Wie kann ich meinem Welpen helfen selbsbewusster zu werden?
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Gast34155 -
28. Juni 2009 um 22:03
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Hallo,
die Frage steht eigentlich schon im Titel!
Lalit ist ein 13 Wochen alter Malteser Rüde. Wir gehen täglich auf dem Campus spazieren auf dem immer auch sehr viele andere Hunde sind.Lalit entfernt sich nie mehr als wenige Meter von mir (wenn wir allein sind ein paar mehr) und läuft mir eigentlich nur hinterher (ist ja auch ganz in Ordnung, aber doch nicht wenn wir irgendwo sind wo er spielen kann!).
Wenn andere Hunde (grosse oder kleine, Welpen oder adulte) auf ihn zukommen wirkt er eher verängstigt und bellt sie an (mal mehr mal weniger), schnappt manchmal auch nach ihnen.
Wenn er sich dann beruhigt hat und die Hunde versuchen mit ihm zu spielen, rennt er entweder weg (vor ihnen) oder versucht an meinem Bein hochzukommen (ich soll ihn hochnehmen).Er spielt eigentlich gar nicht mit anderen Hunden und ich glaube er versteht gar nicht was sie von ihm wollen!
In die Hundeschule gehen wir wenn wir in Deutschland sind, ab Juli. Und ich hoffe es wird etwas besser.
Aber was kann ich noch tun? Wie kann ich ihm helfen selbstbewusster zu werden. Wie soll ich mich in solchen Situationen verhalten. Wie kann ich ihm beibringen mit anderen Hunden zu interagieren? Wie verhindern, dass er aggressiv wird???
Ich brauche

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Zuallererst wäre es wichtig, dass du ihn in diesen Situationen nicht alleine lässt. Wenn er dir schon deutlich zeigt, dass ihm die anderen Hunde unangenehm sind, dann hilf ihm. Du musst ihn ja nicht hochnehmen, aber zeig ihm, dass DU seine Bezugsperson bist, die das regelt (indem du die anderen Hunde von ihm fernhältst). Sonst könnte es irgendwann passieren, dass er in der Tat denkt, er müsse die Situation nun selbst regeln und die anderen Hunde wegbeißt aus Angst, weil du ihm ja eben nicht zu Hilfe kommst...
Und dann wären "positive" Begegnungen mit anderen Hunden, die ihn nicht bedrängen und nicht zu wüst sind noch wichtig. Hunde, die ihm zeigen, dass sie ihm nix böses wollen. Gut wäre es, wenn du für solche Begegnungen Hunde findest, die ruhig und souverän sind und die ihn so lange in Ruhe lassen, wie er braucht, um Vertrauen zu fassen und dann auch so vorsichtig sind, dass er dieses nicht sofort wieder verliert.
Ihn jetzt ins kalte Wasser zu schmeißen und zu sagen, "Der muss das lernen" und ihn in solchen Situationen in seiner Angst nicht ernst zu nehmen wäre genau das falsche. Das "Selbstbewusstsein" bekommt er nur, wenn er langsam merkt, dass dabei nichts Schlimmes passiert

LG, Henrike
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das mit dem "beschützen" mach ich (eher intuitiv) schon...indem ich zu wilde Hunde auf Abstand halte, oder wenn er zeigt, dass er überfodert ist.
Aber auch wenn sich die Situation schon entspannt hat und die andere Hunde ihr Ding durchziehen weicht mir Lalit nicht von der Seite!Auch wenn das jetzt blöd klingt,
ich wil keinen "hysterischen Kläffer mit Napolen-Komplex"...durfte ich mir von einer anderen HHin heute schon anhören 
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Ich versteh dich schon. Nur, er hat keinen Napoleonkomplex, sondern Angst. Und Angst wird nicht besser, wenn er mit dem "Angstobjekt" in einer für ihn zu "extremen" Form konfrontiert wird.
Ich wiederhole mich gerne: Ruhige gesittete Begegnungen mit coolen Hunden, die ihn nicht belästigen
Erwarte nicht zu viel von ihm. Wenn er nicht ständig Negativ-Erfahrungen macht, sondern merkt, dass ihm nichts passiert, wird er irgendwann auch etwas mehr aus sich rausgehen. Nur halt nicht innerhalb von 5 Minuten, nur weil die Situation sich gerade etwas beruhigt hat. Gib ihm Zeit. Wenn die Situation sich beruhigt hat, sei ganz normal, verhalte dich selbst ganz cool und erwarte nicht, dass er spielt oder sonstwas. Wenn er um dich rum sein will, soll er sich bei dir aufhalten, wenn er spielen will, kann er ja einen Schritt auf den anderen Hund zumachen - aber überlasss ihm die Entscheidung, wann er das will. Und wenn das erst in 2 Wochen ist, dann ist das halt so 
Wichtig ist nach wie vor, dass er keine schlechten ERfahrungen mit andern Hunden macht, die ihn unterbuttern oder zu wüst spielen wollen und ihn so in seiner Angst bestätigen

