Beiträge von Vriff

    Ja man kann Hufschuhe 24/7 drauflassen. Aber für mich ist das nur eine Option in akuten Krankheitsfällen oder als Übergangslösung. Hufe "schwitzen" und Käsemauken sind auch nicht gesünder als Eisen. Mal von dauernass im Winter und der Gefahr von Scheurstellen abgesehen.

    Mir fällt gerade auf, eindeutig zu viel Erfahrung in Hufproblemen. Wer hat nochmal gesagt Pferde seien ein schönes Hobby.

    Noch eine Möglichkeit, wann treten die Probleme denn auf? Wenn Lebensboden und Nutzboden zu weit auseinanderliegen wird es immer schwierig. Hufe sind durchaus anpassungsfähig. Mein Pony hatte die besten Hufe als sie 30x am Tag über den Schotter am Koppeleingang marschiert ist, unter der Heuraufe gepflastert war, man sich in einer Matschkuhle suhlen konnte und auch sonst die Böden im Stall eher hart, aber unterschiedlich waren. Jetzt lebt sie auf den ersten Blick viel huffreundlicher auf Sand und schwups die Tendenz zu Platthufen ist da und der Abrieb auf Straße ist im Gegensatz zu früher deutlich sichtbar.

    Ich bin weder für noch gegen Eisen. Da spielt so viel rein, das Pferd, die Haltung, die Nutzung, die Bearbeitung, da mag ich Nichts in den Nebel raten.

    Für mich sind das Einzelfallentscheidungen und auch nicht für den Rest des Pferdelebens zementiert.

    Meine Vollblutstute lief auf allen Böden immer gebunden und klamm, die Lösung Trotters. Mit normalen Eisen lief sie genauso schlecht. Der Preis dafür waren Strahlprobleme.

    Meine Omi lief immer barhuf bis zu einer Fisur, danach ging nur noch Beschlag. Der Preis untergeschobene Trachten und immer schiefer werdende Hufe.

    Das Pony hat theoretisch die schlechteste Ausgangsbasis, aber mit sehr regelmäßiger Bearbeitung und Hufschuhen absolut unauffällig. Wird trotzdem bei akuten Hufschuhnerv beschlagen. 1x geht problemfrei, 2x hintereinander wird schon kritisch, da neigt sie zu furchtbaren Plattfüßen. Dafür ist umstellen nicht erwähnenswert, weil es wirklich ein reiner Abriebsschutz ist.

    Für mich gilt immer, Pferd muss im normalen Leben schmerzfrei und ohne Fühligkeit laufen können. Ansonsten gehört für mich sofort Hufschutz darunter.

    In einer perfekten Welt haben wir alle gute Bearbeiter, immer und überall. Die Realität schaut anders aus, also muss man einfach Vor- und Nachteile abwägen.

    Bei jungen Pferden bin ich immer für erstmal barhuf optimieren. Da sind hoffentlich noch keine Zipperlein und Schonhaltungen da und die Langzeitschäden fallen in einen Zeitraum, den das Pferd wahrscheinlich noch erlebt. Bei alten Pferden bin ich bei Problemen schnell mit beschlagen, weil er meist sofort Probleme kaschiert und bevor es an anderer Stelle zu Neuen kommt oder die Alten sich verschlimmern das Pferd schon tot. Da ist man auch nicht auf "gute" Schmiede angewiesen.

    Übrig bleibt der große Rest, bei dem man halt schauen muss.

    Jetzt mal ganz unabhängig vom Laufverhalten, Schuhe leiden auch unter Verschleiß. Ich finde Haltbarkeit in Jahren schwierig zu beurteilen. Habe mich mit regelmäßig Schuhe kaufen versöhnt, als ich mal konsequent mitgetrackt habe, wie viele Kilometer ich eigentlich so damit zurücklege. Jeden Tag, mal eben schnell, bei jedem Wetter waren zumindest bei mir Einige.

    Und ich trenne seitdem konsequenter nach Einsatzzweck und mache mir die Dämpfung der Laufschuhe nicht beim mit dem Hund an die Ecke gehen kaputt oder zerstöre die Gummistiefel, weil sie vorne stehen und ich doch eh nur eine kurze Runde gehen möchte.

    Aber bin ich die Einzige die die Probleme hat, dass die Sohlen immer kaputt gehen (also abgelaufen dadurch Löcher usw ) und innen an der Ferse alles aufgerubbelt wird? Das ist bisher bei jedem Schuh passiert. Bis auf die Dogwalker ging es bei allen anderen recht schnell.

    Wenn ich viel auf Asphalt oder wassergebundener Oberfläche laufe geht die Sohle kaputt. Wenn ich viel auf Sand laufe, löst sich gefühlt alles in seine Einzelteile auf. Wenn ich viel auf Waldboden laufe halten Schuhe deutlich länger. Mist und nasses langes Gras töten Schuhe am Schnellsten.

    Das Fersenproblem lässt sich bei mir theoretisch durch einen kleinen Keil im Schuh lösen. Habe Entenfüße und was vorne passt ist hinten zu breit. Praktisch geht der Rest vom Schuh schneller kaputt und ich ignoriere es.

    Zu flach sind oft, nicht immer, untergeschobene Trachten die eigentlich zu lang sind. Häufig ein typisches Problem von Beschlag. Falls das die Ursache sein sollte, würde es mit Beschlag schlimmer statt besser werden.

    Wie immer im Leben gibt es nicht die eine Lösung. Bevor ich beschlage würde ich da nochmal gründlich auf Ursachensuche gehen.

    Belohnungsleckerlis 0g. Also nicht, weil ich ein Problem damit habe, sondern weil ich immer vergesse sie einzustecken und wenn ich sie einstecke, vergesse ich, das ich ausnahmsweise welche habe. Am Ende gibt es dann alle auf einmal, was soll man auch sonst damit machen.

    (Dafür gibt es bei jeder sich bietenden Gelegenheit irgendwas. Möhrchen am Stall, Pizzarand, Handvoll Nudeln, usw. da bin ich sehr spendabel. Und Pfote winken hat er perfektioniert 99% seiner Freunde rücken dann Leckerlis raus, zählt als Training.)