Ich bin ja auch in so einem, ich nenne es mal erweiterten Haushalt aufgewachsen, aber mit Straßenhunden hat das wenig gemein.
Jeder kennt jeden Hund, die Hunde waren Standorttreu und erzogen. Läufige Hündinnen blieben drin. Kein Publikumsverkehr.
Das ist cool, hätte ich auch gerne wieder. Wobei mein Großstadtfiffi hatte das auch in der Lightversion. Zu den Nachbarsgärten gab es Löcher und er war jederzeit überall willkommen. Aber weiter kam er dann aber nicht.
Die Aktuelle genießt dieses Privileg nicht, weil Wachtrieb. Geht nicht, meine Nachbarn haben Besuch und mir ist das Risiko, dass sie das nicht geregelt kriegen zu groß.
Aber dieses verklärte früher war das üblich angeht, nope. In meinem früher gab es bedeutend weniger Hunde. Begleithunde haben ein ähnliches Leben geführt wie heute, nur das sie häufiger zu Hause bleiben durften, wenn die Aktivität hundeuntauglich war. Dann gab es Hofhunde, wenn die nicht Hoftreu waren kamen sie an die Kette. Arbeitshunde lebten im Zwinger und kamen stundenweise unter Aufsicht raus oder eben zum arbeiten.
Liebeskranke Rüden an der Haustür läufiger Hündinnen kamen vor, wurden eingesammelt und danach zeitweise gesichert
mehr als zweimal pro Läufigkeit hatte man eigentlich nie den selben Hund im Garten streunen. Wenn überhaupt, ich kann mich da nicht an Riesenprobleme erinnern.
UPS Würfe waren sehr selten und wirklich dumm gelaufen. Die üblichen Mischlinge, gewollt. Genauso wie heute, nur das sie damals noch billig waren und keinen exotischen Namen trugen.