Beiträge von Fenjali

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    Meine Frage , was mache ich die Male die er in die Leine geht (meistens wenn er etwas zu schnüffeln bekommt). Aktuell bleibe ich stehen , er kommt dann meist zurück neben mich ich markere und Lobe.

    Ich würde stattdessen stehenbleiben bis er zurückkommt oder sich umschaut und dann wortlos weitergehen.

    Wenn ich einen Hund "retten" will, würde ich sagen: "Gebt mir das ärmste Würstchen, das ihr habt, ich lass mich überraschen." Da muss man dann eben auf alles vorbereitet sein und mit jeder möglichen Problematik zurechtkommen.

    Kann/will man das nicht, hat eigene Vorstellungen, wie der Hund sein soll, will man einen gesunden Hund, der einen optimalen Start hatte, geht man am besten zu einem seriösen Züchter. Erstrecht, wenn es um Welpen geht. Denn wie auch schon jemand erwähnt hat, soll es ja auch verdeckten Welpenhandel unter der Fahne des Tierschutzes geben.

    Nicht jeder Mensch muss einen Hund mit Baustellen nehmen. Sondern es muss eben passen. Und mal ehrlich den perfekten Hund gibt es nicht. Es gibt immer etwas an dem man arbeiten kann.

    Ich zum Beispiel nehme gerne Jagdhunde auf die richtig jagdlich sind, die nicht gut an der Leine gehen können und wo einfach spazieren gehen nicht einfach ist. Dafür nehme ich keine ängstlichen Hunde mit irgendeinem Aggressionspotential auf weil wir Kinder haben. Für mich sind es die perfekten Hunde, für andere eine Katastrophe.

    Es ist doch eine Sache des Blickwinkels.

    Und für ein gutes zusammenpassen, muss der Hund in das jeweilige Leben passen. Man kann vieles trainieren, aber nicht alles ist von allen auf Dauer leistbar.

    Ne, es geht mir auch gar nicht darum, dass jeder einen Hund mit Baustellen nehmen soll. Sondern dass durch solche Formate bei der unbedarften Allgemeinheit der Eindruck entsteht, dass Hunde perfekt sein müssen. Und das merkt man ja auch an dem Erwartungsdruck, der heutzutage auf Hunden lastet. Wie, der kann mit 8 Wochen noch nicht an der Leine laufen? Was stimmt denn da nicht? Bei Hundesektenguru Rütter "Die Welpen kommen" hat man doch welche gesehen, die das können.. Wie, der reagiert, wenn man ihn anschaut? Was hat das denn zu bedeuten? usw.

    Mal sehen, welche Ausmaße das noch annehmen wird. Am Ende sind wir auch im Hundebereich bei sektenähnlichen "Selbstoptimierungsseminaren", wo die Leute fünfstellige Summen rauswerfen, um sich coachen zu lassen. :fear:

    Und wo bleiben dann die Hunde, die in kein Leben perfekt reinpassen? Ich meine, wer würde denn sagen: "Ich wünsche mir einen Hund, der Jogger jagt und/oder ständig kläfft und/oder nicht alleine bleiben kann", etc.pp.

    Ich finde nicht, dass die Leute mit einem "perfekten Hund" bedient werden müssen, sondern dass sie gefälligst auch ein wenig Bereitschaft mitbringen sollten, mit Ecken und Kanten umzugehen, die so ein Lebewesen eben auch haben kann.

    Naja, dafür gibt es ja das Format "Die Unvermittelbaren"

    Ja, also entweder perfekt oder unvermittelbar.

    Ich finde Sendungen wie diese jedenfalls falsch, weil sie eben diesen Perfektionswahn bedienen. Dabei sagen viele Tierheime selber, dass 90 % ihrer Hunde keine unkomplizierten Familienhunde sind.

    Jeder Mensch kann heute so durchgeknallt sein wie er will, aber von Hunden wird verlangt, dass sie wie Maschinen funktionieren. Dieser Trend gefällt mir nicht.

    Wenn die trotzdem einen kompleten Chaoten aus dem Tierschutz nehmen, weil "kriegt man ja mit ein bisschen Training hin", sind das genau die Hunde, die dann wieder zurückgehen.

    Dann hat dieser Mensch eben genau die Einstellung "nur perfekt pflegeleicht oder gar nicht". Was wird dann aus dem Hund, wenn er durch eine Krankheit vielleicht nicht mehr so pflegeleicht ist? Oder irgendwann nicht mehr allein bleiben kann und nicht mehr ins Freizeitprogramm des "perfekten" Menschen passt?

    Wenn ich zb körperlich eingeschränkt bin, kann ich einen Hund der hinter jedem her will nicht brauchen 🤷,wieso darf man das nicht sagen?

    Das ist ja was anderes. Ich habe in der Sendung keinen gesehen, der körperlich eingeschränkt war. Und wenn, dann traue ich den Leuten auch zu, sich selbst was passendes zu suchen, dafür braucht es kein "Rütter-Team".

    Und wo bleiben dann die Hunde, die in kein Leben perfekt reinpassen? Ich meine, wer würde denn sagen: "Ich wünsche mir einen Hund, der Jogger jagt und/oder ständig kläfft und/oder nicht alleine bleiben kann", etc.pp.

    Ich finde nicht, dass die Leute mit einem "perfekten Hund" bedient werden müssen, sondern dass sie gefälligst auch ein wenig Bereitschaft mitbringen sollten, mit Ecken und Kanten umzugehen, die so ein Lebewesen eben auch haben kann.

    Mal davon abgesehen hat er noch keinen vollständigen Impfschutz (die in der 12. Woche fehlt noch).

    Deshalb habe ich in dem Alter Hundekontakte vermieden. Aber der Nachteil ist ja, dass sie gerade in dieser Zeit Sozialkontakte brauchen, um für später zu lernen.

    Auch will man ja eigentlich nicht, dass der ausgewachsene 25 kg Rüde zu jedem Hund an der Leine hin zieht.

    Macht meiner trotzdem. :hust: