Beiträge von Phonhaus

    Hier sieht es auch nicht sooo dolle aus. Ronja baut immer weiter ab. Mittlerweile tasten wir uns an den Gedanken heran, dass es doch eher Wochen sind, die sie uns noch begleitet, als Monate.


    Und ich hadere mit mir selbst. Am Liebsten würde ich sie einpacken, in die Tierklinik fahren, in Narkose legen und einmal von oben bis unten durchleuchten lassen. Um zu gucken, ob man nicht dich mit veränderter Medikamentengabe oder so irgendwas machen kann. Sie läuft hinten etwas staksig. Aber Röntgen und Physio sind erst ein paar Wochen her. Röntgen hat nichts ergeben, Physio über 4 Monate hat nichts gebracht.


    Auf der anderen Seite verschlechtert sich ihr Zustand nach Tierarztbesuchen drastisch und sie soll auch möglichst nicht mehr autofahren. Sie ist noch fröhlich und frisst gerne - und eine Narkose könnte ihr den Rest geben, bevor sie gehen will. Ich weiss es einfach nicht. Mein Mann ist dafür, es zu lassen.


    Und ich hoffe einfach, dass im Fall eines Falles unsere Tierärztin trotz Corona herkommen kann, um sie hier gehen zu lassen. Alles Andere könnte ich schlicht nicht ertragen.

    Hi nochmal :winken:


    hier kam ja schon ganz viel Input. Ich hätte da noch zwei Sachen:


    1. Andockend an spanielforlove


    Vergiss bei allen Anforderungen nicht, Dir auch selbst kleine Auszeiten zu gönnen. Vielleicht mit einem Schächtelchen Pralinen oder einem schönen Duftbad, dass ist nämlich echt nicht so ohne, was Du mit zwei kleineren Kindern + etwas schwierigerem Junghund zu stemmen hast. Da kann der Wunsch, allem gerecht zu werden, ganz schnell dafür sorgen, dass man sich selbst vergisst und nur noch an seine Aufgaben denkt. Aber gerade bei der Zusammenarbeit mit einem Hund hilft es enorm, wenn man gerade auch gut mit sich selbst in Kontakt ist und den Kopf nicht voll hat mit tausend anderen Sachen, die noch zu erledigen sind :smile:


    2. Und ich würde an Eurer Stelle trotzdem nochmal zum Tierarzt fahren und nochmal gezielt nach Sachen wie Krallenbettentzündung gucken lassen. Nur zur Sicherheit, bevor ihr mit der Umstellung des Alltags anfangt.

    Und von @Dackelbenny kam ja auch noch der Tipp, nach Proteingehalt im Futter zu gucken. Da kenne ich mich nicht so gut aus, aber vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.


    Training am Verhalten ist zeitaufwändig und dauert, da würde ich vorher die „einfacheren“ Möglichkeiten nochmal abklappern.

    Och, nicht streiten bitte.


    Leinenführigkeit ist, solange der Hund noch so überdreht ist wie im Eingangsthread bescheieben, erstmal eh nicht realistisch zu erwarten. Da würde ich erstmal einigermaßen entspanntes gemeinsames Spazierengehen anstreben.

    So ganz klar ist nicht geworden, warum der Hund so gestresst und überdreht ist. Zeigt er denn (außer Geschrei - und wie muss man sich das Geschrei vorstellen?) und dem Pfotenbeißen noch andere Symptome? Habt Ihr auch schon mal abklären lassen, ob das vielleicht körperliche Ursachen hat (Pfotenbeißen kann ja auch wegen Juckreiz oder Schmerz kommen)? Sorry, falls ichda was überlesen habe.

    Eine Ergänzung noch: Ich selbst bin kein Fan von Flexis, aber manche Leute kommen mit einer Flexi besser klar als mit einer Schleppleine. Da spricht auch überhaupt nichts dagegen, guck einfach, was Dir vom Handling her besser liegt. Eignet sich Beides, um dem Hund etwas mehr Freiraum bei gleichzeitiger Kontrolle zu bieten.

    Ich erwähne es deshalb, weil es oft einen Trend „gegen Flexis“ gibt. Wenn man gut damit umgehen kann, ist gegen eine Flexi überhaupt nichts einzuwenden.

    Also: Wenn Du von mehreren Seiten hörst und auch glaubst, dass Du, so wie Du bist, dem Hund nicht genügst, dann wundert mich nicht, dass Du mit ihm nicht klarkommst. Würde ich in der Situation auch nicht. Das ist ja Frust pur. Und da Du tagsüber Hund und Kinder alleine betreust, wenn ich es richtig verstanden habe, ist wichtig, dass Du Dich mit ihm wohlfühlst.


    Hunde verstehen kein Deutsch (oder Englisch, oder sonst eine gesprochene Sprache). Die haben auch die Theorien zu hündischem hierarchischem Zusammenleben aus menschlicher Sicht nicht gelesen (gottseidank). Hunde lernen Kommunikation mit dem Menschen über Mimik, Körpersprache, Geruch und Geräusche. Wenn Du einem Hund klar kommunizierst, was Du möchtest und fühlst, dann lernt er Dich kennen und lernt, Dich einzuschätzen. Und wenn Du Dich dabei als verlässlich und Sicherheit geben zeigt - und das kann ruhig etwas dauern - dann wir er auch Deiner Führung folgen.


    Aber wie sollst Du auf dieser Ebene klar kommunizieren, wenn Du mit Dir selbst nicht im Reinen bist? Bzw. Dir Leute reinreden auf eine Art und Weise, die Dich verunsichert?

    An Literaturempfehlung habe ich hier öfter mal das Buch „Hoffnung auf Freundschaft“ gesehen von Leuten, deren Meinung ich schätze. Da schau vielleicht mal rein. Und ansonsten schau Dir Deinen Hund und Dich an - ohne die Erwartung, dass da gleich die große Liebe und der rosa Regenbogen ist :smile: Was könnt Ihr und was nicht? Was mögt Ihr und was nicht. Mit was könnt Ihr gute Laune und Spaß zusammen haben? Was teilt seine Körpersprache Dir mit, wie kannst Du über Deinen Körper Dich ihm mitteilen.


    Dass Alles gut und harmonisch und ohne Abneigung ist - das hört sich ein bisserl nach dem oft zitierten Weltfrieden an (nicht bös gemeint :bussi:). Es ist ein sehr gutes Ziel, aber jetzt ist erstmal die Frage nach dem ersten Schritt da. Was ich machen würde:


    Deinem Mann die Kinder anvertrauen. Hund, Geschirr, Schleppleine, Decke, gutes Buch und (falls bei Dir erlaubt) Picknickkorb schnappen und mit ihm in die Pampa fahren. Irgendwo gemütlich parken, ihn an der Schleppleine wuseln lassen und entspannen. Und ggf. mal eine Leckerei teilen. Keine Ranrufe, keine Kommandos, einfach mal Euch beide baumeln lassen. So ne halbe Stunde vielleicht.


    Gucken, obs geklappt hat und dann den nächsten Schritt überlegen :smile:


    Wenn Du Dich dabei abee partout nicht entspannen könntest, dann ist das eher nix - aber vielleicht hast Du ja eigene Ideen dazu ?

    Easypeasy

    :smile: Das hört sich doch gut an. Wobei: So ganz ohne negative Gefühle ist ein sehr ambitionierter Anspruch. Die haben ja schon auch ihre Berechtigung. Und sie nur wegzuschieben oder sich mies zu fühlen, weil sie auftauchen, macht ja auch nicht glücklich.


    Gibt es etwas, was Dir an und mit Eurem Hund richtig Spaß macht?