Beiträge von Lalaland

    Das meiste davon kann er wunderbar. Im Auto (er ist in einer Box im Kofferraum, muss er sitzen bleiben wenn die Tür aufgeht und er darf erst rausspringen, wenn er ruhig ist und Blickkontakt mit mir aufgebaut hat.
    Vor dem Spaziergang muss er warten bis ich mich angezogen habe, die Wohnungstür geöffnet habe und ihm das Zeichen gebe mitzukommen (gleiches gilt für Fahrtstuhl und Haustür). Einzig bei Hunden ist es -je nach Hund- deutlich schwieriger. Je nach Tagesform geht er dann schonmal in die Leine oder weint. Das wird dann natürlich nicht belohnt.

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei.

    Ich meine nicht, dass der Hund gespannt wie ein Flitzebogen auf deine Freigabe wartet. Sondern dass er entspannt ist und locker.

    PS: meine braucht zB kein Kommando, wenn wir uns fertig machen. Die wartet, bis ich sie anleine und geht auch -ohne Kommando - ruhig mit mir die Tür raus. Das musste ich ihr beibringen, dieses „sich zurücknehmen“. Das ist aber was ganz anderes, als einen aufgeregten Hund bis zuf Freigabe im Kommando zu halten. Entspannung ist das Stichwort.

    Und gleiches gilt dann fürs Training.

    Ich war da wohl etwas naiv… Ich dachte nicht, dass das so ein Problem wird, wenn jemand Zuhause ist und nach ihm schaut. Ich hatte so eine Trennungsangst in dem Ausmaß noch nie bei einem Hund.

    Ich hab hier das gleiche Problem, nur mit einem erwachsenen Hund. Mein Mann konnte anfangs nicht aufs Klo, da hat die die Bude abgerissen. Inzwischen wird es besser, wir wackeln und rein und probieren rum. Haben den Vorteil, dass wir beide überwiegend von zu Hause arbeiten und das langsam aufbauen.

    Was hier hilft ist körperliche Nähe von mir: Hund zu mir auf die Couch oder im Körbchen zu meinen Füßen. Und begrenzen: mit Gitter einschränken oder Fuß auf die Leine, damit sie sich nicht durch Rennen hochschaukelt. Außerdem arbeiten wir viel mit Türgitter und üben täglich x-mal, dass mein Mann ihr dann halt das Gitter vor der Nase zumacht, wenn sie ihm nach will. Das geht besser als geschlossene Türen. Auch hilfreich ist es, wenn wir vorher ne große Runde Gassi waren, nur nicht unmittelbar vorher sondern so, dass sie wieder ruhiger werden konnte.

    Aber ich weiß wie sehr das an die Nerven geht und verstehe das Leid deiner Eltern. Ihr müsst halt dranbleiben. Empfehlen kann ich das Buch „Entspannt allein“ aus dem Kosmos Verlag. Und mir wurde das Webinar „Dont leave me alone“ von Nadine Matthews empfohlen, hab ich selber noch nicht getestet.

    PS: Das erste was wir geübt haben, waren feste Ruheplätze auf denen sie auch liegen muss, wenn mein Mann zu Hause ist. Sie muss dann zB in die Kudde, obwohl wir auf der Couch 3m weiter sitzen. Und sie darf nur ab und zu rauf. Ich glaube es ist einfach wichtig, dass du dich abgrenzt, gerade wenn du zu Hause bist. So das richtige Maß zwischen Zuwendung und Abgrenzung zu finden ist bei diesen Pattexhunden echt schwer.

    Hier sitzt auch so ein Vollgas-Hund. :winken:

    Es ist echt schwer, mit ihr zu arbeiten, wenn sie hochdreht. Ich hab lange gebraucht, um sie zum konzentrierten arbeiten zu bekommen. Finde 2 Jahre halt echt sau spät, um da den Fuß in die Tür zu bekommen.

    Wenn Fine hochspult - zB beim Clickern, Physio usw - bleib ich ruhig, sage unser Kommando für „falsch“ und warte einen Moment. Erst, wenn sie die Übung halbwegs gesittet macht, gibts ne Belohnung.

    Aber das wird echt Arbeit bei euch.

    Ich würde halt im Alltag extrem darauf achten, dass er ALLES ruhig macht. Aus dem Auto erst, wenn er sich beruhigt hat. Zum Hundekumpel erst, wenn er ruhig sitzt. Durch die Haustür erst, wenn er sich entspannt.

