Beiträge von Chien_de_coeur

    Bisher habe ich bis auf einen Namen alle vom Tierheim/Vorbesitzer behalten und würde es immer wieder so tun, wenn ich den Namen nicht ganz dämlich finde. Der eine war unerträglich, ein alter, deutscher Männername:flucht: Da wurde es dann ganz unspektakulär eine Romanfigur:tropf:

    Menschennamen finde ich als Lehrerin aber generell schwierig, kaum einer, zu dem man nicht schon ein Kindergesicht im Kopf hat.

    Uff... bisher war ich ja der Annahme, dass Vanessa trotz schlechter Haltungsbedingungen und Trainingsmethoden wenigstens immer die Intention hatte, diese Hunde um deren selbst zu retten. Dann die äußerst großzügige Möglichkeit, diesen Hunden trotz ihres Versagens das Leben zu retten, dermaßen zu blockieren, spricht aber leider Bände.

    Abgesehen davon muss ich aber dennoch sagen, dass ich nicht denke, dass es gut ist, diesen Disput in der Öffentlichkeit auszutragen. Klar finde ich es auch interessant das jetzt zu lesen:sweet: Und dennoch würde ich mir wünschen, dass das alles professioneller geregelt wird, weniger öffentlich. Berichten kann man darüber dann auch anders.

    Windeln habe ich wenn wir bei meinem Freund sind (Parkett) um Unfälle aufzufangen, aber ehrlich - sie meldet sich, sie WILL raus, da finde ich es nicht fair sie drinnen zu lassen. Ich würde sie ja zwingen reinzupinkeln obwohl sie nicht will...


    Inkontinenzeinlagen, unter ihren eigenen Urin als "Anregung" gehalten, wurden nicht angenommen. Wenn ich sie auf einen Raum begrenze und die Matte auf ihre "Notfallstelle" lege, sucht sie sich was anderes. Und da sie sehr gerne aufsteht und Liegeplätze wechselt, finde ich eine noch engere Begrenzung nicht vertretbar.

    Nebenbei war meine Seniorin vor dem Krebs auch so einige, die man nötigen musste, damit sie nicht still und leise 15 Stunden einhält.

    Sehr ärgerlich gelaufen... Was ich aber auch dem System "deutsche Orga für Auslandshunde" zuschreibe. Oft haben einfach viel zu viele Menschen ihre Finger im Spiel, von denen einige weder Hund noch euch jemals gesehen haben und dann tritt ein Stille Post Effekt auf.

    Man hat das Tierheim vor Ort und dort eben mehrere Verantwortliche - ich kenne das selbst, nicht jeder hat alles auf dem Schirm, versucht dann trotzdem schnell nach bestem Wissen Infos weiterzugeben. Oft gibt es bezahlte Mitarbeiter, die die Hunde versorgen aber Ehrenamtliche, die sich um die Vermittlung kümmern - also nicht den regelmäßigen Kontakt zu den Hunden haben. Dann die Pflegestelle - aber den Kontakt zu den Adoptanten haben ja doch für gewöhnlich nochmal andere in der Orga, also mindestens eine weitere Person, die für gewöhnlich weder Hund noch Interessent jemals zu Gesicht bekommen hat. Und die Vorkontrolle macht dann meist nochmal jemand ganz anderes.

    Ich adoptiere deshalb lieber direkt aus Tierheimen vor Ort, das bringt aber auch mit sich, dass man ab dem Moment 100% die alleinige Verantwortung trägt und es keine Ansprechpartner oder Unterstützung gibt.

    Ich finde 6 Stunden für unsere Situation auch nicht übel, klar über Tag sind es nicht immer 6h, da kommt es drauf an ob Ruhephase oder nicht... Wenn da nur nicht die eigene Familie und der eigene Partner wären, die durch die Situation immer entnervter werden und MIR zusätzlichen Stress machen:( Ich plane mein Leben gerade ganz selbstverständlich um den Hund herum, da fällt anderes flach... Das tue ich gerne, aber der Stress, den ich dafür gemacht bekomme, zehrt an mir.


    Ihre Stimmung ist durch das Pinkeln übrigens nicht schlechter, die Magenprobleme haben sie aber (logisch) nervös gemacht. Das hat sich jetzt gelegt. Ich habe jetzt Sommerferien, da geht es gut, vorher war das nächtliche Aufstehen schon anstrengend, vor allem weil ich ja nur sehr leicht schlafe und oft wach werde, aus Angst, sie zu überhören.