LG, Henrike
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ok
nicht zu viel von dem kleinen Kerl erwarten und für mehr positive Erlebnisse sorgen!Wie soll ich auf das Bellen und "Schnappen" reagieren? Ignorieren? Aus sagen?
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Vermeiden, dass er in die Situation kommt, dass er denkt, er müsse sich selbst kümmern. Loben, wenn er ruhig ist. Verbieten würde ich es ihm nicht, er "warnt" ja erstmal nur. Aber besser wäre es wirklich, er hätte gar nciht das Gefühl, er müsse sich die anderen mit Bellen und Schnappen vom Leib halten. Guck, auf welcher Distanz das mit anderen Hunden noch klappt und halte diese Distanz ein. Und wenn andere auf ihn zurennen, sorg dafür, dass er bei dir Schutz suchen kann und halte die anderen Hunde fern. Nicht nur mit den Händen, sondern auch mit ruhiger und fester Stimme wegschicken. Wenn sie immer wieder ankommen, schubs sie immer wieder weg

Und wenn ihr dann in D seid, wäre eine gute Hundeschule in der Tat sinnvoll, vielleicht kannst du dich ja jetzt schonmal informieren, wo ihr hingehen wollt, damit du in keinem Verein landest, der mit Stachelhalsbändern arbeitet und wo man dir erklären will, dass man deinem Kleinen diese Kläff-und-Schnapp-Flausen dringend austreiben muss, sondern wo man mit Sinn und Verstand an die Sache rangeht.

LG, Henrike
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Ja, ich erhoffe mir einiges von der HuSchu
Ich hab mich auch schon (virtuel) umgesehen und eine von diesen wird es werden:
https://www.dogforum.de/ftopic84278.htmledit: Würgehalsbänder und Gewalt gehen gar nicht!!!
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Lalit ist noch ein kleines Baby, zudem eine extrem kleine Rasse! Da ist es ja wohl völlig legitim, ängstlich zu sein. Es ist völlig normal, dass dir ein so junger Welpe an den Hacken klebt. Freu dich darüber, und nutze es aus, um den Grundgehorsam zu festigen. Lass keine anderen Hunde an ihn ran, wenn er angeleint ist. Oder wenn er besonders überfordert ist, oder der andere Hund zu stürmisch. Es ist schwierig, den anderen neugierigen Hund abzuhalten, deshalb würd ich an deiner Stelle einfach weggehen, und nicht auf einer Stelle stehenbleiben.
Wenn der andere Hund ein zu arger Trampel ist, kannst du Lalit auch hochnehmen.
Um sein Selbstbewusstsein zu stärken, hilft es, wenn du ihn viele Dinge machen lässt. Wenn er neugierig irgendwohin schnüffelt, und sich etwas selbstständig anguckt, z.B. ne flatternde Plane, dann lobe ihn dafür. Du kannst ihn auch ermutigen, zu anderen Hunden hinzugehen, am besten zu anderen Welpen oder zu ebenfalls kleinen Rassen.ZitatWie soll ich auf das Bellen und "Schnappen" reagieren? Ignorieren? Aus sagen?
Weggehen. Dein Hund wird es dir gleichtun.
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