Basset umprogramierung, bin ich auf dem richtigen Weg?

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  • Ich hab mich ja nicht hier angemeldet wenn ich keinen Grund hätte :headbash:
    Mein Mädel ist jetzt fast eineinhalb. Ein Basset. Hound.
    So. Sie kam zu mir, aus dem Ausland, sprach kein Wort deutsch. Da war sie 5 Monate alt. Und sie war auch noch mein erster Hund.
    Ratz fatz wusste sie was NEIN bedeutet. Dann Sitz, Platz, bleib, Kinderspiel, dachte ich. Bei der Hundeschule angemeldet. Im Prinzip war sie Welpe, weil wir ja das erste Mal da waren, also kam sie in den Welpenkurs. Das fand sie witzig. Alles was wir dort lernten konnte sie schon. Gott dachte ich in meiner naivität, das ist ja einfach.
    Wir hatten noch n Basset in der Nachbarschaft, und wir gingen mit ihm spielen, in den Wald, mein Hund hörte auch viel besser.
    Ich war selbstständig, schleppte sie ins Büro, oder auf die Baustelle, ging mit ihr raus, am Kanal, da waren auch immer Hunde.
    Alles gut. Sie war keine 10 Monate alt, da stellte sich ein "Paula komm!" - Paula ging ein. Also wieder intensives Leinen und gehorsamkeitstraining.
    Alles war irgendwann wieder gut. Ok, diskutieren war immer mal angesagt, aber in Restaurants wusste sie sich ebenso zu benehmen wie im Auto.
    Stubenreinheit war lange lange lange lange ein Thema, danach wars das "das passt mir nicht pinkeln", aber ich glaube nun haben wir das auch geklärt.
    Trennung von meinem Lebensgefährten, die beiden hatten eh ein gemischtes Verhältniss, ich zog Richtung Lübeck.
    BIs dahin muss ich sagen durfte sie selbstverständlich in meinem Bett schlafen, auf dem Sofa liegen und von meinem Käsebrot gab es auch immer etwas.
    Das habe ich zwischenzeitlich, also jetzt seit ca einem halben Jahr geändert.
    Irgendwann, ich weiß wirklich nicht wie es kam, hat sich glaub ich so eingeschlichen, konnte man mit ihr kein Meter mehr durch die stadt gehen. An der Leine laufen war wie ... ja ich weiß auch nicht... und sie tat all das wo sie wusste es war NEIN, nicht absichtlich eher... ach is ja nich so wild.
    Neulich war die Situation: Ich geh mit ihr in Garten, pinkeln, suche mien schlüssel,Hund weg. Da ich mich in einer beruhigten Strasse befinde bin ich nich gleich wuschig geworden, stehe aber wie ein Vollpfosten auf der Strasse. Irgendwann sehe ich diesen Nasenbären, wie er sich gerade in einem fremden Vorgarten verlustiert, rufe, dieses Tier guckt mich an, freut sich, ich "Paula komm" sie freut sich noch mehr und geht ihres Weges.
    ohhhhh-kay.....
    Alles klar.
    Also. Nun geht sie nicht mehr ohne Leine in den Garten.
    Sie hat Küchenverbot denn ein NEIN ist erloschen sobald ich das Zimmer verlasse.
    Ich übe mit ihr tag ein tag aus Leine laufen, geduldig, aber an der leine bin ich dennoch Luft.
    Sie bekommt größtenteils aus der Hand ihr fUtter, muss es sich verdienen und ich mach ne Menge konzentrationsspielchen, zerrspiele usw.
    Sie darf sich mir nicht nähern, ich komme zu ihr.
    Türen, ich erst usw.

    Bin ich auf dem richtigen Weg? Und hab ich, weil ich scheinbar viel falsch gemacht habe noch ne Chance einen "braven " Hund zu haben?
    Denn das ist wichtig, weil ich sonst den Spaß mit ihr verliere ^^

    Ach ja, ich habe mich wieder selbstständig gemacht, sie kommt auch bei meinem neuen Job überall mit hin.

