Beiträge von Vriff

    aber das hat bei mir durchaus zu Meideverhalten geführt, so dass Gustaf regelmässig durchgekommen ist mit seinem "hinlegen".

    Warum der Border schreit wie am Spieß, wenn andere Menschen dabei sind und er Unrat fressen will... es aber nicht mal mehr probiert, wenn wir alleine sind.

    Ich habe ihn mit seinem Namen angesprochen ehrlicherweise mit gestresst, genervter Stimme.

    Hier hat sich da das Sicherheitsgeschirr bewährt. Nicht nett, aber bockiges, will nicht, ist auch nicht nett. Nach 2-3x war die Sache erledigt.

    Die Variante Fuß unter den Hund hat sie gekonnt ausgesessen.

    Du ziehst ihn dann am Geschirr hoch?

    Jain. Im Idealfall verhindere ich damit ein hinlegen können. Großer, schwerer Hund, der sehr gerne bevorzugt auf Kreuzungen sitzt und beobachtet.

    Ich trainiere ja gerne, aber es gibt so Momente in denen gibt es auch mal eine Schummellösung.

    Aber es braucht den zweiten Gurt, normale Geschirre zieht man nur in die Achseln.

    Ach ich bin da sehr flexibel.

    Am Stall gilt die 3 Sekunden Regel für runtergefallenes Essen und die Hände werden auch nicht vorher gewaschen.

    Nach Bahnfahrten wird sich direkt hinter der Haustür ausgezogen und ausnahmslos alles muss jetzt in die Wäsche und ich sofort duschen.

    Rational erklärbar ist das nicht.

    Ich glaube wir sind da gar nicht so weit auseinander SavoirVivre Mein flapsiges, ich fahre nur zum Kuchen essen ins Büro ist nämlich genau das. Austauschen über die Dinge, die so eben nie im System auftauchen.

    Deshalb sieht mein Chef das auch in keinster Weise negativ oder gar problematisch, auch wenn ich an solchen Tagen 0 produktiv arbeite.

    Bei mir ist das eine Psychomacke. Ich glaube außer meinem Chef weiß überhaupt niemand, was ich eigentlich arbeite und ich darf auch "private" Nebenbeiprojekte haben. Privat heißt in dem Falle Abschiedsfeier der Kollegin organisieren und ähnliches. Mich überwacht also absolut niemand und 50% der Zeit verbringe ich eh mit Recherche. Also hilft auch technische Überwachung nicht.

    Trotzdem fühle ich mich beobachtet. Geht mir aber im Cafe auch so :ka:

    Mein Problem ist, ich kann mich so nicht konzentrieren. Ich habe immer einen Radar an, kann ich auch nicht abschalten.

    Auch in der Bahn lesen zum Beispiel ist mir nur bei simpelsten Texten möglich, das dann in halber Geschwindigkeit und am Ende lese ich es in Ruhe nochmal.

    Da beneide ich jeden der das Ausblenden kann.

    Und im Büro habe ich dann noch so eine Grundanspannung dazu und fühle mich dauerhaft beobachtet. Ganz, ganz schlimm.

    Mich stört am Desk Sharing, dass ich das ganze Gerumpel schleppen, auf- und wieder abbauen muss. (Und die Wäsche, ich fahre Rad und wenn man wirklich alles immer transportieren muss und keinen Schrank hat in dem man ein paar Blusen und einen Pulli lagern kann, wird es ätzend.) Wenn ich das mache kann ich auch irgendwo hinfahren, wo es schön ist. Bzw. ich fahre inzwischen bewusst zum Kuchen essen und quatschen ins Büro. Ich bin nicht gestresst, habe kein schlechtes Gewissen, weil ich wenig zu Stande bringe und die Sozialkontakte sind gepflegt.

    Bin aber auch wirklich Mimimi was Arbeitsbedingungen angeht. Mausrad knarzt = unzumutbar. Kollege macht die Wasserflasche nicht richtig zu und es zischt dauerhaft = möchte ihn schütteln und ihm erklären, dass er sich schwer asozial verhält. Sonne blendet = geht gar nicht.

    Wenn ich mir das selbst aussuche und Kompromisse eingehe, alles kein Thema. Aber wenn ich muss :fluchen: