder vor Kreislauf Schwäche zusammen gebrochen und hätte dabei einen Herzstillstand erleiden können.
Das ist etwas, darauf kommt man als Außenstehender nicht.
Ehrlich gesagt bin auch weder ich noch irgendjemand sonst Erklärungen schuldig - ein Nein akzeptiert man einfach.
Beispiel 2 :
Es gibt Hunde die deiner Hündin (!) gefährlich werden können. Ja, nicht alle großen Hunde sind sanfte Riesen, und nicht alle Hunde gleich einfach zu lesen.
Es gibt Hunde, die lösen erst aus wenn es kurz vor 12 ist, Hunde mit viel Fell, Hunde mit Kurzen Schnauzen, Hunde die sehr sehr fein kommunizieren...
Unter Anderem eine Russische Schwarze Terrier Hündin. Sah aus wie ein großes, dickes Schaf, machte einen netten Eindruck...
Hat sogar gewedelt und auf freundlich Kontakten getan....
... um dem anderen Hund dann im richtigen Moment die Visage zu polieren.
Das sind 50 Kilo Hund. Die würde ICH ehrlich gesagt nicht sauer machen wollen, wenn ich an meinem Hund hänge...
Und glaub mir - DAS hättest du nie im Leben vorher sehen können. Das war auch mit Ahnung überraschend und subtil genug.
Der Unterschied ist nur der, dass es manche wissen, und manche nicht. Also ja, man sollte auf den Halter hören wenn er Nein sagt, denn er sieht seinen Hund jeden Tag, im Gegensatz zu dir.
Damit siehst du also - Es nützt nix ob dein Hund freundlich ist. Das ist vollkommen egal, denn es gefährdet möglicherweise trotzdem körperliche Unversehrtheit - sowohl von deinem Hund, als auch vom Fremdhund.
Und glaub mir - ein Halter der bzgl eines gesundheitlich angeschlagenen Hundes durch Rücksichtslosigkeit anderer Halter Leid sehen muss, oder dem aufgrund dessen Monatelanges ( oder mit Glück sogar Jahrelanges) Training gekaputt gemacht wird...
DER lässt sowas nicht noch ein Zweites Mal zu.
Und wenn du ehrlich bist, würdest du es auch nicht.
Jetzt sieht das vielleicht anders aus, aber dieses ultra nervige und belastende Phänomen der besser wissenden, ignoranten Tut nix-Halter ist derart weit verbreitet, dass es jeden früher oder später einholen wird...