Ja, der Tierschutz braucht mehr Unterstützung, auch für Abgabetiere. Ja, es wäre super, wenn Tierheime die finanzielle Kapazität hätten ihre Mitarbeiter weiterzubilden und die personelle Kapazität, mit den Hunden zu arbeiten. Einige machen aber schon einen guten Job mit schwervermittelbaren oder nahezu unvermittelbaren Hunden.
Dennoch: Zu erwarten, dass es einen Ort gibt, der jetzt jeden gefährlichen Hund aufnimmt, ist realitätsfern. So ein Zustand kam doch nicht über Nacht. Bzw wenn er über Nacht kam, dann säße ich beim Tierarzt, statt mich nach einem TH zu erkundigen. Bis zu diesem Punkt ist schon verdammt viel schief gelaufen. Ich habs sowohl vom Tierschutz her erlebt, warum JETZT ein Hund weg muss (damals in einem TH, das zwar alle nahm, aber zur Not auch euthanasiert hätte) als auch privat hautnah wie Geschichten laufen, die in einer verhaltensbedingten Euthanasie endeten. Und oft lief da vorher halt tatsächlich nicht viel, abseits von "das Problem ignorieren" und "eine schnelle Lösung versuchen".
Es ist nicht so, dass man keine Hilfe für sehr schwierige Hunde bekommt. Aber man muss sich halt auch selbst reinknien und Engagement zeigen und darf nicht erwarten, nach ner halben Stunde rumtelefonieren sein Problem los zu sein.
Mal abgesehen davon, dass von der HF selbst gesagt wurde, dass viele dieser Hunde eben nicht brandgefährlich sind. Und das auch aus den Videos hervorgeht, wo sich Menschen frei zwischen ungesicherten Hunden bewegen, selbst der Reporter. Sicher keine netten Familienhunde, aber da scheint ja auch nichts zu sein, was nur über eine Schleuse versorgt werden kann und die Zahl der "Brecher" (schreckliches Wort) scheint ja auch begrenzt zu sein.