Beiträge von Phonhaus

    Ich hab hier auch schon zweimal einen freiwildernden laufenden Hund zu Fuß verhaftet und dem Besitzer wieder zugeführt |) Allerdings zu Fuß und ohne Tracker und sichtbare Kennzeichnung und mit dankbaren Besitzern. Und einen verletzten im Dorf stromernden Hund haben wir vor etlichen Jahren erst zum Tierarzt und dann ins Tierheim gebracht. Mit sehr undankbarem Besitzer, der auch nicht so glücklich war, weil er die Verletzungen erklären musste.

    Und bei zwei Jagdhunden (anderthalb Tage nach der Jagd unterwegs) konnte ich dank Rufnummer auf dem Halsband den Besitzer alarmieren. Hätte sich dessen Frau (nach längerer Diskussion übrigens) nicht bereit gefunden, die vorm Pausenklingeln vom Schulhof unserer örtlichen Grundschule zu führen, dann hätte ich das getan. Kommt, denke ich, immer drauf an, wie der Sachverhalt gelegen ist.

    Ich wäre aber bei keiner der Begegnungen auf die Idee gekommen, mit dem Hund nicht den kürzesten Weg (mit Umweg Tierarzt, wenn nötig) zur verantwortlichen Stelle für Fundtiere anzusteuern, muss ich sagen. Kann sein, dass das nur unbedacht und nicht böswillig war, das muss die Polizei herausfinden.

    Vertreter des CC kenne ich nur wenige und eher flüchtig, bis auf Einen sind die übrigens alle Wachhunde. Aber ich durfte einen Wurf der (jedenfalls laut Züchter) doch recht ähnlichen Rasse Presa Canario lange miterleben.

    Freunde von uns hatten die „krasse“ Hündin aus dem Wurf, das hat sich aber recht schlagartig mit zwei Jahren erst gezeigt. Die Hündin war bestens geprägt, von klein auf in Kontakt mit anderen Hunden, fremden Menschen, gut in Ausbildung (da Liste Kat. 2). Von Beginn an in einer guten Hundeschule. Bei sehr sehr erfahrenen Haltern. Und hat irgendwann beschlossen, dass fremde Hündinnen völlig unnötig auf der Welt sind (samt Bereitschaft, da Abhilfe zu schaffen), mit fremden Rüden zumindest einmal der Boden poliert werden sollte, bis man entscheidet, ob die ok sind und fremde Menschen am Besitzer nichts verloren haben. Übrigens keine Spur unsicher, sondern sehr, sehr selbstbewusst.

    Eine tolle Hündin mit einer Wahnsinnsausstrahlung. Aber nur unter zeitlebens engmaschiger Führung, permanent kontrolliert. Wenn die Halterin beim Laufen mal entspannen wollte, war die Hündin nicht dabei. Auch nicht, wenns ihr schlecht ging. Und zumindest einen Beißvorfall mit Hund gabs leider doch.

    Im gleichen Wurf waren auch nette recht unkomplizierte Exemplare, sogar ein richtiges Blümchen. Aber bei dieser Hündin kam der ursprüngliche Sinn und Zweck der Rasse halt voll durch. Damit muss man halt immer rechnen. Und das heißt nicht, dass der Hund böse oder eine Bestie ist. Er tut das, für was er einmal gemacht wurde.

    Deshalb schreiben hier so viele, dass man das (im Extremfall) einfach wollen sollte. Denn es ist schon anstrengend und kostet Kraft, unentwegt den Daumen drauf zu haben. Hat aber eben auch seinen ganz eigenen und speziellen Reiz, eine solche Persönlichkeit zu führen. Mir wäre es auf Dauer zu anstrengend. Vor 20 Jahren vielleicht mal, aber heute nicht mehr.

    Ich pack den Rest in den Kühlschrank und wärme ihn später auf. Aber dann mit viel mehr Flüssigkeit, am besten eine Dose Pizzatomaten, sonst brennt es an.

    Der mitgelieferte Parmesan ist wirklich immer furchtbar, bei mir gib's auch nur zugekauften dazu. :roll:

    Dagmar & Cara

    Es gibt in der Packung gar keinen mehr.

