Von dem bisher geschriebenen abgesehen:
Bevor ein Zweithund einzieht würde ich mir den ersten Hund anschauen und überlegen bzw schauen :
- Wie muss der Typ Hund sein mit dem er zusammen leben sollte ?
- Käme der überhaupt mit einem Zweithund klar ? Also nicht ob er draußen mit anderen Hunden verträglich ist, sondern ob er fähig ist mit einem anderen Hund überhaupt seine Wohnung/sein Haus zu teilen ? Oder wäre er glücklicher als Einzelprinz dem es reicht wenn er außerhalb Kontakte mit bekannten und ihm sympathischen Hunden pflegen kann ?
- Wie ist so der Stand beim Ersthund ? Gibt es Dinge an denen ich noch arbeiten sollte bevor ein Zweiter einzieht ? Und sollte er noch etwas reifen?
- Möchte ich den Hund nur weil ich für den Ersthund gern einen festen Sozialkontakt möchte, oder möchte ich gern zwei Hunde halten?
- Welche Kompromisse muss ich machen zwischen dem was ich haben möchte und dem womit der vorhandene Hund klar kommt/nicht zurecht kommt?
- Wenn gleichgeschlechtlich - wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit dass die Rasse tendenziell mal Probleme mit dem eigenen Geschlecht haben wird ?
- Habe ich eigentlich genug Raum dass sich die Hunde wenn sie es brauchen auch aus dem Weg gehen können?
- Wie gut kann ich Hunde lesen/einordnen ? Das ist mit mindestens zwei Hunden nochmal wichtiger um Konflikte bspw rechtzeitig erkennen zu können.
So als Beispiele :
Ich habe eine Hündin die nicht mit anderen Hündinnen kann ( das hat auch mit der vorigen Hündin zusammen nicht harmoniert ), also ist klar zu ihr kann nur ein Rüde. Sie kann nicht mit Hunden die im Zweifel niemals klein bei geben würden, also muss es ein Hund sein der ihre Warnsignale auch akzeptieren kann statt diese zu ignorieren oder im Zweifel Streit anzufangen. Prinzipiell hat die gern engen Kontakt zu ihr sympathischen Hunden, käme aber auch alleine klar. Also sind da bspw die Anforderungen : Rasse muss passen, Hund an sich muss passen, Geschlecht muss passen und ein gewisses Management braucht man trotzdem.
Der Rüde hingegen findet fremde Hunde grundsätzlich erstmal doof und braucht länger zum warm werden. Er profitiert von meiner Hündin, bräuchte sie aber nicht unbedingt. Aktueller Stand ist - eine Hündin wäre auf jeden Fall ne Option, mit Rüden unbekannt. Praktisch ist - er hat inzwischen regelmäßig Kontakt mit einem Rüden, der allerdings noch sehr jung ist und da noch nicht geschlechtsreif ist das noch nicht aussagekräftig. Sprich ich müsste erstmal schauen wie er damit klar kommt wenn der Hund geschlechtsreif wird. Klappt das, weiß ich: Auch ein intakter Rüde ( sofern gut bekannt ) kann eine Option sein.
Schlussfolgerung daraus sollte ich einen Dritthund haben wollen : Erstmal schauen ob er mit nem intakten Rüden zurecht kommen würde. Wenn ja : Entweder second Hand Rüde oder von einer Rasse die nicht zu gleichgeschlechtlichen Problemen neigt ( weil es auch sein könnte dass der 3. irgendwann feststellen kann Rüden sind verzichtbar ). Weil ich aber keinen dritten Hund unbedingt brauche und sämtliche Rassen die bei mir in engerer Auswahl stehen tendenziell mit dem eigenen Geschlecht nicht immer einfach sind, bleibts bei den Beiden.
Könnte in dem Kontext übertragen heißen:
Wenn das einzige was in Frage kommen würde ein intakter Rüde selber Rasse wäre, bleibt man also beim Einzelhund.
Anders sieht es aus wenn man sich bspw eine Tierschutzhündin vorstellen kann und bereit ist nach einem Hund zu schauen den der Rüde vorher ausgiebig kennen lernen kann, gut findet + auch zu einem selbst passt und man selber haben möchte.
Wäre da irgendwas ein Kompromiss:
Bspw es steht fest dass man nurnoch Kooiker Rüden möchte, und nur als Welpe vom Züchter, weil man mit einem Tierschutzhündin anderer Rasse nicht zufrieden wäre, dann lassen und bei einem Hund bleiben.