Beiträge von Udieckman

    Für mich geht es darum, dass ich wieder diszipliniert werde und auch außerhalb der Stunden übe :drooling_face: . Ich konnte Henri schon mit zwölf Wochen holen, hatte also ein recht enges Zeitfenster. Er ist ein absolut tiefenentspannter Hund, was ich schon während der Fahrt feststellen konnte. Keine 36 Stunden später waren wir dann in der ersten Stunde bei einer HuSchu hier in der Nähe. Es hat mir überhaupt nicht mehr gefallen. Die Lütten sollten toben, dann gab es langatmige Vorträge und etwas Sitz und locker an der Leine laufen. Nun ist es auch so, dass ich ja selber Trainerin bin. Wenn auch mit dem Schwerpunkt Mantrailing. Dann bin ich doch wieder zu einer anderen Gruppe gewechselt. 80km entfernt einfache Fahrt.

    Hier war es so, dass große und kleine Hunde getrennt wurden und es sogar für acht Teilnehmer eine Trainerin und einen Aufpasser gab. Bis auf eine Person waren wir auch alle "Wiederholungstäter". Es war auch recht viel Sachverstand in der Gruppe vorhanden. Sehr viele Jagdhunde, was uns natürlich entgegenkam. Geübt wurde auf einem eingezäunten Geländer. Erst wurde getobt und Energie abgebaut. Dabei wurde immer darauf geachtet, dass der Umgang der Hunde untereinander altersgerecht adäquat war. Die Hunde sollten auch ruhig bleiben, wenn andere geübt haben. Es wurde immer auf das individuelle Team eingegangen und sehr verständlich und anschaulich erklärt. Insgesamt war auch in der Gruppe eine tolle Stimmung und es wurde viel gelacht. Wenn etwas mal nicht gut lieft, wurde sachlich analysiert und niemand vorgeführt. Auch der Rückruf wurde super aufgebaut - beobachte Deinen Hund und rufe ihn, wenn Du sicher bist, dass er kommt. Dann Belohnung und alles gut. Dann war leider auch mit 18 Wochen Ende.

    Wir waren dann nur einmal in einer Junghundegruppe in einem Verein. Alle waren total begeistert, wie nett unser Henri mit den anderen Hunden spielt. Was für mich definitiv Hetzen mit Sichtlaut war. Das Timing der Helfer stimmte auch nicht.

    Henri hat allerdings auch den Vorteil, dass wir noch mehr Hunde haben und er dort auch Sozialleben lernen und leben muss. Und wir den Vorteil, dass er immer noch ein tiefenentspannter Hund ist.

    Da ich das mit dem Dummytraining nicht so richtig hinbekommen hab in Eigenregie und der Zufall mich an Karpatenköter geraten ließ, sind wir mit Lilly auch in einem Rettungshundeverein untergekommen und haben mit dem Mantrailen angefangen. Ziemlich oft haben wir jetzt die Eigensuche geübt und am Samstag wars endlich so weit und sie durfte mal wen anderen suchen. Ach, es hat so Freude gemacht sie mit dem gleichen Eifer suchen zu sehen.

    Da es Lilly offensichtlich gern macht und auch wir Besitzer da gern hingehen werden wir dabei bleiben. Wir wissen noch nicht ob wir wirklich Prüfungen und Einsätze machen wollen, da wir beide beruflich schon öfters nachts und oft am WE unterwegs sind. Aber wer weiß ....

    Auf jeden Fall möcht ich den Faden hier gern weiterverfolgen und hoffe, es ist ok, wenn ich mal mit einer Frage zu euch komme.

    Wie drücke ich mich jetzt vorsichtig aus...... Ich bin allerdings schon etwas überrascht, dass noch über Eigensuche aufgebaut wird. Selbst einer der Entwickler der Methode empfiehlt diese Vorgehensweise seit längerem nicht mehr.

    Auf jeden Fall viel Spaß und Erfolg bei der Ausbildung. Auch wenn es dauert, oftmals frustrierend ist, es auch Rückschritte gibt, sehr zeitintensiv ist und vielleicht nicht zum gewünschten Ziel führt.