    Und Mann - der fastet gerade und war schon sauer, als er auf den halbvollen Teller Pasta geguckt hat - möchte den Rest morgen zum Frühstück. Problem gelöst.

    Lohnt sich doch immer, haarige Resteverwerter zu haben :D

    Aus aktuellem Anlass: Bei einem prophylaktischem geriatrischen Blutbild wurden bei Ronja (15 Jahre 2 Monate) leicht erhöhte Bauchspeicheldrüsenwerte und leicht aus dem Normbereich fallende Nierenwerte festgestellt. Das Blutbild selbst liegt mir noch nicht vor. Am Verhalten merkt man noch nichts groß. Eine Gewichtszunahme konnten wir verzeichnen.

    Empfehlung der Tierärztin ist Nierendiätfutter, das haben wir schon da. Für die Bauchspeicheldrüse würde sie noch nichts machen, dazu ist der Wert zu leicht abweichend. Kontrollempfehlung in 3 Monaten, falls das Befinden gut bleibt.

    3 Monate halten meine Nerven nicht aus. Aber wir sind wegen Gebisskontrolle eh spätestens in 4 Wochen wieder da. Mit der Annahme des Nierenfutters haben wir gsd. keine Probleme, sie frisst alles. Gibt es etwas, auf das ich speziell achten soll?

    Wir hatten in einer örtlichen Tierschutzgruppe - ist schon ein Weilchen her - ein Giftköderwarnsystem. Dabei hat sich allerdings herausgestellt, dass über 95% der gemeldeten Funde den Tierärzten, die das „vergiftete“ Tier behandelt haben sollen, nicht bekannt waren. Noch irgendwelche Vergiftungsfälle, die auf gefundene Köder zurück zu führen waren. Deshalb finde ich es da sehr schwierig allgemeingültige Aussagen zu treffen und auszufiltern, was be den Meldungen verdrängter Eigenfehler, Suche nach Erklärungen für plötzliche Erkrankung und Klatsch ist. Persönlich bekannt ist mir kein einziger Fall eines Giftköders und ein einziger Fall eines nachgewiesenen Hundediebstahls. Aus 41 Jahren familiärer Hundehaltung. Ich lebe aber auch sehr, sehr dörflich. Und binde meine Hunde beim Bäcker, Metzger oder Obstladen bedenkenlos an. Früher auch beim Supermarkt, aber das würde ich heute nicht mehr tun. Impfpflicht und Arbeitsrecht: Impfzwang, Abmahnung, Belohnung?, was verd

    Soo - das letzte Buch für die Vielleser Challenge steht bevor. Ich aktualisiere mal:

    39. Lies ein Buch mit einer lokalen Präposition im Titel

    S. S. van Dine - Tod im Kasino. Den Autor und seinen Ermittler Philo Vance (angelehnt an Holmes) habe ich über die von mir sehr geliebte Dumont Kriminalbibliothek kennengelernt. Dieses Buch ist aber eher mittelmäßige Krimimassenware aus der Rubrik Detektivroman. War in Ordnung, aber auch nicht mehr.

    40. Lies ein Buch, dessen Autor/en ein Pseudonym verwendet/verwenden

    George Eliot - Silas Marner. Ein Klassiker des (kritischen) Gesellschaftsromans. Eher vergleichbar mit Dickens als mit Austen. Eine einfache Geschichte, streng erzählt, mit tiefen psychologischen Einsichten ins Geschehen ihrer Zeit. Mary Ann Evans, geb. 1818, gilt heute zu Recht als eine der wichtigsten Autorinnen ihrer Zeit. Middlemarch ist das bedeutendste Werk.

    41. Lies ein Buch in Originalsprache

    Hier habe ich eine Verserzählung und ein Buch - weil mir die Verserzählung dann doch etwas zu dünn geraten ist:

    Samuel Taylor Coleridge - Rime of the ancient mariner. Eine wunderbar gedichtete Geistererzählung, unbedingt lesenswert. Für Kindle erhältlich in einer schönen Ausgabe mit Illustrationen von Gustave Dore.

