Beiträge von fliegevogel

    Jedoch steigt das Einkommen der restlichen Bevölkerung nicht unbedingt in gleichem Maße

    Das ist glaube ich der Punkt, warum diese auf Sachebene absolut richtige Entscheidung gerade für gemischte Gefühle sorgt. Tierärzte sind ja leider bei weitem nicht die einzige Berufsgruppe, bei der die Gehälter in den letzten Jahren nicht mit Mieten und co gestiegen sind.

    Das ist aber natürlich kein Argument dagegen, dass TÄ richtig bezahlt gehören! Sondern eher dafür, dass das endlich auch mal viele, viele andere Berufsgruppen durchsetzen sollten.

    in der Regel wird potentiellen Welpenkäufern der Hinweis gegeben unbedingt darauf zu achten beim seriösen Züchter zu kaufen

    Bei Rassen, bei denen das Sinn macht, ja. Ich habe hier noch nie gelesen, dass man einem Großspitz, Mops oder so unbedingt vom VDH holen soll :ka:

    Nur dass es nicht immer sinnvoll ist, heißt ja nicht, dass es das nie ist.

    Oder gibt es eine Chance diese Hunde wieder gesund zu züchten?

    Ich bin dagegen, denn auf dem Weg zum "gesunden Hund" (selbst wenn das realistisch sein sollte) werden viele, viele nicht gesunde Hunde fallen, die sich durchs Leben quälen müssen. Das in Kauf zu nehmen finde ich unmoralisch.

    dass es leider eine ganze Zahl an ("richtigen") Züchtern gibt, die über Generationen hinweg die Gesundheit der Hunde massiv verschlechtert haben

    Das sind für mich persönlich einfach genau so keine seriösen Züchter wie diejenigen, die Aussies über Labradore rutschen lassen.

    Ich kenne persönlich niemanden, der sagt, dass alles was im VDH läuft super und unterstützenswert ist. Würde das jemand behaupten, würde ich dem genau so widersprechen wie denjenigen, die behaupten, ihr Labradoodle wäre viel gesünder und besser als ein reinrassiger Hund weil wegen Heterosiseffekt.

    Natürlich sollten gewisse Grundstandards bei der Gesundheit der Elterntiere gelten, aber ansonsten ist für mich Reinrassigkeit kein Wert an sich (mehr)

    Du, das sehe ich von Arbeitsrassen abgesehen durchaus auch so. Ich habe aber tatsächlich noch nie einen Züchter/Vermehrer/wasauchimmer von Mischlingen getroffen, der über Generationen hinweg Wert auf Wesen und Gesundheit legt und die entsprechenden Untersuchungen macht. Wenn es die gibt, sind die für mich absolut gleichwertig mit Züchtern reinrassiger Hunde, die das tun. :ka:

    Heute haben wir mal - hat sich zufällig aus Jux und Dollerei so ergeben - ne kleine Ablenkung eingebaut: mein Partner wollte gerne auch mal "mitmachen" beim Training und durfte nach dem Marker die Belohnungen ausgeben (Reste von seinem Frühstück, also auch super hochwertig für Juro). Er stand dabei aber hinter Juro, so dass sich Juro um die Anzeige zu machen immer wieder aktiv vom duftenden Schinkenbrot abwenden musste. Die ersten drei Male war er sehr frustig (er knurrt und murrt dann immer sehr deutlich), danach liefen aber noch fünf Male super. Aber natürlich nur super kurze Anzeigen mit der gemeinen Situation :lol:

    Ich glaube ich hätte lieber einen großen, stabilen Chihuahua mit Merle drin als nen 1,5kg vom VDH

    Ich auch, aber nur wenn die Dissidenzzucht dann auch vernetzt und mit einheitlichen Gesundheitsstandards ist, so dass es als Zucht langfristig was bringt. Wenn da auch nur einzelne Leute ihre eigene Suppe kochen, bringt das ja wieder nichts.

    eigentlich nicht mehr reinrassig und was dann gesundheitliche Untersuchungen angeht :ka:

    Mhm schade. Ich muss ja ehrlich sagen: das mit Merle drin und nicht mehr reinrassig würde mich nicht mal so sehr stören (zumindest nicht so sehr wie mich die Verzwergung stört), aber wenn dann auch wieder gesundheitliche Untersuchungen mal so mal so sind, klingt das ja auch nicht nach sinnvoller vernetzter Dissidenzzucht. Aber Danke für die Antwort :-)