Kommt mir bissl bekannt vor.
Riesiges Gesäuge - Lasst mal abklären ob auch die Milchbildung extrem ist. Milchstau und Gesäugeentzündungen sind für den Hund nämlich richtig richtig unangenehm ( und durch die viele Milchbildung bildet sich natürlich auch Oxytocin und umgekehrt - was dafür sorgt dass sich die Scheinträchtigkeit verstärkt).
Was jedoch besorgniserregend ist, ist dass sie nicht fressen mag.
Für gewöhnlich wird eine Hündin während der Scheinträchtigkeit eher noch verfressener, denn sie brauchen das Futter, um es in die Milchbildung zu stecken ( weshalb man zur Scheinträchtigkeit auch eigentlich die Rationen kürzen sollte, damit es nicht ins Euter wandern kann).
Daher mein Rat - Geht nochmal zum Tierarzt, und lässt Abklären ob sie Medikamente ( insbesondere zur Prolaktinhemmung) braucht.
Für Homöopathische Mittel wirds jetzt erstmal zu spät sein.
Und - ebenfalls ein wichtiger Punkt :
In der Zeit nach der Läufigkeit, bzw zur Scheinträchtigkeit, ist die Gefahr einer Gebärmutterentzündung oder Pyometra besonders hoch!
Es gibt zwei verschiedene Formen - einmal die offene ( vorrangig bemerkbar durch auffälligen Ausfluss), und einmal die geschlossene.
Deshalb : Wenn ihr den Eindruck habt, der Hund ist irgendwie apathisch, oder hat Fieber, oder dem geht's echt ungewohnt mies ( dafür kann das nicht fressen wollen definitiv schon ausreichen!) - lasst im Zweifel auch sicherheitshalber auf ne Gebärmutterentzündung checken ( das geht nur via Ultraschall).
Nun zu unserer Story :
Meine Hündin hatte ebenfalls dolle Probleme mit der Scheinträchtigkeit.
Bei der ersten bekam sie ein riesiges Euter inklusive entzündeten Zitzen. Diese Entzündungen hielten auch noch nach der Scheinträchtigkeit an.
Bei der zweiten Scheinträchtigkeit liefs komplett aus dem Ruder :
Es fing direkt im Anschluss an die Läufigkeit an.
Sofort war das Gesäuge prall gefüllt - sie musste medikamentös eingestellt werden ( was übrigens nicht viel gebracht hat).
Gesäuge entzündet, Hund konnte nichtmal mehr ein Geschirr tragen.
Etwa eine Woche später hatte sie schleimigen Ausfluss. Kein Fieber, keine Apathie, nur diesen Ausfluss.
Ab zum Tierarzt - Dieser stellte eine Gebärmutterentzündung fest.
Sie bekam Antibiotika und Entzündungshemmer, und es stand fest, dass das ihre letzte Scheinträchtigkeit gewesen ist.
Nun mündete diese in eine Scheinmutterschaft - am Ende war sie etwa 4 Monate lang im Zyklusstress ( inklusive Läufigkeit).
Zusätzlich hatte sie noch ne Menge Psychische Probleme damit :
Sie wollte nicht mehr Gassi
Sie war nicht mehr so lebenslustig und fröhlich wie sonst, sondern nurnoch gereizt.
Sie konnte keine Sekunde mehr alleine bleiben.
Sie konnte keinen anderen Hund mehr dulden ( nicht unsere Althündin, und auch nicht die Rüden von denen sie kurze Zeit vorher nicht genug bekam).
Als es endlich vorbei war, war sie wieder sie selbst. Ging wieder gern Gassi, war wieder der clownige Tollpatsch, wurde insgesamt entspannter, und konnte auch nach und nach wieder alleine bleiben.
Von daher :
Das allein bleiben brauchst du nicht neu aufbauen.
Versuche den Stress möglichst gering zu halten ( also den Hund soweit möglich erstmal nicht alleine lassen) , und geh erstmal zum Tierarzt mit der eindringlichen Bitte gründlich nachzuschauen was da nicht stimmt.
Es klingt wie gesagt Minimum nach Gesäugeentzündung. ( als Hausmittel helfen sa übrigens kühle Quarkumschläge - allerdings würde ich das vorher mit dem Tierarzt abklären)