Beiträge von Chien_de_coeur

    Die Frage ist wie viele "ambitionierte Personen" man auftun kann, in einem Land, in dem etliche 08/15 Problemhunde Jahre auf eine Vermittlung warten müssen, wenn sie denn jemals vermittelt werden. Natürlich hat Normen ein gutes Netzwerk, aber nachdem was ich in den letzten Jahren von ihm gelesen habe, musste er auch immer wieder einzelne (!) Problemhunde ablehnen, weil sich eben kein Platz auftat.

    Ich meine, wir reden da von >100 dieser Hunde. Selbst wenn jetzt erst mal "nur" 80 reduziert werden müssen und ein Teil zurückgenommen wird. Jede einzelne Vermittlung dieser Art ist aufwendig.

    Und nein, ich sehe keinen besseren Weg, denke auch nicht, dass das ein schlechter Weg ist. Ich denke nur nicht, dass sich das, was sich da angesammelt hat, in ein paar Monaten oder auch einem Jahr lösen lässt. Das wird noch eine Weile in ähnlicher Form weiterlaufen müssen, wenn man nicht will, dass einige auf dem Tisch landen.

    Ich bin definitiv kein großer Fan von Normen, traue ihm aber durchaus zu Hunde entsprechend zu überprüfen und einzuordnen und einen 08/15 Problemhund von einem extrem gefährlichen Hund zu unterscheiden:ka:

    Aber auch um 08/15 Problemhunde reißt sich niemand, wie er davon so viele unterbringen will, gutes Netzwerk und Rückgaben hin oder her, sehe ich immer noch nicht. Vor allem weil wir da fast ausschließlich nicht gerade von Hundetypen reden, für die sich noch leicht Liebhaber finden. Drücke den Hunden aber die Daumen.

    Was mache ich gegen eine Schmeißfliegenplage in der Wohnung? Hier sind jetzt binnen 2 Tagen ca 10-15 Schmeißfliegen:shocked: Hatte ich noch nie, keine Ahnung wo die herkommen... Da ich unfassbar schlechte Reaktionen habe kommt händische Mückenjagd nicht in Frage.

    Bisher haben sich ab und an immer mal 1-2 hier her verirrt, da war mein Trick abends Licht drinnen aus, Tür auf, Licht draußen an und kurz warten:tropf: Aber das hilft hier nicht mehr...

    Was Normen zum Sozialgefüge schreibt ist halt bezeichnend (und durchaus auch auf andere Gruppen zutreffend): Es würde noch viel öfter knallen, wenn die Hunde nicht wüssten, dass es böse für sie enden könnte.

    Was halt wieder zeigt: Die werden nicht resozialisiert (nicht, dass das jemand hier dachte, aber so wirds ja gerne verkauft). Die lernen nicht, dass andere Hunde was Positives sind. Die lernen bestenfalls nicht aufzumucken um nicht selbst eine drauf zu bekommen. Und wenn sie dann draußen realisieren, dass der Hase dort anders läuft, sind das natürlich alles andere als artgenossenverträgliche Hunde...

    (Nicht, dass ich denke, dass man jedem dieser Hunde vermitteln könnte, dass Artgenossen positiv sind)

    Meine Zeit als TH Gassigeherin liegt jetzt ca 10 Jahre zurück und ich musste mit der Zeit beobachten, wie ein Gassihund nach dem anderen verstorben ist. Ja, viele saßen lebenslang und die waren "ok" genug um damals mit mir, zierliche kleine Studentin, Gassi geschickt zu werden:ka:


    Solche Hunde nehmen diese Tierheime nur als Fundhunde an. Was natürlich zu "Fundhunden" führt, die erstaunlich an ihren Findern hängen. Oder Hunden, die nachts vorm TH angebunden werden.

    Und ich muss ehrlich sagen (obwohl ich selbst im TH gearbeitet habe) ich verstehe da die Verzweiflung dieser Menschen, denn oft bekommt man keine Hilfe:ka: Aber da ist auch einfach das ganze System nicht funktional und die Schuld ist da auch nicht bei den einzelnen TH zu suchen.

    Warum wurden sie dann der HhF übergeben? Das steht ja auch ganz klar in dem Post - die Liste der abgebenden Stellen liest sich wie das Who is Who des deutschen Tierschutzes.

    Hast du schon mal versucht einen Hund von privat mit Verhaltensproblemen in einem TH unterzubringen? Dann wüsstest du warum. Die müssen den nicht nehmen und die wollen den nicht nehmen, denn im Gegensatz zu Fundhunden, gibts dafür kein Geld. Diese Hunde sitzen lange und verursachen entsprechend Kosten. Also lehnt man sie ab.

    Es geht nicht nur um den Ball, man liest an so vielen Stellen, wie du (oder ihr?) mit der sicher gut gemeinten Intention die Hunde zum Miteinander zu erziehen, stattdessen stressige, konfliktfördernde Situationen schafft.


    Wenn ein Hund sieht, dass dem anderen was Schönes/Angenehmes/Aufregendes passiert, er aber weg geschickt wird, wenn er mitmachen will, dann schafft das künstlich Stress. Ja, grundsätzlich sollen Hunde auch lernen, dass sie gerade nicht dran sind aber nicht jetzt in eurer Situation. Jetzt gehts darum Ruhe reinzubringen und jeden Konflikt zu vermeiden.

    Aktuell würde ich euch sogar dazu raten, lieber mehr zu trennen und eigene Trainingsansätze sein zu lassen, da ich ungesehen zu viel Angst hätte, dass durch mangelndes Einschätzungsvermögen (nicht böse gemeint, aber das Miteinander von Hunden scheint ihr schlichtweg noch nicht einschätzen zu können) selbst mit positiven Trainingsansätzen weitere Konfliktsituationen geschaffen werden könnten:verzweifelt: