Beiträge von fliegevogel

    Ich stelle klar, dass ich diese allgemeine, harsche Kritik gegen mich nicht in Ordnung finde

    Von wem/welchem Beitrag fühlst Du Dich denn zu harsch kritisiert? Vielleicht bringt es ja was, das direkt anzusprechen und zu klären. :nicken:

    Ich bin noch nicht super lange im Forum dabei, aber echt bösartige Beiträge habe ich selten gelesen. Meist ist es halt einfach der Ausdruck, der einem an jemand anderem nicht passt, gerade bei emotionalen Themen.

    Man muss den Leuten nicht in die Augen schauen, während man mit imaginär geschwellter Brust und dem Vogel der Weisheit auf der Schulter auf andere herabschaut.

    Na ja, nun tust Du aber gerade genau das selbe und urteilst über die Schreiber hier, ohne ihre Hintergründe und Beweggründe zu kennen. Ist es so unvorstellbar, dass jemand es nicht übel meint und sich aber einfach anders ausdrückt als man selber es wünschen würde? Irgendwie bin ich nicht so ein Fan davon, Fremden prinzipiell das Schlechteste zu unterstellen. Weder Dir, noch dem "Mob" der Dich hier berät.

    Zu dem Rest des Texts: das klingt doch aber so, als würde das bei euch wunderbar laufen. Klingt im Eingangstext für mich noch etwas anders, aber das ist eben die Krux der schriftlichen Information, wir können ja nur auf Basis von dem schreiben, was wir aus Deinen Texten herauslesen.

    Ich würde Dir hier im Forum den Angsthundethread empfehlen. Es gibt auch einen sehr schönen Thread namens "Schönes und schweres - unsere Rumänen" -Deine Lava kommt zwar nicht aus Rumänien, aber es wird sicherlich einige Parallelen geben. Da wirst Du viele verwandte Sorgen und Freuden finden, denke ich.

    Blöde Frage, aber wie läuft die Schleppleine denn gross anders mit Geschirr? Also soll die da an einem Haken am bauch befestigt werden? Oder am Rücken und dann hängt die aber schöner zur Seite als beim Halsband?

    Kommt aufs Geschirr und auf den Hund an. Ich habe tatsächlich ein Geschirr, an dem die Schleppleine am Bauch an einer Öse festgemacht wird. Juro stört sie dann nicht und er läuft auch nicht schief oder verheddert sich. Bei anderen klappt das wohl aber nicht so gut und dann muss man die Schleppleine selber halten und aufwickeln. Musst Dich ein bisschen durchprobieren :)

    Hundehaltung kann eine sehr emotionale Sache sein.

    Absolut. Und zusätzlich ist es für die meisten auch eine sehr schwierige Erfahrung, in Foren über Probleme zu schreiben. Meistens redet man über Probleme entweder mit Freunden oder Familie, die einem wohlgesonnen sind und auch harsche Kritik liebevoll verpacken, weil sie nicht wollen dass man abends heulend im Bett liegt. Oder man redet über Probleme mit Profis, die ein beruflich monetäres Interesse daran haben, höflich zu sein und Kritik entgegenkommend zu formulieren, damit man nicht zum nächsten Therapeuten/Hundetrainer/wasauchimmer geht. In Foren redet man über sehr persönliche Probleme mit einer Gruppe von Fremden, denen es sowohl persönlich als auch beruflich Wurst sein kann wie es einem geht und die sich daher oftmals nicht so viel Mühe geben, Sachen so zu formulieren, dass sie diplomatisch klingen. Damit muss man echt umgehen können und wie Du sagst, sich die Sachen dosiert und mit Rücksicht auf die eigene Gemütslage vornehmen und dann teils auch konstruktiv umformulieren. Man muss also selber den Schritt gehen, den Familie und Freunde normalerweise für einen tun, wenn sie einen kritisieren. Dann kann es einem viel bringen.

    Ich sollte die Kritiker einfach ausblenden

    Ich tappe einfach mal, dass das nicht das ist, was BettiFromDaBlock meinte. Ich an Deiner Stelle würde die Kritiker nicht ausblenden, sondern überlegen wo diese Kritik herkommt und was der berechtigte Kern daran ist und wie ich dem begegnen kann.

    Wenn hier jemand schreibt "Ich verstehe nicht, wie man sich in so ein Unfeld einen unbekannten Auslandshund holen kann" ist der berechtigte Punkt daran in meinen Augen: es kann sein, dass dieser Hund dauerhaft nicht mit Deinem Umfeld und Tagesablauf klarkommt und dass Du beides drastisch ändern musst, wenn Du Lava nicht kreuzunglücklich machen willst. Beispiele hat BettiFromDaBlock schon genannt: die vielen Fußgänger und den Trubel im Büro kannst Du durch Ändern Deiner Bürozeiten umgehen. Wenn man um fünf da ist, begegnen einem auf dem Weg nicht so viele Fußgänger und die Hündin kann sich in Ruhe einfinden, ehe Kollegen kommen. Solche und ähnliche Anpassungen bedeuten aber, dass der Tag deutlich unbequemer wird und man ggf sogar den Job wechseln muss o.ä. Bist Du dazu bereit? Musst Du ja alles gar nicht hier beantworten, geht ja auch niemanden etwas an, aber das würde ich mir mal für mich überlegen.

    Damit sie lernt, dass wir auch ‚unterwegs‘ in der Wohnung (also nicht nur, wenn sie auf dem Sofa/Bett sitzt) nicht gefährlich sind, bekommt sie ihr Futter nur noch, wenn ich mich mit ihr irgendwo im Wohnzimmer auf den Boden setze. Dann leg ich ihr Futter nach und nach aus und sie nimmt es vom Boden. Einen Teil gibt es aus der Hand. Mein Problem: Sie hat bei dieser Übung waaaahnsinns Panik. Ich muss sie jeweils mit der Leine holen, würde ich die wegmachen, würde sie sofort aufs Sofa fliehen.

    Ich glaube nicht, dass sie so lernt, dass ihr ungefährlich seid. Ich glaube sie lernt gerade, dass sie eh keine Wahl hat und ihre Situation nicht beeinflussen kann. Also genau das, wogegen Du eigentlich angehen möchtest: erlernte Hilflosigkeit.

    Ich würde es langsamer angehen und ihr mehr Entscheidungsfreiheit lassen :nicken:

    Nawwwww die ist ja echt zauberhaft! Ich freu mich so für euch!