Also hier kam bisher jeder Hund sowohl mit Dorf als auch Stadt klar.
Susi ist in einer Stadt geboren, zog mit 12 Wochen zu uns und lebte die meiste Zeit ihres Lebens ein Landei-Leben.
Gelegentlich hab ich sie auch mal mit in die Stadt genommen, das war dann immer circa ne Stunde Bus und Bahn, dann einmal durch nen HBF und nochmal ne Viertelstunde Bus, alles absolut easy.
Als sie älter war, zogen wir in die Stadt, da hatte sie auch absolut keine Schwierigkeiten mit.
Bei Lilo wars anders - die ersten 12-13 Wochen lebte sie mitten im Wald, zog dann zu mir in die Stadt und hatte erstmal richtigen Kulturschock. Die ersten Wochen waren für sie schwierig weil sie vor allem Angst hatte, aber einmal eingelebt und dran gewöhnt war das auch kein Problem mehr.
Ich hab sie bspw auch recht früh mit in die Innenstadt oder ins Einkaufszentrum oä genommen und weder der Verkehr, noch die Menschenmassen oder der ÖVK machten ihr Probleme.
Heute ähnlich, absolut kein Problem mit Menschenmassen an sich, Verkehr blendet sie aus, sie geht super gern in Zoofachgeschäfte,...
Nur eben in die Öffis nehm ich sie nurnoch wenns absolut nötig ist. Das findet sie nicht mehr so gut wie als Welpe, und außerdem ist das mir persönlich zu stressig. Ich hasse Bus fahren ohnehin schon, und für meinen Geschmack ist das meistens einfach viel zu voll da drin um nen mittelgroßen Hund mitzunehmen. Und auch in die Innenstadt bspw wüsste ich nicht wozu ich sie dahin mitnehmen sollte, das mach ich einfach allgemein lieber ohne Hund.
Der Zwerg lebte die ersten 2 Monate seines Lebens ländlich in einem Dorf. Wir haben damals extra drauf geachtet einen eher entspannteren Kandidaten zu nehmen, und es hat auch prima funktioniert.
Prinzipiell kann man auch ihn erstmal überall hin mitnehmen, aber auch hier gilt: Innenstadt und Einkaufszentrum lieber ohne ihn.
Er mag es bspw einfach nicht wenn er nicht genug Raum hat, und möchte einfach ebenfalls eine gewisse Distanz zu Fremdhunden.
Ansonsten alles andere kein Problem.
Leben tun wir übrigens nicht mitten in der Stadt sondern eher im Randgebiet. Sprich mitten in Wohngebieten, drum herum die ein oder anderen Einkaufsmöglichkeiten, ein paar Parkanlagen, und in 15-30 Minuten erreicht man zu Fuß Wald und Feld.
Ich würde insgesamt aber schon sagen dass beide auf dem Land wahrscheinlich glücklicher wären. Nicht weil der Faktor Stadt an sich ein Problem wäre, sondern weil die höhere Hundedichte einfach stressiger ist. Die wäre by the way kein Thema wenn eine höhere Dichte nicht auch automatisch mehr Idioten mit sich bringen würde.
Ansonsten ist es den beiden echt egal wo wir wohnen, Zuhause fühlen die sich überall dort wo wir sind.
Wohingegen ich schon den Eindruck hatte dass zumindest Susi das Landei Leben gelegentlich langweilig fand... Bei ihr hatte man es immer wieder dass sie auf die ein oder anderen Strecken schlichtweg kein Bock hatte, sowas hatte ich in der Stadt tatsächlich nie mit ihr dass sie irgendwohin einfach nicht weiter gehen wollte weil ihr einfach der Weg nicht gepasst hat.
Ist den Schnauzern egal - Lilo is eh egal wo immer vorn mit dabei, und der Zwerg latscht halt einfach überallhin mit, Hauptsache er ist bei uns ( bzw wenn es nach ihm geht, Hauptsache bei meiner Mutter ^^ ).
Lilo fährt da aktuell ja zweigleisig - unter der Woche städtisch, wochenends ländlich. Begeisterung beim Aussteigen is überall die selbe, Umgebung is vollkommen egal. Hier findet sie halt cool, weil wir hier leben und das ihre Hood ist. Außerhalb findet sie cool, weil sie dort insgesamt mehr Freiraum hat und sie den See dort einfach wahnsinnig spannend findet ( bzw das was auf dem See rum fährt
).
Also insgesamt bin ich schon der Ansicht dass ländlich insofern idealer ist, dass man einfach mehr Raum und weniger Bevölkerungs-/Hundedichte hat. Auch muss ein Hund auf dem Land einfach weniger können und aushalten/ausblenden können als städtisch.
Und ich bin der Ansicht dass grad der geringere Radius und die höheren Außenreize in der Stadt auch einfach anstrengend sind. Die brauchen definitiv auch ihre Auszeiten im Grünen, allein um einfach Hund sein zu können, aber unter dieser Voraussetzung ( und der dass der Hund vom Wesens-/Nervenkostüm her das ab kann ) sehe ich da keine Probleme.