Eine sehr persönliche Frage.
Sollte ein Hund seinen verstorbenen Besitzer sehen, damit er besser verstehen kann, warum er nicht mehr nach Hause kommt.
Mein Vater ist leider im Sterbeprozess. Die Hündin meiner Eltern ist total panisch seit er mit dem Krankenwagen ins Spital gebracht wurde. Die letzte Nacht war ganz schlimm, sie heulte oft und kam nicht zur Ruhe. Meine Schwester konnte sie gar nicht mehr beruhigen. Leider kann ich sie nicht zu uns nehmen, da sie unserem Hund gegenüber aggressiv ist. Das kann ich unserem Oldie nicht antun. Sie war schon immer auf meinen Vater fixiert und bewachte ihn wenn es ihm nicht gut ging. Man sieht ihr wirklich an, dass sie leidet und dass si meinen Vater überall sucht.
Wenn möglich würde ich das auch ermöglichen.
Wenn nicht wäre die Frage ob man ihr irgendwie begreiflich machen kann was da passiert?
Als Beispiel evtl etwas das danach riecht was passiert mitnehmen oä ? Weiß natürlich nicht ob das reicht.
Vor ein paar Jahren ist mein Bruder gestorben. Während noch die Sanitäter vor Ort waren bin ich mit Lilo dort angekommen. Sie hatte einen super engen Draht zu ihm, hat sich immer riesig gefreut wenn er zu Besuch war oä ( ist natürlich nicht das selbe wie die Hauptbezugsperson ), und sobald wir den Krankenwagen gesehen haben war sie vollkommen außer sich. War wie im Film, uns ich bin mir zu 100 % sicher dass sie ganz genau wusste was da vor sich ging ( plötzliches Herzversagen, wurde mehrmals reanimiert, über 1,5 Stunden oder so insgesamt... leider vergebens, bin mir sicher dass sie genau wusste dass das Eintritt was eingetreten ist...). Nun waren wir jedenfalls auch kurz in der Wohnung, sie wird also mit bekommen haben was da los war. Bin mit ihr gleich wieder raus gegangen um niemanden zu behindern und als der Krankenwagen los gefahren ist sind wir wieder rein in die Wohnung. Während ich mich mit meiner Mutter unterhalten hab blieb sie die ganze Zeit fiepend vor der Eingangstür liegen, und als wir aus dem Krankenhaus wieder kamen und ich mit ihr raus bin hat sie sofort versucht irgendwie Spur aufzunehmen und wollte einfach nur Richtung Krankenhaus.
Schlussendlich hat sie dann doch recht schnell damit abschließen können, aber es war für sie natürlich eine totale Ausnahmesituation ( wie für uns auch ).
Ist halt wie gesagt was Anderes weil sie mehr oder weniger vor Ort war und er nicht einfach nur mit dem Krankenwagen weg gebracht wurde. Letzten Endes ist er ja auch dort gestorben, wurde wohl kurzzeitig zurück gebracht und war dann wieder weg...
Auch nochmal was Anderes weil ne Katze und kein Hund :
Er hatte einen Kater, die waren sehr eng miteinander ( wie eben Mensch und Katze sein können ), und er hat deutlich länger gebraucht als die Hunde ( Susi gab's damals auch noch, aber das konnte man an Bindung nicht vergleichen ). War einige Tage sehr unruhig, hat sich danach immer wieder auf meine Karohemden gelegt weil die ihn an die Kleidung von meinem Bruder erinnert haben,...
Nach einigen Wochen gings dann und er hat für sich begriffen dass er wirklich nicht mehr wieder kommt.