Beiträge von Chien_de_coeur

    Und da sind wir wieder bei so einem schwammigen Begriff, Tierwohl, der nicht näher definiert ist. Denn was fällt alles unter Tierwohl? Die Wahl der Hundeschule? Das Futter? Behandlungen beim TA? Wie oft ich Gassi gehe? Wie lange er allein bleiben muss? Wie oft Besuch kommt?

    Genau diese Punkte könnten für Tierwohl relevant sein.

    Und das sollte mmn im vorfeld Besprochen werden.

    Was ist das Problem ?

    Jein. Fürs Tierwohl relevant ist, dass der Hund eine angemessene Menge hundetaugliches Futter bekommt.

    Für den Verein darf nicht relevant sein, ob das ALDI Trofu, BARF oder Terra Canis Nassfutter ist.

    Für das Tierwohl ist relevant, dass der Hund im Bedarfsfall einem Tierarzt vorgestellt wird.

    Den Verein hat es nichts anzugehen welchen Tierarzt ich auswähle und ob der Behandlungsweg, den der Tierarzt empfiehlt, auch der ist, den der Verein bevorzugt.

    Das sind echt Sachen, bei denen ich als Halter keine Einmischung haben wollte. Auch die anderen Punkte. Gassigehen, Alleinebleiben, Besuch - das sind doch keine statischen Dinge. Da passe ich mich dem Ist-Zustand meines Hundes an und dem, was in mein Leben passt. Nicht dem, was ein Verein toll findet.


    Ich kenne z.B. ein Tierheim (nein, nicht in D, ich lebe ja nicht immer nur in D), das vermittelt keine Hunde an Menschen, die diese aufs Sofa lassenxD Da steckt man noch mitten in der Dominanztheorie fest. Ich werde mich nicht den willkürlichen Befindlichkeiten zum Thema Hundehaltung von anderen Menschen aussetzen.

    Der Verein meiner Freundin zieht keine Hunde ein, aber bei Rückgabe wird nicht die Schutzgebühr erstattet. Sie nehmen dafür Hunde aus den dümmsten Gründen (und natürlich auch aus verständlichen GründenxD) ohne Vorwürfe zurück, weil es ihnen wichtig ist, dass die Leute sich trauen, bei Problemen auf sie zuzukommen. Geht ja darum, ein passendes Zuhause zu finden.

    Sie kastriert übrigens auch alle Hunde. Seit Leute sie eindringlich gebeten haben ihnen einen Rüden unkastriert zu vermitteln und dann ein paar Monate später die ersten Welpen online auftauchten. Super Vorkontrolle, sie war persönlich vor Ort, ganz nette Leute, Welpen könne man sich nie vorstellen, blabla. Allerdings hat ihr Verein auch eine besondere Nische, viele reinrassige Hunde und nur wenige werden nach Deutschland vermittelt, viele gehen an Menschen aus ihrem Heimatland, in denen das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Hunden weniger ausgeprägt ist.

    Da Tenetrio weiter auf sich warten lässt hab ich jetzt ne Tüte Bosch aufgetrieben und konnte heute Nacht wieder durchschlafen:tropf: Finde ich auch nicht so schlecht, Bosch soft gibts aber bei uns schon lange als Leckerli, entsprechend mag ich das nicht als Hauptfutter geben.

    Von wesensfesten HSH aus guter Zucht mit guter Aufzucht. Bei den anderen kannst du das mit Glück haben. Aber nach meinen Erfahrungen sind leider einige nicht so nervenstark, dass sie sich auf "Fernhalten & Verbellen" beschränken.

    Wir hatten hier leider auch so einen hundetötenden HSH, der dann trotz Auflagen nochmal damit Erfolg hatte. Einfach nur schrecklich. Und keiner dieser Hunde war *auf* seinem Grundstück, entweder durch den Zaun gezogen (kein Weidezaun, ein richtiger Zaun) oder der HSH ging vom Hof runter und tötete dort.

    Ich bin gegen Rasselisten, aber für eine intensive Aufklärung darüber, was so ein Hund bedeutet...

    Zitat

    Oder die unkastrierte Tiere als Gebärmaschinen nutzen.

    Mich würde da ja wirklich mal interessieren, ob das tatsächlich so oft vorgekommen ist, um Rundum-Kastrationen und Verträge der hier diskutierten Art pauschal zu rechtfertigen?

    Alleine durch die Haltung in Gruppen ist in Tierheimen im Ausland die Kastra doch eh unumgänglich:ka:

    Und klar kann man jetzt anfangen und aufführen, dass man theoretisch auch unkastrierte Hunde in Gruppen halten kann, wenn... Aber realistisch ist das dort vor Ort eben nicht möglich.

