Beiträge von Terri-Lis-07

    Anwaltliche Beratung schön und gut, aber da würde ich auch unbedingt sämtliche Reaktionsmöglichkeiten des Amtes mit einbeziehen.

    Deren nächste Möglichkeiten wären z.B. Wesenstests anordnen, die beinhalten in NRW definitiv Provokationen, Bedrohungen auch außerhalb von Deinem Sicht- und Einflussbereich (sofern vorhanden), Einsatz von Fremdhunden (vorbeilaufend, am Rad geführt oder joggend, an ein Tor stürmend... kann alles kommen), torkelnde, schreiende/laute Dich berührende Personen... und der betreffende Hund muss alledem cool begegnen. Wäre das so eben drin?

    Das wäre bei den allerwenigsten Hunden so machbar.

    Aber ich schätze eine andere Wahl gibt's nicht.

    Wenn möglich : Hingehen, abchecken lassen, sagen dass das voll harmlos ist, und loben wenn der Hund wieder cool ist, bzw weil er sich das getraut hat.

    Andernfalls in ruhiger Stimme sagen,, Ach das ist nur ein... Komm weiter, das frisst dich nicht :) "

    Muss natürlich nicht genau so nach gesprochen werden, es geht dabei nur um die Ausstrahlung,, Das is harmlos, glaub mir einfach. ".

    Kein Brimborium drum machen, keine Aufregung rein bringen, aber wenn möglich eben die Gelegenheit dazu geben dass der Hund für sich selber feststellen kann :,, Hey, das is ja wirklich harmlos!".

    Vorweg : Die meiste Zeit wirst du dich um den Hund kümmern müssen. Du musst es wollen, anders geht's nicht.


    Ich bin mit Hund aufgewachsen. Die Westie Hündin links in meinem Avatar Foto ist eingezogen, da war ich 6 Jahre alt. Erzogen und mich um sie gekümmert hab ich mich erst mit 13, also in dem Alter deiner Tochter. Ich war viel mit dem Hund draußen, hab dem Hund allen möglichen Scheiß beigebracht, auch mal mit zu Freunden genommen, aber schlussendlich war sie der Hund meiner Eltern und nicht meiner.

    Geht ja auch schlecht - Gassi gehen im Tierheim darf man bspw meist erst ab 16 ( mit Begleitung einer volljährigen Person oder mit Vollmacht - ist unterschiedlich je nach Tierheim meine ich), bzw eigentlich erst ab 18, und in beiden Fällen erst nachdem man eine kurze Gassi-Schulung seitens des Tierheims durchlaufen ist.

    Und das ist definitiv nicht ohne Grund so, weil in dem Alter jeder unterschiedlich reif ist und es extrem individuell ist wie viel man verantworten lassen kann.

    Rechne auf jeden Fall damit dass es viele Zeiten geben wird, an denen einfach mal alles an dir hängen bleibt.

    ZB wenn deine Tochter ihren ersten Freund hat oder mit Freunden ausgeht, feiern gehen mag, anderen Hobbys nachgeht. Dann kanns sein dass sie mal nen paar Tage nicht da ist und den Hund nicht mitnehmen kann.

    Es kann sein dass sie mal zu müde von der Schule ist, oder keinen Nerv hat um bspw mal mit dem Hund raus zu gehen.

    Sie kann den Hund nicht zum Tierarzt fahren.

    Schon garnicht kann sie einen Tierarzt in dem Alter schon bezahlen - das können sehr hohe Kosten werden, und sie bleiben an dir hängen.

    Was man auch nicht unterschätzen sollte ist allgemein der Alltag mit Hund.

    Wenn man es nicht gewohnt ist, muss man sich erstmal drin einfinden.

    Immer rechtzeitig aufstehen, damit der Hund raus kann und sein Futter bekommt. Häufchen muss man aufheben - macht Niemand gern.

    Gassi bei Regen oder eiskaltem Wetter - Machen auch viele nicht gern.

    Raus gehen wenn es einem selbst nicht so gut geht - auch das kann anstrengend sein.

