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Also hast du wahrscheinlich jede Woche morgens und abends so ca. um 200 reduziert, wenn du von 800 pro Gabe in vier Wochen auf 0 runter bist? Wieviel wiegt Harry denn?
Mein Sam hat 27 kg KG und wir sind momentan bei 2 x 400 tägl., also wäre es wahrscheinlich okay, wenn ich pro Woche jeweils um 100 reduziere...?
Meine TÄ'in hat da wie gesagt nicht so einen richtigen Plan, obwohl sie sogar selbst einen SDU-Hund hat. Sie hat mir nur von einem Fall des Absetzens erzählt und da hat der Halter einfach von einem Tag zum anderen die Tabletten weggelassen und es ist auch nichts passiert.
Harry wiegt aktuell 46 kg. Meine TÄ meinte, es wäre OK, wenn ich pro Woche um 1/4 der Dosis zurückgehe. Ich habs aber am Ende noch ein bisschen weniger gemacht. Das ist aber wohl nicht nötig. Von beiden beratenden Tierärztinnen wurde mir empfohlen, das Thyroxin langsam auszuschleichen.
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Was waren bei dir denn ursprünglich mal die Anfangswerte, weswegen überhaupt substituiert wurde und was waren deine Beweggründe "stutzig" zu werden? (bis auf den plötzlich extremen Anstieg des T4)?
Wir haben gerade die neuen Werte bekommen und liegen weiterhin "nur" bei 2,9 - sie Ärztin rät zum probeweisen, weiteren Erhöhen.
Nicole, unsere Fälle sind sicher nicht vergleichbar. Der Ausgangswert bei Harry war: T4 nicht nachweisbar/nicht vorhanden. Aber das war nachdem er eine Narkose nicht verstoffwechselt hatte und in seinem Körper/der Blutprobe noch die Narkosemittel waren. Es hat vier Stunden mit ständiger Infusion gedauert, bis er sich halbwegs davon erholt hatte. Insbesondere nachdem mir zwei TÄ sagten, dass SDU die häufigste Fehldiagnose sei, war ich mir immer unsicher, ob das mit den Narkosemitteln "kontaminierte" Blut überhaupt ein aussagekräftiges Bild geben konnte.
Ein wenig zweifelte ich auch, weil Harry vor, während und nach der Thyroxingabe keinerlei typische SDU-Symptome bzw. irgendwelche Veränderungen zeigte.
Wegen eines Fellproblems war ich dann mit Harry bei einer Fachtierärztin für Dermatologie, die eine Hauterkrankung ausschloss und ein hormonelles Ungleichgewicht für wahrscheinlich hielt. Sie war es auch, die mir riet nochmal aus dem Thyroxin auszusteigen und den TSH-Stimulationstest zu machen.
Naja, der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte, war dann der total überhöhte T4-Wert beim dritten Kontrolltest.
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Naja, ich bin mir noch nicht schlüssig - irgendwie muss ich jetzt abwägen zwischen jetzt schon wieder absetzen und neue Tests oder jetzt, wo man schon bei ist, doch erstmal weiter machen und schauen, ob sich unter einer höheren Dosis doch noch was verändert.
Die Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Ich finde persönlich nur, dass Du einen Plan haben solltest, falls Du wieder absetzt. Sowie ich das jetzt getan habe, um noch mal von vorne eine saubere Diagnostik zu ermöglichen. Es kann durchaus dabei herauskommen, dass Harry wirklich eine SDU hat. Aber dann werde ich keine Zweifel mehr haben und mich nur noch darum kümmern, dass er mit der Thyroxin-Substituierung optimal eingestellt wird.
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Hast du denn einen weitergehenden Verdacht, woran bei euch dann ggf. die abweichenden Werte liegen könnten - hat dein Harry weitere Beschwerden?
Nein, außer dem o.g. Narkosezwischenfall gibt es nichts. Sollte der TSH-Stimulationstest keine SDU ergeben, werde ich einfach regelmäßig ein Blutbild mit SD-Profil machen lassen um nichts zu versäumen.
Es würde mich aber freuen zu hören, wie immer Du Dich entscheidest, wie sich Sam's Zustand entwickelt.
LG Appelschnut