    Mein Problemn ist auch, der Tisch ist nein, das weiß sie, was sie nicht davon abhält vor meinen augen hinzugehen und den Teller nudeln haben zu wollen...
    Danke,

  • Nur mal zum Verständniss für mich: Warum darf dein Hund sich dir nicht näher?
    Ich persönlich finde es sehr praktisch, dass meine 5 von sich aus den Kontakt zu mir suchen und nicht eigenständig durch die Gegend eiern und drauf warten, dass ich mich an ihnen orientiere :???:
    Handfütterung finde ich spitze, vorallem wenn man Blickkontakt und Folgeverhalten bestätigt.
    Was machste den für Nasenarbeit mit ihr? Ich finde ja man sollte, die genetische Veranlagung zum Fährten in geordnete Bahnen lenken. Sie ist halt nen kleines Nasetier ;)
    Und beschreib mal dein Schlappleinentraining. Wie baust du das auf und vorllem wie baust du die Schleppleine wieder ab?
    Wie schnell ist die Reaktion auf Appell? Arbeitest du nur über Abruf, oder auch über Distanzkontrolle (ob Down, Platz, Sitz oder Steh )

  • Hei,
    ich finde du bist auf dem richtigen Weg.
    Vielleicht erwartest du ein bißchen viel?
    Ich zB würde sagen, meiner ist prima erzogen, aber dass er mal die Ohren auf Durchzug schaltet, kommt vor, für gewöhnlich, wenn ich mit dem Nachbarn quassele und er sich dann Beschäftigung sucht; dann habe ich nicht aufgepaßt, dann hätte ich ihn ableinen oder ablegen und auf ihn achten müssen, hab ich nicht => nicht seine Schuld.
    Mit dem Küchenverbot; Hunde sehen das m.W nicht als strafbaren Diebstahl, sie essen einfach deine Reste, die du liegen gelassen hast. Was sollte daran falsch sein? Enzo läßt die Stulle auf dem Teller (auf dem niedrigen Couchtisch) und guckt nur manchmal sehnsüchtig in die Richtung, so lange ich daneben sitze, aber wenn ich telefonieren gehe, würde ich niemals die Hand dafür ins Feuer legen, daß er sich nicht die Stulle schnappt. Dann muß ich sie hochstellen.
    Keep cool :gut:
    Gruß
    Petra

    Edit: Das mit dem sich nicht nähern hab ich vorhin überlesen. Warum machst du das denn?

  • wenn ich glück hab kommt sie beim ersten mal. meistens nich also hole ich sie.
    distanzkontrolle? geht gut. wenn ich sie, sagen wir 5 meter stehen lasse und ihr das zeichen für sitz gebe, kommt sie zu mir und setzt sich. oder macht platz. oder kugelt sich. oder schnüffelt einfach. hab es schon erlebt das ich bleib sagte, mich unmdrehte, ein paar schritte ging, dreh mich um und das tierchen war im Gebüsch verschwunden...

  • ja aber ist dann automatisch alles aufgehoben wenn ich nich dabei bin? ind haus machen, zur schwiegermutter runterrennen, mülleimer in die ecke spielen?
    und vor meinen augen zum tisch zu gehen und am nudelteller zu zuppeln?

  • Nee. Einmal stubenrein, immer stubenrein.
    Ich spielte jetzt auf das Küchenverbot und das Essen "klauen" an. Wie sind denn deine Erwartungen an den Hund, wie lange das "Nein" da halten soll idealerweise, also z.B. du stellst den Teller mit den Wiener Würstchen auf den Couchtisch und gehst einkaufen, kommst heim und ißt die Würstchen, weil dein "Nein" ewige Gültigkeit hat? Bei meinem nicht, sag ich ganz ehrlich. Und der kommt auf Ruf freudig rangeschossen wie ein Pfeil.
    Und der Mülleimer ist unter der Spüle, den stell ich nicht mitten in die Küche.

    Und zu den Übungen: So wie Krambambuli gesagt hat, glaub ich auch, dass dein Basset bei einer Form von Nasenarbeit besser aufgehoben wäre, nen Basset beim flotten Heranflitzen oder generell als Gehorsamsmaschine, seh ich nicht so, wenn man sie so erlebt. Ich kenn die nicht viel anders als "kommste heut nicht, kommste morgen"... vom "Will to please" doch eher nicht betroffen...

