Beiträge von Terri-Lis-07

    Auch wenn die Frage nach dem "Worauf wartest du?" nicht an mich gerechnet ist :

    Ich denke es ist die Hoffnung. Dieses "Was, wenn es doch wieder besser wird?"

    Hier wars ja so dass es relativ lange sehr schleppend war, uns insgesamt war es auch kein Idealzustand.

    Sie hatte Herzprobleme, sie hatte Cushing, ihre Knochen waren alle "verrostet", sie war Allergiker, sie hatte ein katastrophales Fell und gleichzeitig konnte man es nicht adäquat pflegen weil sie sich tierisch aufgeregt hat - und genau das nicht durfte, weil einmal zu viel aufregen zu einem Zusammenbruch geführt hätte.

    Dieser Hund war körperlich hinüber, kann man ganz ungeschönt so sagen.

    Was es so schwer gemacht hat, war dass wir zum einen nicht wussten dass ein richtig blöder Tumor im Argen liegt, und sie zum anderen so ein richtiger Unkrauthund war.

    Obwohl sie dement geworden ist, hatte sie Wille und noch Freude, bis es irgendwann nicht mehr ging.

    Zumal wir bei ihr wirklich mehrmals gedacht haben : Jetzt war es das.

    Und sie uns immer wieder eines besseren belehrt hatte.

    Allerdings gibt es ein paar Dinge die man früher oder später gemerkt hat :

    - Man merkt, wenn es zum Ende hin geht. Eigentlich will man es nicht wahr haben, aber wenn man wirklich sieht dass der Hund abbaut, uA aufgrund des Alters, dann spürt man auch "es geht zu Ende".

    - Man muss sich immer wieder möglichst neutral festhalten wie der Hund drauf ist. Wir war er mal? Wie sollte er in dem Alter eigentlich drauf sein? Aber vor allem : Wo würde dieser Hund seine Grenzen ziehen, wenn er reden könnte? Man kennt seinen Pappenheimer, also wann geht's nicht mehr?

    - Hunde sind Meister im Verbergen von Wehwehs. Wenn man es deutlich sieht hat der Hund in der Regel also richtig Probleme.

    Als Beispiel : unsere Westie Hündin hatte ein halbes Jahr lang einen Obstkern im Bauch, und gemerkt hat man es erst als sie beinahe daran gestorben ist. Sie war irgendwann vor lauter Kotzerei derart entkräftet, dass sie bei Freude nurnoch einmal kurz von links nach rechts wedeln konnte, und dennoch hat sie weiter gemacht, und überlebt. Sie hatte in der Zeit als der Kern drin war, sogar so getan als wäre sie ein fideler Jungspund, obwohl sie damals bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich hatte, Herzmedis bekam und etwa 10 Jahre aufm Buckel hatte.

    Und meine Schnauzerhündin bspw? Die hat sich mit nem halben Jahr ein Zehengelenk geschrottet eine Arthritis drin, wird auf kurz oder lang Schmerzmittel brauchen. Aber zeigt nur dann Schmerzen wenn sie sich diese Pfote wieder irgendwo angehauen hat. Ich hab keine Ahnung wie oft dieser Hund irgendwo gegen gekracht oder auf die Schnauze geflogen ist - und den selben scheiß direkt danach nochmal gemacht hat. Man selbst denkt sich :,, Scheiße! Das muss doch weh tun! " und der Hund? Man könnt meinen der hat es nichtmal gemerkt.

    Also Hunde können Schmerzen wirklich verdammt gut weg stecken. Wenn man es ihnen ansieht, sind es in aller Regel starke Schmerzen ( es sei denn man hat ne Mimi).

    - Irgendwann gibt es" den Point of no return". Also der Punkt, an welchem man an dem Zustand nichts mehr bessern kann, an dem es nurnoch schlimmer werden kann, den Punkt an dem es nicht mehr erträglich ist.

    - und zu guter Letzt ist der letzte Gang immer scheiße. Mit Hund hatte ich es bisher nur einmal, es war grausig. Aber ich hatte die Gewissheit dass es richtig war. Und deshalb war es machbar.

    Solange man sich nicht sicher ist, dass es soweit ist, gibt es eigentlich nur zwei Optionen :

    Entweder braucht man jemanden der aufklärt, weil man nicht in der Lage ist zu sehen dass es nötig ist.

    Oder, es ist noch nicht so weit. Vielleicht bald, aber noch nicht jetzt.


    All das kannst du dir nur selbst beantworten.

    Lilo hat versucht die Dosen aufzunehmen, und die sind auch relativ leicht und fliegen leicht weg.

    Allerdings besteht so wenigstens keine Gefahr für den Hund.

    Sie bekommt beim ZOS immer ein Bandana um den Hals. Das ist für sie wie bspw das Zuggeschirr für den Zughund, die Kenndecke für den Assistenzler, das Führgeschirr für den Assistenzhund ect..

    Also quasi eine Art "Arbeitsuniform" die dem Hund mitteilt um was es jetzt geht.

    Mit dem Halstuch weiß sie, dass sie jetzt anzeigen soll und nicht Apportieren darf.

    Ehe sie allerdings kapiert hat dass sie es nicht aufnehmen, weg kicken oder kaputt machen darf, sondern nur davor legen und die Nase dran pappen hats gedauert.

