Ich würde freiwillig keinen Angsthund nehmen.
Unsicherheiten ja, kann ich mit leben.
Aber richtige Angst? Nein, das ist so einschränkend und meines Erachtens nach so anspruchsvoll und langwierig im Training, dass ich das nicht will.
Auch Aggressionsverhalten mit Beschädigungsabsicht ggü mir brauch ich nicht.
Und insgesamt macht auch die Größe einen riesigen Unterschied.
Einen kleinen bis mittelgroßen Hund mit Ressourcenproblem? Kann ich drüber nachdenken.
Ein großer Hund mit Ressourcenproblem? Nein!
Ein kleiner oder mittelgroßer Leinenpöbler? Klar, why not? Kenn ich schon.
Ein großer/kräftiger Leinenpöbler? Nope, ich hab einfach kein Bock drauf mich aufs Maul zu legen.
Ähnlich bspw beim Jagdtrieb, wobei sich da eigentlich die Spreu nicht so groß vom Weizen trennt. Kontrollierbar muss es sein, ne Jagdsau will ich eigentlich nicht haben.
Wachtrieb, Schutztrieb? Wenns händelbar ist, kein Thema.
Darf auch ruhig etwas Arbeit bedeuten, mir is nur wichtig dass es für mich machbar ist.
Und diesen Eindruck hab ich bei Angsthunden oft nicht. Es ist so unvorhersehbar wie gut und wie stark dieser eine Hund seine Ängste ablegen können wird.
Ich hab kaum Erfahrungen damit.
Ich will auch dieses hohe Rückfall-Risiko nicht haben das man hat, wenn mal - warum auch immer - irgendeine ( möglicherweise) Kleinigkeit passiert die dafür sorgt dass man wieder ganz am Anfang steht.
Angsthunde sind mMn bei anderen Menschen besser aufgehoben als bei mir.
PS..
Susi hatte Zeitweise Panik sobald ein Hund am Horizont auftauchte.
Lilo is unsicher bis schissig bei fremden Menschen und bestimmten Hundetypen.
Ersteres war machbar, mit Zweiterem kann ich leben.
Zu meiner Gassigängerzeit gab's zwei Chihuahuas vom Vermehrer. Die kannten nur Käfighaltung und draußen hatten die vor einfach allem so dermaßen Schiss dass sie förmlich starr waren vor Angst.
Sowas is für mich wirklich garnix.