    Gruß
    Petra

  • Also finde nicht dass es "normal" ist, dass ein Hund mal Aufdurchzug stellt, aber das kann an meinem Kontrollzwang liegen. :D
    Beim Abruf läufst du also an er Schleppleine nicht rückwärts?
    Wie genau baust du die Schleppleine wieder ab, wenn sie gut hört?
    Distanzkontrolle bedeutet für mich, dass der Hund genau da wo er ist zuverlässig die Komandos schnell und präzise ausführt ;)
    Für meine Hündinnen wär es z.B. einfacher Platz zumachen wenn der Hase rennt, als umzudrehen und zukommen.
    Wie gut ist ihr Beutetrieb?
    Und erklär mir bitte nochmal das mit dem nicht rankommen dürfen, ich verstehs einfach nicht und es interessiert mich :hust:

  • Zitat


    Neulich war die Situation: Ich geh mit ihr in Garten, pinkeln, suche mien schlüssel,Hund weg. Da ich mich in einer beruhigten Strasse befinde bin ich nich gleich wuschig geworden, stehe aber wie ein Vollpfosten auf der Strasse.

    Krambambuli
    Ich meinte so eine Situation. Ich kenn das auch. Wenn ich selber abgelenkt bin und nicht auf den Hund achte, nicht anleine oder ablege, sprich Ansage mache, achtet er tendenziell auch nicht auf mich. Ist doch normal.

    Gruß
    Petra

  • Zitat

    Nee. Einmal stubenrein, immer stubenrein.
    Ich spielte jetzt auf das Küchenverbot und das Essen "klauen" an. Wie sind denn deine Erwartungen an den Hund, wie lange das "Nein" da halten soll idealerweise, also z.B. du stellst den Teller mit den Wiener Würstchen auf den Couchtisch und gehst einkaufen, kommst heim und ißt die Würstchen, weil dein "Nein" ewige Gültigkeit hat? Bei meinem nicht, sag ich ganz ehrlich. Und der kommt auf Ruf freudig rangeschossen wie ein Pfeil.
    Und der Mülleimer ist unter der Spüle, den stell ich nicht mitten in die Küche.

    Und zu den Übungen: So wie Krambambuli gesagt hat, glaub ich auch, dass dein Basset bei einer Form von Nasenarbeit besser aufgehoben wäre, nen Basset beim flotten Heranflitzen oder generell als Gehorsamsmaschine, seh ich nicht so, wenn man sie so erlebt. Ich kenn die nicht viel anders als "kommste heut nicht, kommste morgen"... vom "Will to please" doch eher nicht betroffen...

    Gruß
    Petra

    das hab ich doch auch gar nicht gesagt das ich einkaufen gehe, und vorher im zimmer essen verteilen kann...
    das ist doch quatsch.

    und nasenarbeit mache ich ja auch.
    und muss paula jetzt ein leben an der leine führen weil bassets grundsätzlich nicht kommen wenn man sie ruft???
    das ist doch scheiße. ich hab grad das gelesen:

    http://www.donniversum.de/s/Rasseinfo.htm

    ich weiß das bassets gezüchtet wurden um eigenständig in der meute zu jagen.
    ist mir klar.
    mir ist ebenfalls klar das ich hier keinen wolf habe, sondern ein gezüchtetes tier.
    aber es ist dennoch ein hund, ein rudeltier, die haben auch mütter die ihnen etwas beibringen.
    ich kann nicht glauben das ein tier, was im rudel lebt, einfach das machen kann was es will, weil es auf etwas anderes keine lust hat.

    ...

  • Ich rede doch nicht davon, dass Bassets machen sollen worauf sie Lust haben. Aber mit den Eigenheiten ihrer Rasse muß man sich schon anfreunden. "Umprogrammierung" ist deine Überschrift, und an die glaub ich nicht.
    Sie hat Küchenverbot, weil "das Nein keine Gültigkeit hat, wenn du den Raum verläßt". Also eine wie weit reichende Gültigkeit erwartest du denn, und wie weit hast du daran gearbeitet?
    Wie hast du für die Leinenführigkeit gearbeitet, und was klappt daran nicht?

    Die Distanzübung ist mir auch nicht klar. Sie soll in 10 m Entfernung Sitz und Platz machen, oder was heißt das? Oder soll sie sich dir wirklich nicht nähern? Und warum soll sie dann beim nächsten freudig herankommen, wenn sie doch auf Distanz bleiben soll? Wenn das so ist, von so einer Übung hab ich noch nie gehört, versteh den Sinn nicht.

    Und auf Übungen und Spielen mit dir mußt du ihr schon "Lust machen", dh sie ihr angenehm gestalten.

    Gruß
    Petra mit Enzo

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