    Laurie R. King - O Jerusalem. Laurie R. King hat eine Reihe von Holmes Pastiches verfasst, von der leider nur Wenige ins Deutsche übersetzt wurden. Für Holmes Fans ein guter Lesetipp, auch wenn der Gedanke an einen später heiratenden H9lmes dem ein oder anderem Aficionado vermutlich zur Weißglut bringt :lol:

    42. Lies ein Buch, in dem der Protagonist freiwillig eine Reise, einen Urlaub oder einen Roadtrip macht

    Alexey Pehov - Der Gebannte. Düster angehauchte Fantasy aus Russland. Der Held erhält einen magischen Makel, muss fliehen und begibt sich mit zwei anderen magisch Begabten auf eine Reise. Fans des Genres können meiner Meinung nach bei Pehov bedenkenlos zugreifen.

    43. Lies ein Buch mit einem skurrilen oder außergewöhnlichen Titel (das liegt in deinem Ermessen)

    Ilona Jerger - Und Marx stand still in Darwins Garten. Eins meiner Challengehighlights. Die Autorin schildert das Altern der beiden Zeitgenossen, die zu der Zeit nicht weit voneinander entfernt in Kent gelebt haben. Aus der Sicht eines fiktiven Arztes (Beeinflusst von Samuel Hahnemann), der die Beiden betreut hat.

    Höhepunkt des Buchs ist eine fiktive Begegnung der Beiden und die Frage, was sich diese beiden Revolutionäre in ihrem jeweiligen Bereich wohl zu sagen gehabt hätten. Marx, der zornige Revolutionär, der mit seinem Konzept die idealistische Philosophie seiner Zeit vom Kopf auf die Füße stellen wollte und die modernen Gesellschaftswissenschaften mit ermöglicht hat. Mit Einsichten in das Geprägtsein des Menschen durch seine Lebensverhältnisse, noch bevor die Psychoanalyse dazu das genauere Rüstzeug an die Hand gegeben hat.

    Darwin, der ungewollt Gott von seinem Thron als Schöpfer des Menschen nach seinem Ebenbild gestoßen hat und damit die modernen Naturwissenschaften maßgeblich geprägt hat. Der mit seinem Werk aber auch einer problematischen Denkweise Nährboden gegeben hat, deren hässlichen Extremform man später den Namen „Sozialdarwinismus“ gegeben hat. Gleichzeitig eine kluge Analyse der Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten, der Brüche im Leben und im Wollen, der gewollten und ungewollten ideologischen Voraussetzungen.

    Das Buch hinterlässt eine ganze Reihe hochinteressanter Fragen zu Natur- und Gesellschaftswissenschaften, mit denen sich zu beschäftigen auch heute lohnt. Und für den kleinen boshaften Kniff, Hahnemann hier auch noch mit in die Gleichung zu werfen, liebe ich die Autorin :lol:

    44. Lies ein Buch, dessen Titel aus vier Wörtern besteht

    Giorgio Agamben - Die Macht des Denkens. Eine Sammlung von Essays zu Denken und Sprache und Autoren, die sich mit Beidem beschäftigt haben, über Aristoteles, Heidegger zu Benjamin. Unbedingt lohnenswert, wenn man Interesse an Sprachphilosophie hat.

    45. Lies einen Roman, in dem ein Hobby oder ein Interesse von dir eine Rolle spielt

    Ernst-Wilhelm Händler - Welt aus Glas. Zähe Lektüre mit fürchterlich unsympathischen Protagonist*innen in einer kalten, entfremdeten Welt aus Geld, Sex, Macht, Glas und Schein. Auch die schönen liebevollen Beschreibungen von Glaskunst aus Italien, Frankreich und Amerika und der durchaus nicht unberechtige kapitalismuskritische Ansatz machen die Lektüre nicht genussvoller.

    46. Autoren entdecken V: Frauenpower! – Jane Austen, Juli Zeh, Mary Higgins Clark, Virginia Woolf, Katherine Webb, Karin Slaughter, Isabel Allende, Enid Blyton

    Katherine Webb - Das fremde Mädchen. Nicht mein Genre, aber gut und süffig erzählt. Wer historisch angehauchte Romane und Familiengeschichten mag, kann bei dieser Autorin gut zugreifen. Außer Juli Zeh (die ich nicht mag) die einzige der o. g. Autorinnen, von der ich noch nichts gelesen hatte.

    Zum Endspurt in der Kategorie 47 liegt noch „Nichts weniger als ein Wunder“ von Markus Zusak vor mir.