    Wenn es mit dem Training nicht so läuft oder der Hund nicht so ist wie man es sich vorgestellt hatte - Niemand macht Alles richtig, vor allem kein Anfänger. Erziehung ist Arbeit, auch hier kann man sich eigentlich erst dann vorstellen was es bedeutet, wenn der Hund schon da ist.

    Ganz wichtig sind im Grunde zwei Dinge :

    1. DU musst es auch wollen.

    2. Der Hund muss passen.


    Zu der Rasse :

    Ich würde mich für eine Rasse entscheiden die tendenziell einfach ist. Keine Arbeitsrasse, sondern ein "Alles kann, nix muss" Hund.

    Ein Hund mit dem erstmal vor allem du klar kommst.

    Hundesport geht mit den meisten Hunden klar, die meisten haben Spaß an sowas. Zwar kommt man so evtl nicht unbedingt in die Profi Liga auf Siegertreppchen, allerdings ganz vernünftig betrachtet :

    Deine Tochter hat nur eine Vorstellung davon wie Agility sein könnte. Sie weiß nicht wie es ist.

    Kann genausogut sein dass sie feststellt : Hmm, eigentlich ist das ja garnicht meins

    Von daher würde ich klein anfangen, steigern in Form einer Arbeutsintensiven Rasse kann sie sich ja allemal, wenn sie genug Erfahrungen gesammelt hat, um zu wissen was eine solche Rasse bedeutet.

    Vorher ist es in meinen Augen eine denkbar schlechte Idee bspw einen Border Collie zu kaufen.


    Allgemein auch zur Rassewahl :

    Notiert euch Rassen die passen könnten, rein nach den Charaktereigenschaften und der Größe, lernt sie kennen, und sortiert danach erst nach Optik.

    Mögliche Rassen könnten bspw sein :

    Pudel ( gibts in 4 verschiedenen Größen und sind in allem sehr anpassungsfähig), Sheltie, Papillon/Phalene ( sehr häufig auch im Hundesport zu sehen, wie auch der Sheltie)

    Je nachdem was man sich konkret wünscht und womit man am besten klar kommt, könnte man auch weiterführend noch bei den Terriern und in der 9-er nachschauen.

    Evtl wäre auch ein Cocker Spaniel bspw eine Idee?

    Oder wenn es größer sein darf ein Collie?

    Wobei ich fürs erste zu einem kleineren Hund raten würde.

    Wieso?

    Einen kleinen Hund kann man einfacher überall hin mitnehmen.

    Sie kosten weniger Geld im Unterhalt.

    Man findet einfacher eine Wohnung ( wichtig für den Fall dass deine Tochter irgendwann auszieht und den Hund mitnehmen möchte).

    Wenn die Leinenführigkeit bspw nicht richtig funktioniert, ist das Ausmaß weniger schlimm.

    Und vor allem hat man erstmal keine Vorstellung davon was es bedeutet ob man jetzt einen Hund hat der 10, 20 oder 30 Kilo wiegt.

    Ein Hund unter 10 Kilo kann auch eine 13 Jährige noch nach Hause tragen, sollte beim Spaziergang mal was sein.

    Mit 20 Kilo geht das nicht mehr so einfach und man kann hier auch definitiv mal richtig auf die Nase fallen wenn man nicht aufpasst.

    30 Kilo kriegt man in dem Alter nie im Leben gehalten und erfordert schon deutlich mehr Erziehung um ihn unauffällig durch den Alltag zu bekommen wenn was ist.

    In Bus und Bahn ist ein kleiner Hund von Vorteil, ein größerer muss hier evtl Maulkorb tragen und braucht ne Fahrkarte ( während man Kleine oftmals gratis mitnehmen kann, sofern er in ne Tasche passt).

    Selbst in den Flieger kann man kleine Hunde mitnehmen ( hat natürlich Grenzen und hängt von der Airline ab).

    Sind jetzt natürlich erstmal Dinge bei denen man sich fragt : Mensch, is das nicht weit her geholt?

    Aber im Endeffekt isses halt so dass keiner weiß wie die Zukunft deiner Tochter aussehen wird und wie stark sich ihre Persönlichkeit und ihre Interessen noch verändern werden.

    Da hat man es mit einem Hund der voraussichtlich in möglichst viele Szenarien rein passt einfach deutlich einfacher.

    Wie gesagt - den Border Collie kann sie sich ruhig holen wenn sie alt genug ist, weiß wie diese Hunde Ticken und ne Vorstellung hat wie das Leben mit so einem Hund aussehen wird.

    Aber jetzt? No way, das geht schief.

    Ich musste das tatsächlich nie üben ( sry bin keine große Hilfe).

    Lilo hält sich von sich aus hinter mir und hält die Backen.

    Obwohl sie definitiv ein Hund mit Vorwärtsgang ist der selbst entscheidet und auch ganz schön biestig werden kann.

    Aber im Kern ist sie ne Schissbuchse und will eigentlich blooooß keinen Stunk haben.

    Ich muss ihr danach auch immer erstmal begreiflich machen dass ich nicht sie gemeint habe, sondern wirklich nur den anderen Hund ^^

    Mal kurz OT und zur Erklärung was mich ( und Andere) an deiner Story stört :


    Wenn eine Gegend unübersichtlich ist, nehm ich den Hund zu mir. Erst recht an einer Kurve die ich nicht einsehen kann.

    Ja, das mach ich seitdem auch so. Aber ich bin mir sicher, dass es viele Ersthundehalter gibt die am Anfang den gleichen Fehler machen den ich gemacht habe. Vielleicht hast du nie Fehler gemacht bei der Hundeerziehung... ich leider schon und bei solchen Fehlern kann es eben schief gehen mit anderen Hunden die ein aggressives Verhalten haben. Aber das zeigt leider, dass Besitzer von reaktiven Hunden nicht unbedingt damit rechnen können, keine andere Hunde zu treffen. Der Maulkorb ist daher bei manchen Hunden unerlässlich.

    Jeder macht Fehler bei der Hundeerziehung, ausnahmslos Jeder.

    Selbst erfahrene Hundehalter und Hundetrainer machen Fehler, das ist normal.

    In deinem Beitrag las es sich halt so, als hättest du dem Husky Halter die Schuld zugewiesen, weil "was läuft man auch mit so vielen Hunden rum die man körperlich nicht gehalten kriegt".

    Hättest du bspw geschrieben,, Zum Glück ist nix passiert, seitdem rufe ich meinen Hund vor einer Kurve immer zu mir. " hätte es anders geklungen.

    So hatte es halt was von : Joa, wenn mein Hund rein rennt und dem was passiert, bin ja nicht ich Schuld sondern der Husky Typ! Weil ICH kann ja nix dafür wenn die plötzlich hinter der Ecke sind...

    Darauf wollte ich nur mal kurz hinweisen. ;)

    Ja , aber es gibt halt auch Situationen die man nicht verhindern kann.

    Als unser Hund ungefähr 10 Monate alt war war ich im Wald spazieren. Hinter einer Kurve kam ein Mann mit vier Huskys angelaufen. Die Huskies waren angeleint aber unser Hund nicht. Wie so junge Hunde sind, wollte unserer zu den Huskies um mit ihnen zu spielen. Ja, unser Hund hatte leider keine Angst vor anderen Hunden.

    Ich nehme meinen Hund immer an die Leine wenn ich andere Hunde begegne oder tausche mich verbal mit dem Hundebesitzer aus um abzuwägen ob ich den Hund frei lasse. Aber da war es wirklich so, dass ich den Mann nicht gesehen habe. Das dicke Gebüsch und die vielen Bäume nahmen mir die Sicht. Der Mann schrie mir zu, dass seine Humde meinen fressen werden. Zum Glück hatte unser Tidou schon relativ gut gelernt zurückzukommen wenn ich ihn rufe. Aber unser Hund hat schon ein paar Sekunden gezögert. Zum Glück kam er zu zurück.😅

    Ja klar, ich hätte unseren Hund vielleicht nicht frei laufen lassen sollen aber ob es sinnvoll ist mit vier kräftigen Hunden die man kaum halten kann, spazieren zugehen ist halt auch fraglich. Hunde die zubeißen ohne dass der andere etwas gemacht hat finde ich halt auch extrem gefährlich. Solche Hunde sollten einen Maulkorb tragen. Aber ich finde auch dass alle Hundebesitzer die anderen respektieren sollten auch die mit den kleinen Hunden.. Ich kann dir aber sagen, dass sogar viele Besitzer von sehr großen Hunden oft das Gefühl haben der muss dem kleinen „guten Tag“ sagen.

    Mal kurz OT und zur Erklärung was mich ( und Andere) an deiner Story stört :

    Wenn eine Gegend unübersichtlich ist, nehm ich den Hund zu mir. Erst recht an einer Kurve die ich nicht einsehen kann.

    Und wenn der Hund nicht hört, lass ich die Leine dran.

    Dann darf der Hund halt einfach nicht im Wald frei laufen, sondern nur dort wo ich die Gegend einsehen kann. Easy as that, präventiv verhalten, und man hätte keine Befürchtungen haben müssen dass irgendwas passiert.


    Allgemein was das Thema Leine betrifft :

    Mein Hund hat im Freilauf immer irgendwas drum, und ich immer die Leine griffbereit, falls ich doch mal anleinen muss. Die hab ich denn entweder in der Hand oder um meine Schulter gehängt.

    Kommt irgendwas ( egal ob ein Jogger, ein Radfahrer, ein Hund, Auto, Reiter, Wild, Whatever) ist das Mindeste was ich tue der Griff ins Halsband, selbst wenn ich weiß dass mein Hund sitzen bleiben wird weil er sich für Radfahrer bspw 0,0 interessiert.

    Dsas hat für mich schlicht was mit Rücksichtnahme zu tun - Denn woher soll das Gegenüber wissen dass mein Hund auch wirklich sitzen bleiben wird?

    Ich selber hasse es wenn Hundehalter bspw pampig werden weil man nicht einfach an ihren unangeleinten Hunden vorbei geht.

    Jeder hat es schon mehrfach erlebt wie der Ach so gut im Gehorsam stehende Hund eben doch nicht zu 100 Prozent hört.

    Und warum? Weil es Hunde sind! Das sind Tiere, keine Maschinen. Es ist vollkommen normal dass sie nicht zu 1000 Prozent immer im Gehorsam stehen. Und das sollte man mMn halt einfach im Hinterkopf haben...

    Haben hier aber viele Hundehalter nicht.

    Hier gibt's viele Halter von AmStaff, DSH oder Labbis bspw die ihre Hunde immer und überall ( also wirklich überall! Auch mitten an der City) ohne Leine laufen lassen.

    Ja, die Hunde stehen gut im Gehorsam.

    Trau ich deshalb den beiden DSH die meinen Hund immer anfixieren, nur weil sie bisher immer gehört haben? Herrgott nochmal NEIN!

    Pute is da noch drin.

    Ich bin ja ganz froh dass es mittlerweile so eine riesige Sorten Auswahl gibt, aber schlussendlich werde ich vor Ort nur selten fündig.

    Is auch ganz geil wenn der Hund nur eine bestimmte Sorte von einer bestimmten Marke bekommt und das dann ausverkauft ist wenn man kein Futter mehr hat.

    Oder wenn die Lieferung Verzögerung hat.

    Was soll man zu dem Border sagen?

    Für mich passt das leider voll in das Bild was sich bei mir von der Rasse im Kopf abgespeichert hat.

    Klar sind nicht alle Border Collies griffige Arschgeigen, aber doch viele, und sehr oft laufen sie frei oder sind bei Leuten die es zu harmlos sehen wenn ihr Hütitüti bereits von weitem fixiert bspw.

    Wie oft lässt man sowas laufen weil "der hört doch so gut" oder " der guckt doch nur"?

    Mein Bild ist da wie mehrfach gesagt alles Andere als positiv.

    Allerdings sind die Halter des Hundes nicht in die Diskussion involviert. Also - Was soll man dazu sagen? Es kommt ohnehin nicht an. Und bessern kann man damit auch nix - der Hund ist schließlich tot.