Frust oder angehende "Aggressivität"?
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Hallo!
Ich wollt mal hören, ob es noch mehr Leute mit so kleinen "Monstern"
zuhause gibt.
Unsere Hündin ist jetzt 9,5Wochen alt und ist schon jetzt ziemlich trotzig und versucht immer ihren Willen zu bekommen. Wir versuchen natürlich dieses Verhalten weitestgehend zu ignorieren.Wenn ihr was nicht passt, dann lässt sie einen das auch spüren: es wird nach einem gezwickt oder gar leicht geschnappt (bspw. knabbert sie am Schrankgriff und man will sie von dort wegholen, dreht sie sich um und versucht in Hand oder Arm zu beißen; ist das noch normal???).
Außerdem macht sie auch noch Jaul-/Winselgeräusche wenn sie mal ihren nicht Willen bekommt...
Im großen und ganzen ist sie auch sonst schon ziemlich selbstbewußt.
Zwischendurch kann sie aber auch ganz lieb sein...Hat jemand dieselben Erfahrungen machen können und wenn ja, was habt ihr gegen so ein Verhalten unternommen?
Wie soll das erstmal werden wenn sie älter wird? - Vor einem Moment
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Hi,
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Das ist weder Frust noch Aggressivität in dem Alter - es ist einfach nur normal. Dein Hund entdeckt die Welt und testet erst einmal aus was er alles darf und was nicht, wie weit er gehen kann

Wenn er zwickt, sage "aua" und dreh dich weg. Hört er nicht auf sag "aua" und steht auf. Er muss erst einmal lernen wo seine Grenzen sind

Hab bitte einfach nur Geduld und streiche das Wort "Aggression" aus deinem Wortschatz

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Meiner ist genauso (10 Wochen/Jack Russell), kürzlich hat er gebellt und gejault als es ihm nicht schnell genug ging als ich sein Fressi gemacht hab. Daraufhin hab ich den Napf in der Küche stehen gelassen und ihn erstmal ignoriert und was anderes gemacht. Da wurde er genauso wie deine.
Hat rumgegrummelt, bisschen gebellt, auf einmal in Möbel gebissen, geschnappt und meine Ordner im Regal rumgeschoben. Er war richtig zickig und sauer.
In solchen Situationen werd ich nicht laut, sondern ich sag jedesmal wieder scharf "Nein", zieh ihn jedesmal am Nackenfell zurück. Jedesmal wo er trotzdem wieder hingeht lass ich ihn die Fingernägel ein Stückchen mehr spüren (so quasi wie Mama's Zähne). Irgendwann lässt er's dann und regt sich wieder ab. Ich heb ihn dabei aber keinesfalls hoch oder schleuder ihn weg, im ärgsten Fall schüttel ich ihn ganz sachte, aber am Boden.
Er kommt mir in solchen Momenten vor wie ein trotziges Kind, das seinen Willen nicht bekommt und daher unbedingt was kaputtmachen will.
Sobald der dann wieder ruhig ist lob ich ihn, geb ihm nen Leckerlie oder wie in genanntem Fall dann sein Fressi.
Genauso verfahre ich wenn er unbedingt auf den Schoss will, unbedingt beschäftigt werden will etc, nur ich da grad keine Lust drauf hab. Ignorieren, Dummheiten ruhig aber konsequent unterbinden, sobald das erwünschte Verhalten eintritt, aber super doll loben und wieder so tun, als wär nix gewesen.Lass dich nicht zum Sklaven von deinem Hund machen. Spiel mit ihm viel (wenn DU Lust hast), schmuse mit ihm, etc, nur zeig auf der anderen Seite auch sehr deutlich auf, dass nicht er es ist der den Zeitpunkt bestimmt. Was nicht heißen soll dass du niemals auf ein Spielangebot etc deines Hundes eingehen sollst. Nur halt immer nur dann wenn du auch selbst Lust dazu hast.
Also keine Sorge, das ist ganz normales Welpen-Verhalten. Irgendwie müssen sie sich ja bemerkbar machen und je nach Selbstbewusstsein des Fiffis fällt es halt beim einen doller aus und beim anderen dezenter.
Bei meiner Vorgehensweise hab ich jedenfalls jetzt nach 2 Wochen (so lange ist er jetzt bei mir) einen absolut anhänglichen verschmusten Hund ohne Scheu vor mir, der mittlerweile auch schon auf ein leises Nein oder Grummeln von mir Dinge unterlässt.

Konsequenz und ganz viel Liebe sind die Mittel zum Ziel denke ich

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