    Nebenbei scheints dem Magen meiner Seniorin wieder besser zu gehen, der schreckliche Mundgeruch ist schon wieder weg und sie versucht nicht mehr ständig Erde zu fressen:hurra:Die Medis gibts trotzdem bis mindestens zum nächsten Tierarzttermin weiter.

    Dafür kann man nicht leugnen, dass ihr Blasenvolumen immer kleiner wird, aber solange der Urin noch raus kann (und das kann er) geht es für uns weiter. Halt mit häufigen Ausflügen in den Garten:pfeif: 6h Einhalten ist jetzt wirklich das Maximum:mute:

    In wie fern wird der Beute-Trieb denn zu einem Problem in Zivilisation? Zumindest das, was ich gesehen habe, waren alles höchst gehorsame Hunde. Irgendwo macht ein anderer Hund etwas und der Mali liegt in der Gegend herum, schaut auf Herrchen und was um ihn herum passiert, interessiert ihn nicht.

    In wie fern wird es im Alltag dann zu einem Problem?

    Der Mali "liegt in der Gegend herum" weil er im Gehorsam steht. Das muss man erst mal hinbekommen und sich verdeutlichen, dass es übel ausgehen kann, wenn der Gehorsam nicht passt oder die Aufmerksamkeit von Herrchen nicht da ist und Hund halt doch mal was alleine klärt. Hinzu kommt, dass die Hunde oft eine Verknüpfung "Platz = Arbeit" haben, sprich nur weil ein Hund auf dem Platz selbst dann im Gehorsam steht, wenn Herrchen nicht 100% Fokus auf ihn hat, heißt das nicht, dass das genauso gut geht, wenn beim Gassigehen plötzlich ein Jogger unerwartet hinter einem um die Ecke biegt, während man gerade verträumt in die andere Richtung schaut...

    Beutetrieb wird im Alltag zum Problem, wenn er auf etwas anderes umgelenkt wird und das passiert schnell. Du kannst nicht einen Hund haben, der absolut beutegeil ist, aber Bewegungsreize im Alltag von alleine gelassen ignoriert.

    Natürlich gibts Abstufungen, eine Freundin hat auch nen DSH der auf Beute abfährt, der aber sonst ein ziemliches Lämmchen ist. Der wäre aber auch nichts für IPO, die machen Obedience. Cooler Hund, würde ich aber nicht drauf bauen so ein Exemplar zu bekommen. Ist halt Glück (für den durchschnittlichen HH) oder Pech (für den, der IPO machen will).

    Aber wenn ich das richtig lese, hast du deinen Hund doch schon ein paar Tage/Wochen? Da müsstest du doch schon wissen, ob er per se gut auf Beutespiele anspringt.

    Ich frage mich wirklich, welcher Züchter jemandem, der bisher nur ganz andere Hundetypen gehalten hat und keine realen Erfahrungen mit Cattles hatte, diesen als "Begleiter in der Natur" abgibt:rotekarte:

    Gut, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, jetzt bleibt nichts anderes, als sich auf diesen speziellen Hundetyp einlassen, Erfahrungen sammeln (vielleicht kannst du dich mit anderen Haltern vernetzen?), nach einem Trainer suchen, der in Sachen Hütehunde versiert ist und das Beste draus machen. Dazu wird aber auch gehören, dass dieser Hund irgendwann einen Job braucht, der über schöne Runden in der Natur hinaus geht:ka:

    Ich würde allgemein am Stressabbau arbeiten. Als Akuthilfe kann da schon ein Thundershirt helfen, sonst vielleicht noch Zylkene oder Adaptil probieren. Außerdem können langwierige Kausnacks oder gefüllte Kongs zum Stressabbau beitragen, gerade wenn der Hund eh nach Futter geiert ist das natürlich auch eine schöne Beschäftigung. Und sonst den Tagesablauf überprüfen ob zu viel oder zu wenig gemacht wird.


    Sprich die Ursache der Nervosität bekämpfen statt das Symptom Fiepen abstellen zu wollen.


    Und ganz wichtig: Auch Schmerzen können Unruhe verstärken, ich würde das nochmal tierärztlich abklären lassen und ehrlich gesagt auch schlichtweg austesten (wenn der TA einverstanden ist) ob die Gabe eines Schmerzmittels zu Besserung verhilft.