Ich bin für Herdenschutz, ich sehe nur in meiner Tierhalterbubble das man ohne vergrämen an eine Grenze stößt. Und da sind sehr bemühte Menschen dabei. Ich nehme eine deutliche Lebensqualitätsverschlechterung von Weidetieren in meinem Umfeld wahr zu Gunsten des Herdenschutzes.
Und wenn das schon bei Haustieren, die per se der Geldverbrennung dienen und für die auch kein Aufwand zu groß ist, so ist, dann hege ich keinerlei Hoffnung für Nutztiere.
Keine Außenweiden mehr, nur noch arrondierte Flächen, die zumindest hier selten und wenn sehr klein sind. Zum Teil reine Paddockhaltung, die dann aber winzig, weil sichere Zäune kaum erlaubt sind. Gern zusätzlich noch Nachts aufstallen und zumindest hier empfinde ich das als großes Problem, tagsüber ist der Insektendruck so hoch, da will niemand raus.
Opferschafe in direkter Nachbarschaft um Pferde zu schützen. Usw.
Und auch was ich im gewerblichen Bereich an Herdenschutzhunden sehe macht mich unglücklich. Die, die mit Herzblut dabei sind krauchen auf dem Zahnfleisch, weil es trotzdem Verluste gibt, weil sie zusätzlich mit x tausend Problemen belästigt werden. Geben also auf, obwohl das doch genau die Betriebe sind, die man sich wünscht. Und was wirtschaftlich pragmatisch rechnet, da werden die Hunde nur entwurmt, weil Schafe so empfindlich sind, Fellpflege braucht es nicht, wenn Wanderer sich beschweren kommen die Hunde halt tagsüber in den Zwinger oder außerhalb auch mal in den Viehwagen, die erste Generation kannte nicht mal Leine, aber die hat bei alt wenigstens der Tierarzt eingeschläfert, auch wenn 200€ ja echter Wucher sind, die zweite Generation ist besser händelbar, aber was damit machen bei Unbrauchbarkeit. Herzlichen Glückwunsch die nächsten Nutztiere die schlecht behandelt werden sind da. Aber man muss zugeben, das Konzept scheint zu funktionieren.