    Bis sie das verstanden hat, wars teils mehr Frust als Freude und auch eher so lala.

    Mittlerweile ist eher das Problem, dass sie so Bock drauf hat, dass sie sich nicht an den Gegenstand legt, sondern sich selbst gegen den Gegenstand feuert.

    Hier hats geholfen es am Anfang in Ecken zu stellen damit es nicht wegfliegen kann, bzw unter einen Gegenstand zu klemmen, dass sie es nicht aufnehmen kann.

    Is allerdings unpraktisch wenn die Pfoten unten durch passen und der Hund den Gegenstand versucht mit den Pfoten raus zu friemeln, aber das ist einfacher, als wenn der Gegenstand direkt in der Schnauze oder überallhin landen kann. ^^

    Das Problem bei den Döschen ist allerdings, dass der Hund schnell die Optik statt den Geruch verknüpft.

    Wenn der zweite Geruch dazu kommt hat man dann das Problem dass der Hund nicht nach dem Geruch sucht, sondern einen der beiden möglichen Gerüche und dann : Weiße Dose! Weiße Dose! Haaa! Da is die weiße Dose! *rums*

    Und dann is der Frust groß wenn es die falsche ist.

    Wobei ich die selber öfter mal verwechsel, also ein Edding kann bei sowas helfen xD

    Das Futter immer von der Klammer weg halten.

    Das Futter kommt bei Berühren direkt zum Gegenstand.

    Besonders praktisch finde ich da TubiDog und Co, weil so kann der Hund nicht mit der Nase weg weil er kauen muss, sondern schleckt direkt am Objekt aus der Tube.


    Allerdings hab ich keine Gegenstände genutzt, weil das Schnauz ein Trampel ist und es erstmal Apportieren würde. Ich hab da weder Bock drauf dass das Tier ne Büroklammer verschluckt, noch ein Feuerzeug kaputt macht und dann die Flüssigkeit darin am besten no in die Schnauze bekommt.

    Ich nutze so Sniffle Dog Behälter. Sind so kleine Döschen mit einem Loch oben in der Mitte.

    Statt eines Gegenstandes nutze ich gezielt Gerüche.

    Also bspw Lavendelöl oder Kamillentee

    Und diese Dosen haben hier beim Anzeigen lernen schon ordentlich gelitten weil Madame is so der Typ :,, Wenn du nicht weißt was du tun sollst, bring es zu Frauchen oder mach kaputt. "

    Also hat sie es wahlweise durch die Gegend geschossen, verprügelt oder drauf rum gekaut.

    Nasen-Pattex war für sie total schwierig, weil Madame hat halt nicht so die Feinmotorik.

    Susi wäre das wahrscheinlich einfacher gefallen.

    Lilo hat 35/36 cm Halsumfang und 68 cm Brustumfang und das AnnyX in M.

    Was neben nem gebrauchten AnnyX in S noch ne Option wäre, wäre evtl das Trixie Trekking. Das ist Baugleich, hat aber Zwischengrößen und is günstiger.

    Lilo hatte eins in S-M bevor ihr das AnnyX gepasst hat.

    Zu Susi hatten wir gesagt :

    Wenn sie nicht mehr fressen mag...

    Wenn sie nicht mehr meckern kann...

    Wenn sie ihr Temperament nicht mehr hat...

    Oder ihre Sturheit nicht mehr da ist...

    .... Dann ist es eindeutig.

    Uns war klar dass sie es uns nicht einfach machen wird. Sie hat bspw auch als sie die Spritze bekam nochmal richtig gewehrt. Auch wenn es aus Sicht einiger vermutlich zu spät gewesen ist, kannten wir gut genug um zu wissen : Sie wäre damit nicht einverstanden gewesen, früher zu gehen. Und wenn es irgendeine Möglichkeit gegeben hätte sich nochmal aufzurappeln, sie hätte sie genutzt.

    Aus unserer Sicht haben wir es noch rechtzeitig beendet, denn wären wir nicht zum TA gegangen, wäre sie qualvoll am Tumor eingegangen. Dieses Leid konnten wir ihr ersparen, auch wenn ich mir eigentlich wünschte, man hätte ihr noch mehr ersparen können - aber da hätte sie sich gegen gesträubt. Es wäre nicht richtig gewesen.


    Bei ihrem Vorgänger war es einfach. Willi ( Schäfer Mix) war 14 Jahre alt und konnte eines Tages plötzlich nicht mehr aufstehen und hat Futter und Wasser eingestellt. Er konnte nicht mehr, er wollte nicht mehr, er war zur Hälfte gelähmt aufgrund eines Bandscheibenvorfalls... Also war es nicht schwierig diese Entscheidung zu treffen.

    Ich hab noch nie Süßkartoffeln gegessen.

    Süßkartoffel Pommes mit Sour Cream für den Einstieg?

    Die Reste kannst du zusammen mit normalen Kartoffeln zu Suppe oder Püree verarbeiten oder ne Kürbissuppe aufpeppen.

    Schmeckt auf jeden Fall erstmal etwas eigen wenn man es nicht kennt. Nicht wirklich Kartoffelig, eher wie ne Mischung aus Kartoffeln, Karotten und Kürbis oder so.

    Aber probieren schadet nicht, und wenns nicht dein Fall ist kann es ja getrost der Hund futtern ^^