    Details über Suchen unterliegen idR der Verschwiegenheitspflicht. Wenn über offizielle Stellen alarmiert wird, werden (hier jedenfalls) Rechte und Pflichte genau definiert. Ich bin jedenfalls nach der Veröffentlichung unseres Buches ausdrücklich darauf hingewiesen worden. Seitdem stelle ich überhaupt nichts mehr ein. Mittlerweile habe mich daran gewöhnt und freue mich über eine Rücknahme einer Öffentlichkeitsfahndung.

    Das erste Bild empfinde ich als sehr entwürdigend - es erinnert mich doch sehr an Aufnahmen von Großwildjägern, die ihre Trophäe zeigen. Muss ich wirklich in dieser Situation ein Foto machen? Reicht es nicht, die Person gefunden zu haben?

    Die überlangen Ohren vieler Schweißhunde (Bloodhound, Coonhound...) sollen wahlweise:

    - für eine bessere Zuführung der Gerüche Richtung Nase sorgen, wie ein Trichter

    oder

    - als Scheuklappen dienen, damit der Hund weniger Ablenkung durch optische Reize hat während er fährtet.

    Ne, die fegen übern den Boden und wirbeln Geruchspartikel auf :klugscheisser:

    ....... die dann angewärmt durch die Wamme direkt in die Nase gehen. Die Gesichtsfalten beim Chien de Saint Hubert sollen über die Augen fallen, damit der Hund nicht über Sicht, sondern ausschließlich über Nase arbeitet.

    Hätte ich auch drauf verzichten können :hot:

    Ich auch ... aber dann können alle Anderen jetzt mal aufhören hier rumzujammern ... bei denen ist es ja vergleichsweise frostig :cold_face:

    Wir sind wohl die einzigen hier, die das Wetter mal richtig genießen ....... Morgens die erste Runde mit dem Hund, dann mit dem die Strandallee zur "Arbeit" (Ehrenamt) fahren und sich um die an- und abreisenden Gäste kümmern :upside_down_face: . Nachmittags kurz ins Meer hüpfen und jetzt nochmal mit den Hunden raus! Heute ist es hier angenehm - dafür müssen wir im Herbst wegen der Kühle eher rein und im Frühling kommen wir später raus.

    Die Strategie ist anscheinend, die Hunde so fett zu füttern, dass sie dem Wild nicht mehr hinterherkommen

    Das kann doch wohl nicht wahr sein?

    Was ist das denn?

    Boot Camp für fette Hunde?

    Is ja wohl nur peinlich!

    Das kenne ich leider nur zu gut aus der Beagle-Szene :smiling_face: Ich sehe diese Vorgehensweise allerdings so überhaupt nicht bei wirklich jagenden Hunden. Da werde ich wohl beim Trailen bleiben.

    Gibt es in Deutschland Wälder, in denen es grundsätzlich ok ist, mit angeleintem Hund abseits der Wege rumzulaufen? :???: (Ernstgemeinte Frage.)

    :???:

    Hier in S-H nicht:

    .....

    (2) Nicht gestattet sind

    1. das Betreten von Waldflächen und -wegen, in deren Bereich Holz eingeschlagen, aufbereitet, gerückt oder gelagert wird oder Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden,

    2. das Betreten von Forstkulturen, Pflanzgärten, Wildäckern sowie sonstigen forstwirtschaftlichen, fischereiwirtschaftlichen oder jagdlichen Einrichtungen und Anlagen,

    3. sonstige Benutzungsarten des Waldes wie das Fahren, ausgenommen nach Absatz 1, das Abstellen von Fahrzeugen und Wohnwagen, das Zelten sowie die Mitnahme von gezähmten Wildtieren und Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen sowie ......