    Ich lebe gerade mit einem echt grässlichen Bad (im Eigenheim) aber jedes Mal, wenn ich mir anschaue, was es kosten würde das hübsch zu machen, beschließe ich, dass das gar kein so gravierendes Problem istxD

    Für ne größere Küche würde ich hingegen morden, aber naja, sie ist nicht klein, ich habe nur 1001 Küchengeräte und 1001 Gewürze:muede:

    Mieten ist für mich raus, ein dauerhafter Zusammenzug mit meinem Partner ist vom Tisch. Im Grunde sollte ich dazu übergehen, ihn Ex-Partner zu nennen:ugly: Wir wären da nicht auf einen Nenner gekommen, gerade auch das Thema Wohnung war sehr belastend, ich wollte unbedingt etwas, wo ich mit den Hunden auch mal vor der Haustür spazierengehen kann (ohne nur Großstadt zu sehen und viele Kilometer von einem Fleckchen Natur entfernt zu sein) und dieser Kompromiss war nicht machbar.

    Ich werde jetzt für mein nächstes Eigenheim sparen:sweet: Da mein Haus überschrieben ist, bin ich immer der Meinung, dass das nicht wirklich zählt.

    Nebenbei habe ich im direkten Umfeld wieder genau jetzt einen Fall, wo ein Hund, der optisch "womöglich reinrassiger Owtscharka" schreit als unkomplizierter, sozialverträglicher Anfängerhund vermittelt wurde. Noch ist das Tierchen sehr jung, mal schauen wo die Reise hingeht. Ich finde es ne Sauerei.

    Da wurde der HSH mit keinem Pieps erwähnt, aber mir kann doch niemand sagen, dass ich als Orga, die ausschließlich russische Hunde vermittelt, bei einem großen Teddywelpen in den typischen Farben eines Kaukasen keine Ahnung habe, was das mal werden wird:wallbash:

    Ich verlange echt nicht viel von Vereinen.

    1) Ehrlichkeit. Im besten Fall realistische, gute Beschreibungen, aber wenn das nicht möglich ist lieber das als ehrliche Erklärung.

    2) Realistische Vermittlungskriterien. In beide Richtungen, weder will ich den offensichlichen HSH Junghund als tollen Familienhund angepriesen sehen noch möchte ich bei jedem Hund lesen "wir vermitteln nur an Menschen mit Garten" (ich hab nen Garten, das ist nicht der Punkt). Da fällt für mich auch die Vorkontrolle rein, für mich sollte "passt dieser Hund zu diesem Halter" im Vordergrund stehen.

    3) Die Bereitschaft dem Adoptanten dann auch zuzugestehen, dass er die Verantwortung für ein Tier übernimmt und trägt.

    4) Rücknahme bzw Vermittlungshilfe, wenn es nicht läuft. Das muss ja nicht "klar wir holen den Hund in 30min ab" sein, aber eben doch ehrliche, vorwurfslose Hilfe. (Ok, ich adoptiere zur Zeit immer aus einem TH am anderen Ende der Welt, da erwarte ich das NICHT aber das ist meine persönliche Wahl und aus genau diesem Fall empfehle ich das TH auch nicht vorbehaltlos weiter)

    Aber im Endeffekt habe ich auch nie über Vereine adoptiert und damit leider nur echt miese Erfahrungen gemacht, ich hab direkt über TH im Ausland adoptiert und damit bisher immer Glück gehabt.

    Gesundheitstests verlange ich nicht, weil es eine Momentaufnahme und falsche Sicherheit ist, allerdings deckt "Ehrlichkeit" für mich mit ab, dass ich jedes bekannte Problem ehrlich weitergebe.

    Naja, mein Hund hat seit ich ihn habe wirklich nie mehr als 2 Haufen am Tag gemacht, meistens einen. Wenn er dann 4 oder 5 am Tag macht und mich jenseits von unseren Gassizeiten rausschmeißt, zeigt mir das auch, dass es ihm doch häufiger unangenehm drücken muss.

    Meine verstorbene Hündin hat sich ihre Häufchen immer "eingeteilt", zeitlebens, klar, wenn man da jeden Kotabsatz zählt, hat die 3-4 pro Tag gemacht. Aber in dem Fall jetzt hat sich einfach die Menge insgesamt mindestens vervierfacht, man fühlt ständig, dass sein Bäuchlein dick ist... nee, ich stelle mir das nicht angenehm vor und wechsele entsprechend wieder:ka: