Beiträge von Chien_de_coeur

    Überleg doch mal wie das bei dir ist - ich kann nachts auch 8h ohne Toilette aushalten, über Tag keine 4:ka:


    Der Stoffwechsel unterscheidet schon zwischen Tag und Nacht.


    Wenn "gelegentlich" heißen würde - die EINE Ausnahmesituation die alle 3 Jahre mal eintritt - tja, dann shit happens, nicht gut, aber kann im Notfall mal passieren.

    1mal pro Woche ist da was ganz anderes - such dir jemand, der deinen Hunde zumindest mal rauslassen kann.

    Ach, hier bekomme ich den Mann auch nicht dazu in Sachen Hunde an einem Strang zu ziehen|) Bin versucht den Mann abzuschießen und einen weiteren Hund zu holen:denker:

    Aber mal wieder ernsthaft: Leider ist es wirklich schwer bis unmöglich Problemverhalten zu lösen, wenn nicht alle Familienmitglieder an einem Strang ziehen. Setzt euch nochmal hin und arbeitet einen Plan aus, den ihr am besten auch konkret schriftlich festhaltet, so lächerlich das klingen mag, oft hilft das.

    Meine Hunde haben dadurch, dass sie am Paddock und auf der Weide freilaufen keine Scheu vor Stromzäunen - wir haben nie was drauf. Bei uns im Ort gibts ja unzählige Pferdehalter und auch mehrere Höfe - entweder ist nichts drauf oder nicht viel und die meisten Pferdeleute (alle?) lassen ihre Hunde mit auf ihre Weiden laufen und damit meist auch unterm Zaun durch. Für uns als Menschen ist das ein Bizzeln. Meine Hündin, die am längsten bei mir ist, hat in all den Jahren glaube ich einmal (vielleicht auch zweimal) eine gescheuert bekommen, aber das hat selbst das Bordertier gut weg gesteckt.

    Seit ich vor 2 Jahren auf einem Ausflug mal Kühe gestreichelt habe weiß ich aber, dass nicht alle Stromzäune so lasch sind:dead: Hier waren Kühe immer hinter Stacheldraht, die Erfahrung fehlte mir also vorher. Seit dem werden meine Hunde auf Ausflügen in der Nähe von E-Zäunen penibel angeleint:mute: An Schafzaun gehen sie eh nicht ran, den sehen sie als optische Barriere.

    Nimmt sie Futter an? Sobald sie das tut würde ich positive Erlebnisse schaffen. Pack das Beste aus was du hast und Ablenkung, Ablenkung, Ablenkung. So viele positive Dinge wie möglich.

    Diese Methode soll verhindern, dass sich negative Ereignisse zu sehr festigen, es ist aber nicht erforscht wie lange danach das noch wirkungsvoll ist. Einen Versuch ist es wert, jedenfalls empfiehlt Celina del Amo sie in ihrem einer Bücher, sie ist TÄ und auf Verhalten spezialisiert.

    Ich denke die Wahrscheinlichkeit, dass das bis August für so viele Stunden klappt geht gen Null. Das braucht einfach Zeit, von Trennungsstress zu 6 Stunden in nur 2 Monaten ist immer unrealistisch, aber wenn ihr nicht mal sicherstellen könnt, dass in der Übungszeit der Hund nicht weiteren Trennungsstress erfährt, sehe ich da ganz schwarz. Aber es bedeutet nicht, dass ihr ihn abgeben müsst, ihr müsst euch einfach Gedanken machen, wie ihr das organisieren könnt.

    Ok - professionelle Betreuung ist raus. Aber dir bleiben ja genug andere Optionen. Überlege, ob es jemanden in deinem Umfeld gibt. Poste auf Facebook in der Gruppe deines Wohnortes und der Hundegruppe deiner Region, falls ihr eine Uni in der Nähe habt poste in deren Facebookgruppe, je nach Fachrichtungen lernen Studenten ja mehr von Zuhause aus und freuen sich über den Zuverdienst. Mach einen Aushang im Supermarkt. Überlege, ob du ältere oder andere nicht berufstätige Leute kennst, die in der Zeit deinen Hund nehmen könnten. Hat dein Hund Hundekumpels? Dann sprich mit deren Besitzern. Und so weiter...

    Euer Fall liest sich nicht mal extrem, da gibt es ganz andere Kaliber. Wenn ihr das zumindest vorübergehend organisiert bekommt und ganz konsequent dran bleibt wird das schon... Nur: Es gibt keinen Quick Fix. Kein: Mach das und dann ist das in 2 Wochen gut. Das muss euch klar sein.

    Du musst lernen deinen Hund zu managen, er sollte sich gar nicht oft in die Lage bringen können, in der du ihm was verbieten musst oder wo er gar auf die Idee kommt sich oder einen Gegenstand zu verteidigen. Damit erzeugst du nur Konflikte, die euch weiter zurückwerfen.

    Entweder du hast deinen Welpen so im Auge, dass du frühzeitig (!) Probleme verhindern kannst oder du hast ihn z.B. in einem Welpenauslauf untergebracht, wo er nichts anstellen kann.

    Der Welpe hat bei euch schon viel zu viel Blödsinn angestellt, sich viel zu sehr reingesteigert und gemerkt, dass er damit weiterkommt. Im Idealfall wäre es nie so weit gekommen.

    Zum Abbruch selbst mag ich hier gar nichts schreiben, das muss man vor Ort schauen:ka: Hier blind zu empfehlen einfach noch deutlicher zu werden sehe ich als Risiko auf mehreren Ebenen. Deshalb: Konflikte dieser Heftigkeit vermeiden, zur Not mit einer Hausleine.

    Und ja - wie andere schon angemerkt haben: Euer Programm ist zu viel. Täglich neue Eindrücke um den Hund an alles zu gewöhnen sind gut gemeint, aber überforden ihn völlig. Ihr braucht mehr Ruhe, mehr Langeweile. Fahrt häufiger an eine ruhige Wiese und lasst ihn einfach frei laufen, nutzt den Folgetrieb und bestätigt das, DAS ist das beste Training jetzt gerade und viel wichtiger als Sitz, Platz, Pfötchen...

    Das ist es ja was das System so unfair macht, der eine hat Glück (und ich freue mich da für euch!:herzen1:) der andere hat Pech. Egal ob Vetamt oder Gentest, es wird nie fair sein.

    PocoLoco und so sehr lag ich daneben, jetzt wo ich Pocos Ergebnis sehe ;)

    Wenn es um Steuern gehen würde - mein Gott, egal. Aber hier wo ich lebe gehts nicht um Steuern sondern um "Hund weg oder nicht weg". Wird der Hund als Listenhund eingestuft, bekommt man keine Erlaubnis ihn zu halten und das ist halt richtig Mist, wenn man einen Mischling als Welpen aufgenommen hat.