    Sie muss noch ein wenig reinwachsen in das Geschirr.

    Sorry, ich muss da einfach was sagen. Ich finde das Geschirr sitzt überhaupt nicht gut. Ich empfehle euch eins, dass man verstellen kann um es besser an den Hund anzupassen.

    Ein zu großes Geschirr ist ein Sicherheitsrisko (rausrutschen) und auch nicht gerade gesund (kann zB Die Schulter blockieren oder in die Weichteile rutschen.

    Diejenigen bei denen die Kombi gescheitert ist und der Hund wieder abgegeben wurde, die erzählen ihre Story hier in der Regel nicht.

    Stimmt ein Stück weit, niemand macht dafür einen Thread auf. Man kann aber in den Teilzeit-Thread schauen und mit den Leuten dort plaudern. Einige haben bewusst wegen der Hunde reduziert und da findet man dann auch viele Gründe, keinen Hund mit Vollzeitjob alleine zu nehmen.

    Ich finde es halt unmöglich, aber es muss alles drumrum stimmen (Hund muss das können, man selber muss das wollen) und man braucht einen Plan B. Meine Hündin war vor ein paar Wochen krank, musste ein paar Tage beaufsichtigt werden und brauchte mehrfach am Tag Medikamente und kleine Mengen Futter. Das muss man irgendwie organisieren.

    Und ehrlich? Ich persönlich würde mir nicht bewusst einen Hund anschaffen, wenn ich alleine lebend und Vollzeit berufstätig wär. Mir wär das zu viel, ich bin sehr happy mit meiner Teilzeitstelle und froh, dass ich einen Partner hab, der mal ne Löserunde übernimmt oder auf die Hunde aufpassen kann. Es gibt hier aber auch User, die alles alleine gewuppt bekommen. Ist ein Stück weit Typsache.

    Aber größtenteils läuft sie halt wie so eine Irre hin und her und geht auch ihrem Jagdtrieb nach (so gut das an einer Leine halt geht)

    Ich würde da ansetzen. Also den Stress aus den Gassirunden nehmen, indem du das regulierst. Ich hab hier auch so ein Exemplar, wenn ich die beim Gassi an der Schlepp einfach machen lasse, dann steigert die sich rein.

    Schnüffeln ist hier erlaubt, flitzen auch - aber sobald sie sich reinsteigert, nehm ich die Leine kurz und halte sie bei mir, bis sie wieder klar im Kopf ist.

    Vielleicht hilft die das Buch „Jagdverhalten“ von Anja Fiedler.

    Mir wäre auch nicht wichtig, dass sie z.B. an jedem Hund einfach desinteressiert vorbei geht.

    sollen sie sich halt kurz beschnuppern und sich "austauschen". Sie fängt halt sofort an zu ziehen, sobald sie einen Hund sieht, will immer hin und wenn wir ganz nah sind, wird gebellt und geknurrt.

    Durch dieses Hallo sagen schaffst du aber eine Erwartungshaltung. Meiner Meinung nach bekommst du das nur in den Griff, wenn du sowas überhaupt nicht mehr zulässt. Das Ziel muss (!) sein, wirklich an jedem Hund „desinteressiert“ vorbei zu gehen. Fremde Hunde soll sie ja ignorieren. Würde da auf ein paar feste Sozialkontakte setzen, mit denen du dich regelmäßig triffst.

    Es gibt jetzt mehrere Möglichkeiten, da hin zu kommen. Manche Trainer schwören auf BAT, andere auf Click für Blick, der nächste löst es über Gehorsam… da müsste man aber den Hund live erleben und du musst testen, mit welcher Methode du dich wohl fühlst. Du brauchst einen Trainer, der mit dir arbeitet und eine Methode hat, die für dich und deinen Hund funktioniert.

    Du kannst bis dahin austesten, welches Management für euch klappt, um den Stress rauszunehmen. Ablenken mit Spielzeug, Locken mit Futter, Absitzen lassen, anderen Hunden ausweichen - es gibt viele Arten, den eigenen Hund an anderen vorbei zu lotsen, so lange der Trainingsstand ein bewusste vorbeigehen noch nicht hergibt.

    Aber Schritt 1 wär für mich: bekomm aus deinem Kopf raus, dass der Hund anderen hallo sagen muss, um glücklich zu sein. Sonst wirkst du nicht authentisch, wenn du sie davon abhältst, zu anderen hinzugehen, das merkt sie.