Was man sich ja auch fragen könnte :
Beim Menschen gibt's psychische Krankheiten, wovon man durchaus ja auch Änderungen im Gehirn nachweisen kann.
Bei Hunden gibt es ja zumindest Stereotypen, Angststörungen, laut Büchern Depressionen.
Wäre interessant zu wissen inwiefern man da Parallelen zu Menschen ziehen kann und was alles in welchen Ausprägungen bei Hunden vorhanden sein kann oder auch nicht.
Beim Menschen gibt's da als Auslöser neben traumatischen Erlebnissen oä ja auch genetische Komponenten ( wenn auch häufig wenn ich richtig informiert bin es eher Kombinationen sind aus bspw Genetik und anderen Dingen wie bspw Drogeneinnahme oder entsprechenden Erlebnissen).
Da könnte man sich fragen ob es unter Hunden bspw sowas wie Psychopathen oä gibt, wenn auch das irgendwie nicht im Rahmen meiner Vorstellung ist, und ob es da bestimmte Rassen gibt bei denen das eher auftreten kann.
Auf der anderen Seite können neben Schmerzen auch Schilddrüsen Probleme interessanten Einfluss auf das Verhalten nehmen. Allerdings ist mir auch hier kein Hund mit Schilddrüsen Problemen bekannt der dadurch resultierend irgendwie gefährlich geworden ist.
Ich gehe daher also davon aus dass es beim American Bully einfach die Kombi aus körperlich hinüber + genetischem Hintergrund + unseriöse Zucht ist.
Wobei ich jetzt nicht den Eindruck hab dass alle problematischen Bullys vorher keine Anzeichen hatten. Hier laufen bspw einige rum die mindestens mit Artgenossen ganz offensichtlich ihre Probleme haben.
Und neben entsprechenden Klientel gibt's ja auch noch bei so nem Typus Hund die berühmt berüchtigte "Kampfschmuser" Fraktion, die halt generell davon ausgeht dass das super brave Lämmchen in allen Lebenslagen sind und die bösen doch einfach nur das Resultat von brutalen Haltern sind die ihre Hunde schlecht behandeln.
Da könnte man bspw wieder den Schluss ziehen dass Hund Dinge über sich ergehen lassen muss die er eigentlich nicht so pralle findet, das aber ne Zeit lang toleriert, bis es irgendwann mal reicht. Oder dass die Erziehung zu lasch ist.
Aber als alleiniger Faktor reicht das eben nicht aus, denn es gibt ja super viele andere Hunde die genauso behandelt/angesehen werden, oder kaum bis garnicht erzogen werfen, und den Halter/eine andere Person/ein Kind/einen anderen Hund eben nicht töten oder bis zur Unkenntlichkeit zerbeißen.
Also, na klar kommts bei anderen Rassen auch vor dass die töten oder böse verletzen können, aber nicht auf die selbe Art und nicht so "plötzlich".
Wenn ich mir jetzt meine Rasse anschaue, seh ich bspw Hunde die durchaus Potential haben können gefährlich zu werden ( ggü fremden Menschen, Hunden, anderen Tieren), aber eben auch Hunde die überwiegend klar in der Birne sind und zwar teils recht fein kommunizieren ( versteifen/drohfixieren statt Eskalation zB, ist für viele Menschen ja schwer erkennbar), aber tendenziell doch erstmal die Eskalationsleiter nutzen, eher weniger "aus dem nichts" komplett eskalieren, und falls doch dann nur weil der Halter zu dusselig war die vorigen Signale zu erkennen, nicht weiß was er sich da gekauft hat, oder es lag ne gesundheitliche Sache vor.
Und so ist es doch im Grunde bei den meisten Hunden mit Potential, da stechen die Bullys einfach deutlich raus.