Wir haben hier doch eine Züchterin der Lapinporokoiras im Forum ( mir fällt nur der Nickname nicht ein).
Sonst : Ich hab zwar keinen Weißen Schweizer, aber ebenso einen Hund der Fremde Menschen doof findet weil im Kern unsicher, + wachtriebig.
An Ecken darf sie nicht vor laufen, sollte jemand dahinter stehen, würde der verbellt.
Wenn ich Fremde passieren muss, muss sie auf die abgewandte Seite, sonst wird ihr unwohl ( was sich im worst case durch laut werden zeigt).
Wenn ihr jemand Unbehagen bereitet ( bspw weil sich jemand auffällig verhält, sie nen schlechten Tag hat, uns folgt oder bspw russisch statt deutsch redet) geht der Puls hoch, das merkt man an der Atmung.
Wenn ich mich länger an einem Ort aufhalte, kippt sie in den Wachmode - kommt jemand um die Ecke, wird sie das lautstark melden ( es sei denn ich merke es vor ihr und gebe ihr ne klare Anweisung).
Mit solchen Hunden kann und darf man nicht pennen. Man muss aufmerksam durch die Welt gehen und konsequent führen.
Einfach entspannt durch die Gegend dümpeln und überall Leine ab, is nicht.
In Menschenmassen oder dort wo es eng wird, muss ein Mauli drauf.
Einfach mit Fremden unterhalten, ist nicht.
Einfach mit Freunden treffen, is nicht.
Einfach Besuch empfangen, is nicht.
Also alles in Allem Dinge die ihr nicht wollt.
Hinzugefügterweise ist meine Hündin innerhalb der Rasse Gott sei Dank eher eine Ausnahme, da sind die meisten "nur" wachsam, und ansonsten sind die Hunde nervenfest. Umweltsicher ist meine Hündin auch - aber Interaktionen mit Fremden Menschen sind schwierig.
Besonders lustig war die Pubertät wenn dann noch so eine Spooky Phase mit rein schlägt und das Hirn kaum Empfangs-/Lernkapazitäten hat.
Auch ist sie kein Schäferhund, die wirkt auf die meisten Leute relativ harmlos, weil sie einfach nicht besonders groß ist.
Aber völlig unabhängig vom Unsicherheitsfaktor - Wachtrieb geht oft einher mit Schutztrieb.
Das wieder geht oft einher mit bedingter Verträglichkeit und Misstrauen, der Tendenz zum sog "Einmannhund",..
Du schreibst, du hättest gern einen Hund der auf deine Frau aufpasst.
Ich frage mich - Wie viel Management wollt ihr da betreiben und wie doll würden euch diese Eigenschaften einschränken?
Ich sehe bei euch eindeutig etwas unkomplizierteres, nettes, das für jeden Scheiß zu haben ist, gern lauffreudig ist, und Fremden gegenüber maximal desinteressiert, jedoch immernoch freundlich.
Dazu passt einfach kein Schäferhund, egal welcher.