Ich hatte es so verstanden:
1. Hunde können CEA affected sein (YY), also die Erkrankung haben. Bei einer milden Form erkennt man sie allerdings nur bei einer Untersuchung im Welpenalter.
2. Hunde können Träger sein (XY), dann sind sie klinisch gesund, können es aber vererben.
3. Hunde können frei von CEA sein (XX), dann sind sie gesund und können es auch nicht weitergeben.
Hat ein Welpe also keine Auffälligkeiten bei der Untersuchung im entsprechenden Zeitfenster, darf man davon ausgehen, dass er mindestens XY ist, evtl. sogar XX. Da aus zwei Elternteilen mit XY aber betroffene Welpen (YY) fallen können, sollte meiner Logik nach mindestens ein Elternteil genetisch getestet sein (und das andere natürlich im Welpenalter frei).
Fast. Auch genetisch betroffene (affected) Welpen können symptomfrei sein. Das ist übrigens eins der Argumente, mit dem sich viele Züchter die Zucht von CEA affected schön reden (die sind ja nicht aaaalle betroffen, nur weil der Gentest das sagt). Weitere Schmankerl dieser Art sind "Das heißt Anomalie nicht Erkrankung und ist deshalb üüüberhaupt nicht schlimm" und "Über 90% aller Collies sind CEA affected, wir können eh gar nichts dagegen machen" (eine Quelle dazu hätte ich ja gerne, zumindest beim KHC im VDH sollten 0 CEA affected fallen, sofern nicht aus Versehen der falsche Rüde deckt oder das Labor Mist baut)