hund ist fast taub..was nun..?

  • Hallo, meine freundinn hat einen boxer bulldog mischling namens luci und der ist fast taub. Sie hört eigentlich garnicht und meine frage ist wie kann ich so einen hund überhaupt ohne leine dazu bringen das er zu mir kommt da sie ja auf rufen keine reaktion zeigt. Sie ist 7 monate und hat auch schon einige befehle drauf nur weiss ich nicht wie ich sie ohne probleme los machen kann. Bei der Hundepfeife zeigt sie schon eine reaktion ( schaut verwundert durch die gegend ) jedoch stand ich da neben ihr...und ich weiss nich wie Sie reagieren würde wenn ich vom weiten die pfeife nutze...gibt es da nicht irgendwelche möglichkeiten? Desweiteren ist sie seit kurzem nichtmehr stubenrein also seit meine freundinn bei mir wohnt und das ist schon sehr unangenehm. Und naja sie hat eine sehr schlechte angewohnheit sie macht gerne sachen kaputt..also bisher haben schon 2 taschen 1 sofa und etliche kleinteile darunter gelitten...meine freundinn ist am verzweifeln aber ich merke auch das sie den hund nicht weggeben will und das alles belastet uns und den hund schon sehr...

    hilfe.

  • Habt ihr schonmal beim TA nen Audiometrietest machen lassen? Um etwas festzustellen wie hoch ihre Hörkraft ist.

    Versuchen könntet ihr es mit ner Trillerpfeife oder einer doppelton-Büffelhornpfeife.
    Indem ihr dem Hund mit der Pfeife - die sehr laut sind, versucht den Abruf sowohl als auch ein "Schau zu mir"-Signal beibringt.
    Eben weil diese Art der Pfeifen mehr Spektrum an Pfeifsignalen zulassen.

    Ansonsten würde ich es vielleicht über ein Halsband mit Vibrationssignalen versuchen. Hund lernt z.B. Vibrator geht an = Schau zu mir oder vibrator geht an "Komm zu mir".
    So kann man zum einen erreichen das Hund den Blickkontakt aufnimmt und anhand von Sichtzeichen dem Hund zu verstehen geben "Komm zu mir" oder was auch immer er tun soll.
    In meiner alten Huschu haben wir das bei einer Frau, ist schon einige Jahre her, mit einem Mobiltelefon am Geschirr erreichen können - sie hat einfach ihren Hund "angerufen" ;)

    Was auch funktioniert ist über die Schwingungen am Boden zu üben. Sprich man übt "Schau zu mir" Aufgrund von auf den Boden stampfen.
    Da Hunde die Schwingungen des Bodens wahrnehmen können.
    Das funktioniert aber nicht auf Asphalt und wenn Hund extrem weit weg ist.
    Da könnte es nützlichs ein z.b. mit der Schleppleine einen Radius zu erarbeiten.

    "Hörst du mich?" - Barry Eaton , möchte ich an der Stelle mal empfehlen als Lektüre.

    Zu den anderen Dingen.

    Zitat

    Desweiteren ist sie seit kurzem nichtmehr stubenrein also seit meine freundinn bei mir wohnt und das ist schon sehr unangenehm.


    Dafür braucht man mehr Infos. Wie lange wohnt die Hündin jetzt in der neuen Situation? Gab es vorher irgendetwas? Ist Gesundheitlich (sprich Blasenentzündung, Durchfall etc.) alles ok und abgecheckt?
    Vorher bestand die Stubenreinheit zu 100%?
    Ist der Hund irgendwie unsicher oder arg nervös?
    Wie äußert sich die fehlende Stubenreinheit? Nur Pipi oder auch Haufen?

    Zitat

    Und naja sie hat eine sehr schlechte angewohnheit sie macht gerne sachen kaputt..also bisher haben schon 2 taschen 1 sofa und etliche kleinteile darunter gelitten...

    Wie ist der Hund ausgelastet? Geistig? Körperlich?
    Hat der Hund das in der alten Wohnsituation auch schon gemacht oder ist das Verhalten neu?
    Wann tritt das Verhalten auf? Beim alleinebleiben oder auch wenn ihr dort seid? In dem Zuge, hat der Hund gelernt alleine zu bleiben?

    Wie ist die sonstige Erziehung? Klappt das gut oder gibts andere gravierde Problematiken? Ist der Hund gut eingelebt in der neuen Wohnsituation?

    Beide Sachen können aus verschiedensten Ursachen zum tragen kommen. Da muss man erstmal klären was die Ursache ist, bevor man sich an das Problem ranwagt.
    Das erstmal dazu.

    Nina

  • Also, unser Benji hört auch kaum mehr etwas... er ist aber auch schon 13 jetzt. Ich habe angefangen, dass er sich an meinen Beinen orientiert. Gerade an der Leine ist das sehr hilfreich, dass man nicht ständig irgendwie rumziehen muss.
    Wenn er stoppen soll, mache ich mit einem deutlichen Schritt meine Beine zusammen (also nebeneinander). Anfangs war das etwas schwer, weil Benji das nicht gewöhnt war. Er hatte allerdings ein Geschirr dran, dass ich die Leine dann etwas auf Zug bringen konnte (aber nicht dran reissen). Bald hat er das Stehenbleiben mit den geschlossenen Beinen verbunden. Geht es weiter, habe ich immer einen großen Schritt gemacht, das motiviert eigentlich von selber.
    Anfangs war es nicht leicht, dass er sich orientiert, aber ich habe viel an der Leine geübt. Einfach viele Tempowechsel einbauen, dann Kurven laufen, unvermittelt stehen bleiben. Sogar Benji hat das richtig schnell verstanden.

    Ansonsten würde ich in unbekanntem Gelände sehr aufmerksam sein. Es ist uns des Öfteren passiert, dass Benji vollkommen panisch in die andere Richtung gerannt ist, weil er unser Rufen einfach nicht deuten konnte. Auch nachts war es manchmal wirklich hart, er hat sich verschnüffelt, ich habe hinter ihm gewartet und er ist panisch weitergerannt. Ihn kann ich ja einholen, aber ein junger Hund ist da doch schneller. Darum ist in unbekanntem Gelände die Leine erstmal dran, nachts ist sie immer dort.

    Bei nem jungen Hund würde ich auch über den Einsatz eines Vibrationshalsbandes als "Schau her" Kommando nachdenken. Denn wenn er dann hersieht, kann man Sichtzeichen geben. Das zu trainieren ist einfacher als Stimmkommandos, also wie bei jedem anderen Hund. Ich sage dennoch immer das Kommando laut, auch wenn Benji darauf nicht reagiert.

    Am Wichtigsten ist einfach eine intensive Bindung, dass der Hund sich immer an einem orientiert.

    Es ist aber bei Weitem alles nicht tragisch, ein tauber Hund ist zwar erstmal eine Herausforderung, aber irgendwann (wenn man sich selbst eingearbeitet hat) ist es genau die gleiche Erziehung, wie mit jedem anderen Hund. Nur halt weniger über Stimme, als über Sichtzeichen.

    AllesGute und viel Spaß beim Üben und Ausprobieren.. man lernt unglaublich viel über sich selbst und über den Hund, denn man achtet automatisch mehr auf eine deutliche Körpersprache.

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