In wie fern wird der Beute-Trieb denn zu einem Problem in Zivilisation? Zumindest das, was ich gesehen habe, waren alles höchst gehorsame Hunde. Irgendwo macht ein anderer Hund etwas und der Mali liegt in der Gegend herum, schaut auf Herrchen und was um ihn herum passiert, interessiert ihn nicht.
In wie fern wird es im Alltag dann zu einem Problem?
Der Mali "liegt in der Gegend herum" weil er im Gehorsam steht. Das muss man erst mal hinbekommen und sich verdeutlichen, dass es übel ausgehen kann, wenn der Gehorsam nicht passt oder die Aufmerksamkeit von Herrchen nicht da ist und Hund halt doch mal was alleine klärt. Hinzu kommt, dass die Hunde oft eine Verknüpfung "Platz = Arbeit" haben, sprich nur weil ein Hund auf dem Platz selbst dann im Gehorsam steht, wenn Herrchen nicht 100% Fokus auf ihn hat, heißt das nicht, dass das genauso gut geht, wenn beim Gassigehen plötzlich ein Jogger unerwartet hinter einem um die Ecke biegt, während man gerade verträumt in die andere Richtung schaut...
Beutetrieb wird im Alltag zum Problem, wenn er auf etwas anderes umgelenkt wird und das passiert schnell. Du kannst nicht einen Hund haben, der absolut beutegeil ist, aber Bewegungsreize im Alltag von alleine gelassen ignoriert.
Natürlich gibts Abstufungen, eine Freundin hat auch nen DSH der auf Beute abfährt, der aber sonst ein ziemliches Lämmchen ist. Der wäre aber auch nichts für IPO, die machen Obedience. Cooler Hund, würde ich aber nicht drauf bauen so ein Exemplar zu bekommen. Ist halt Glück (für den durchschnittlichen HH) oder Pech (für den, der IPO machen will).
Aber wenn ich das richtig lese, hast du deinen Hund doch schon ein paar Tage/Wochen? Da müsstest du doch schon wissen, ob er per se gut auf Beutespiele anspringt.