Oh ja - die Kindertotenlieder. Dann am Besten noch die vertonte Version, bei Kerzenlicht - und alle scharfen Gegenstände außer Reichweite. Poesie der vertonten Version dann später von Leonard Cohen, für mich immer noch der Letzte der großen Barden.
Zu den Einflüssen:
Ich hab alles gelesen, was mir gedruckt untergekommen ist. Da der Gehalt an Jugendbüchern in den Pfarrbüchereien zackig ausgeschöpft war, habe ich mich noch vorpubertär durch die gesammelten Readers Digest, Pearl S. Buck, M. M. Kaye, Georgette Heyer (die mag ich auch heute noch) - und bis dahin wars erlaubt - und dann verbotenerweise durch Konsalik, Harold Robbins, Henry Miller, Anais Nin, Charles Bukowski (Gott, fand ich den widerlich) meiner Eltern durchgearbeitet. Und da war schon irgendwann zu unterscheiden, ob etwas einfach nur Mist ist.
Zu meinen heutigen Lieben hat mich ein sehr belesener angeheirateter Großcousin gebracht, der stinkesauer war, dass meine Mutter mich nicht mehr gefördert hat. Mit Tolkien auf der Jugendbuchseite und eben Hesse und Mann. Und zuerst Hebel, dessen „Schatzkästlein des rheinischen Hausfreunds“ mich in einer kleinen gebundenen Version überall hinbegleitet hat. Und Gedichten. Darüber auch zu Goethe (sehr geschätzt) und Schiller (nicht so sehr geschätzt). Und zu klassischen „Whodunit“-Krimis. Leider hab ich ihn viel zu selten gesehen.
Und als ich mit 14 eine Sondererlaubnis für die Oberstufenbücherei bekommen habe, habe ich mich quer durch die deutsche Literatur bis etwa 1955 gelesen. Brontë und Austen kamen erst danach
Ein sehr engagierter Deutschlehrer hat mich dabei unterstützt. Und bei diesen Lieben vermittelt von zwei tollen Menschen ist es auch geblieben. Es gab zu dieser Zeit nicht so viele Menschen, die sich mit mir beschäftigt haben, so dass deren Einfluss umso prägender war.
Und im Studium dann Benjamin
. Adorno, Freud, Foucault, Barthes, Levinas, Deleuze, Levi-Strauss, Lacan... Die sind mir geblieben.
Exot war ich auch mit meiner Leserei. Und nicht nur damit 