Gestern war ein sehr ruhiger Abend für mich und da habe ich Berkels "Der Apfelbaum" fertig gelesen.
Das lässt mich etwas gespalten zurück. Mir sind oft Bücher zu lang, zu "ausgewalzt", Inhalte wiederholen sich- hier war es genau andersherum.
Das Buch ist zu kurz für all den Inhalt, diese vielen Personen und ihre zum Teil abenteuerlichen, aufregenden und tragischen Lebenswege.
Eine groß angelegte (und auf Tatsachen beruhende) Familiengeschichte, die des Autors nämlich.
Kriegswirren, Vertreibung, Exil.
Er will es alles erzählen, jedes Detail, jede Wendung und jeder soll vorkommen und gewürdigt werden.
Das war mir zuviel, ich kam regelrecht ins Schleudern, aber vielleicht hats mich auch einfach momentan überfordert.
Sehr zu loben ist der Stil, die Sprache, ganz toll geschrieben, fast schon elegant. Von daher klare Empfehlung und auch thematisch, wenn man sich dem aussetzen will.
Zur Erholung nun Val McDermid, Rachgier- ich brauche jetzt etwas, was mich mit Spannung unterhält...und sonst nichts.
Ein Carol Jordan/Tony Hill- Krimi.
Schöne Feiertage!