    Aus der HomePage von Waldpfoten Hamburg (von Frau R. "zertifizierte" Trainerin:

    Unsere oberste Maxime lautet Wildtiere nicht zu stören! Unter keinen Umständen jagen wir Tiere und dennoch jagen wir richtig. Jagen ist schließlich nicht nur hetzen und Beute machen. Die Jagdverhaltenskette besteht aus so viel mehr und muss nicht bis zum Ende ausgeführt werden, um einen glücklichen Hund zu haben. Wir konzentrieren uns auf Teile der Verhaltenskette, z.B. aufs Suchen, Spuren verfolgen und Pirschen.


    Das dazugehörige Bild zeigt ein Hundeteam mitten im Wald..... vermutlich Sachsenwald. Der ist in Schleswig-Holstein - siehe oben.

    In einem Artikel findet Frau R. es auch in Ordnung, wenn der Hund Mäuse ausbuddelt. Nur Töten ginge zu weit. Ähm, nein. Mal ganz abgesehen von geschützten Arten gibt es auch ein Bundesnaturschutzgesetz. Und die Erfahrungen mit Hunden der Gruppe FCI 6 halten sich wohl auch in Grenzen.

    ... Endlich hat sich dann mein Traum von einem eigenen Hund erfüllt und es ist alles anders, als ich es erwartet hätte....

    Wie soll ich es formulieren? Träume sind eine schöne Sache und dann kommt der Fall auf den harten Boden der Realität. Also bitte von den Träumen verabschieden, die Realität akzeptieren und die "Träume" als kleinschrittige Ziele formulieren.

    ...

    Ich denke sie war von Anfang an ein eher schwieriger Fall, deswegen habe ich auch ab der 3. Woche, wo sie bei uns war, eine Hundetrainerin hinzugezogen. Die Trainerin steht mir auch tatkräftig zur Seite, aber ich würde dennoch gerne eure Meinung/Tipps einholen.

    Bitte einen Welpen/Junghund nicht gleich als "schwierigen" Fall kategorisieren. Nach Deinen Schilderungen sehe ich einen aufgeschlossenen und lebendigen jungen Hund voller Bewegungs- und Entdeckungsdrang.

    ...

    Es war von Anfang an so, dass sie viel geschnappt hat und Zähne gefletscht und geknurrt hat. Deswegen habe ich auch so früh einen Hundetrainer dazu geholt.. das sah für mich einfach nicht mehr nach einem normalen Spielverhalten von einem Welpen aus. Laut Trainerin ist es ihre Art Frust auszudrücken. Ich muss sagen, dass sie uns noch nie ernsthaft gebissen hat.. also sie beißt nicht fest zu. Es ist eben einfach dieses irrsinnig viele schnappen, in Hosenbeine, Füße, Hände, etc. beißen und das Zähne fletschen (wir nennen es "das hässliche Gesicht machen" :P).

    Zähne fletschen, knurren und "das hässliche Gesicht"..... Ich kann die Situation nicht genau beurteilen. Sehe hier aber eher das "ausprobieren" und Verhaltensweisen, die für einen jungen Hund zum Verhaltensrepertoire gehören. Und das ist nicht immer nur nett.

    ...

    Ich würde meinen Mann und mich eigentlich schon als konsequent sehen,

    Eigentlich? Das hört sich für mich nach einem Nein an.

    ... In die Stadt oder Restaurant ca 1-2 Mal die Woche.

    Geht es dort um ein spezielles Training für den Hund oder kommt sie einfach bei Euren Aktivitäten mit

    ...

    Es ist einfach so frustrierend.. man macht und tut so so viel für den Hund aber nichts scheint zu fruchten :( Ich will einfach nicht immer von meinem Hund attackiert werden. Was will sie mir denn damit sagen?

    Das Du bitte eine Balance zwischen ihren und Euren Bedürfnissen findet.

