Also: Wenn Du von mehreren Seiten hörst und auch glaubst, dass Du, so wie Du bist, dem Hund nicht genügst, dann wundert mich nicht, dass Du mit ihm nicht klarkommst. Würde ich in der Situation auch nicht. Das ist ja Frust pur. Und da Du tagsüber Hund und Kinder alleine betreust, wenn ich es richtig verstanden habe, ist wichtig, dass Du Dich mit ihm wohlfühlst.
Hunde verstehen kein Deutsch (oder Englisch, oder sonst eine gesprochene Sprache). Die haben auch die Theorien zu hündischem hierarchischem Zusammenleben aus menschlicher Sicht nicht gelesen (gottseidank). Hunde lernen Kommunikation mit dem Menschen über Mimik, Körpersprache, Geruch und Geräusche. Wenn Du einem Hund klar kommunizierst, was Du möchtest und fühlst, dann lernt er Dich kennen und lernt, Dich einzuschätzen. Und wenn Du Dich dabei als verlässlich und Sicherheit geben zeigt - und das kann ruhig etwas dauern - dann wir er auch Deiner Führung folgen.
Aber wie sollst Du auf dieser Ebene klar kommunizieren, wenn Du mit Dir selbst nicht im Reinen bist? Bzw. Dir Leute reinreden auf eine Art und Weise, die Dich verunsichert?
An Literaturempfehlung habe ich hier öfter mal das Buch „Hoffnung auf Freundschaft“ gesehen von Leuten, deren Meinung ich schätze. Da schau vielleicht mal rein. Und ansonsten schau Dir Deinen Hund und Dich an - ohne die Erwartung, dass da gleich die große Liebe und der rosa Regenbogen ist
Was könnt Ihr und was nicht? Was mögt Ihr und was nicht. Mit was könnt Ihr gute Laune und Spaß zusammen haben? Was teilt seine Körpersprache Dir mit, wie kannst Du über Deinen Körper Dich ihm mitteilen.
Dass Alles gut und harmonisch und ohne Abneigung ist - das hört sich ein bisserl nach dem oft zitierten Weltfrieden an (nicht bös gemeint
). Es ist ein sehr gutes Ziel, aber jetzt ist erstmal die Frage nach dem ersten Schritt da. Was ich machen würde:
Deinem Mann die Kinder anvertrauen. Hund, Geschirr, Schleppleine, Decke, gutes Buch und (falls bei Dir erlaubt) Picknickkorb schnappen und mit ihm in die Pampa fahren. Irgendwo gemütlich parken, ihn an der Schleppleine wuseln lassen und entspannen. Und ggf. mal eine Leckerei teilen. Keine Ranrufe, keine Kommandos, einfach mal Euch beide baumeln lassen. So ne halbe Stunde vielleicht.
Gucken, obs geklappt hat und dann den nächsten Schritt überlegen 
Wenn Du Dich dabei abee partout nicht entspannen könntest, dann ist das eher nix - aber vielleicht hast Du ja eigene Ideen dazu ?