    Beim Lesen der posts habe ich die Einstellung gewonnen, dass das von Dir generierte "Traumbild" so nichts mit dem Hund zu tun hast, der jetzt Euer Leben teilt. Wenn dieses Bild realisiert werden soll, dann ist es jetzt an der Zeit, die Einstellung zum Hund zu ändern. Das von Dir als "hässlich" titulierte Gesicht zeigt eben einfach nur eine Facette des Verhaltens. Euer Hund ist völlig normal und nicht besonders schwierig. Er will Euch auch nicht bewusst ärgern. Ein Hund und gerade ein junger Hund braucht Leitplanken zur Orientierung und eine klare Kommunikation sowohl verbal als auch nonverbal. Setzt du z.B viel Deine Hände ein? Dann gibt es ungewollt und unbewusst Bewegungsreize, die ein junger Hund gerne annimmt. Zergeln ist hier willkommen. Unerwünschtes Verhalten wird bei uns konsequent und deutlich unterbrochen, erwünschtes Verhalten bestätigt. Das muss kein Leckerli sein. Ein Traum von einem Hund bedeutet meistens viel Zeit und Arbeit. Es wird auch immer wieder Rückschritte geben. Deshalb finde ich es so wichtig, sich auch immer wieder die tollen und guten und lustigen Momente deutlich zu machen.

    Ich wünsche Euch für die Zukunft alles gute!

    ...

    Hundehilfe Mariechen hat viele Segugios - könnte ich mir bei dir auch vorstellen wenn der Hund nicht zu unsicher ist. Die brauchen aber oft einen gesicherten Auslauf (Garten) weil unter Umständen nicht freilauftauglich. Aber unfassbar menschenbezogen und bisschen feiner als der Vizsla. Halt kein Vorsteher und deshalb draussen selbstständiger. Bei denen gibts auch oft kleinere Exemplare. Einfach die Umweltsicherheit ist nicht immer so easy wenn die irgendwo ausgesetzt wurden in der Pampa. Bretone wäre auch ne Idee, finde ich auch.

    Wie sähe es mit einem Beagle aus? Selbstständiger, aber dafür oft robuster mental. Und ebenfalls meist verträglich als Meutehund.

    Die Beagles und Segugi, die ich kenne, sind absolut menschen- und hundefreundlich und durch die Bank kaum zu beeindrucken. ABER: Ich kenne nur ganz, ganz wenige Beagle, die wirklich frei laufen können. Von den Segugi nicht einen.... Es sind eben eigenständig jagende Hunde ohne Führerbezug. Territorialverhalten ist ihnen fremd. Das bedeutet eben auch, dass es für sie kaum Grenzen gibt. Sie haben zwei Ohren, denn eines ist für rein und das andere für raus. Als Meutehunde kennen sie es auch, dass mitgemacht wird, wenn ein anderer Hund laut wird. Segugi werden als Jagdgebrauchshunde gezüchtet und entsprechend ist das Verhalten.

    Einmal auf der Spur sind beide nicht zu halten.

    Wenn würde ich eher einen Beagle hier sehen. Wie sich allerdings bei der Fresssucht eines Beagles die Figur entwickelt bei vielen Personen,.......

    Eine unserer Hündinnen war auch eine Rüdin. Alles angepinkelt und Hinterbein hoch. Ich habe mir ehrlich gesagt nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Das war eben unsere Püppi. Sie war, genau wie Pommes (rot-weißer Beagle) ein ehemaliger Laborbeagle und so absolut atypisch Beagle. Pommes fand es richtig gut, wenn er bei Seminaren für Tierärzte untersucht wurde. So wollte nach diversen Einheiten Ultraschalluntersuchungen am Bauch nicht aufstehen, sondern sich lieber weiter kraulen lassen. Püppi und er haben beim Trailen den passiven Widerstand gnadenlos durchgezogen. Dafür waren sie, genau wie Deine Hündin, absolut pflegeleicht im täglichen Umgang. Nett, umgänglich, freundlich zu allem und jedem.

    Es kann aber auch sein, dass Deine Hündin erst nach einiger Zeit (aus Erfahrung mit den Laborhunden um die sechs Monate) ihr gesamtes Verhaltensspektrum auspackt. Also bis dahin: etwas üben und ganz viel genießen!