Wann ist ein Hund aggressiv?

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  • Zitat

    Meine Hündin war von klein auf immer viel mit anderen Hunden zusammen, müßte daher gut auf Hundesprache sozialisiert sein. Mir wäre es halt lieber, sie würde mit Knurren oder Fellsträuben signalisieren, der andere Hund soll ihr fern bleiben. Aber sie stürzt halt gleich mit viel Gepoltere auf den anderen los, und klar verstehe ich, daß Besitzer von kleineren Hunden sowas furchtbar finden. Ich bin halt jedesmal verunsichert wenn meine auf anderen Hund trifft, weil ich keine Vorsignale erkennen kann. Ob sie gesamte Zahnreihe fletscht oder nur die vorderen ist auch nicht zu erkennen, weil sie wirft sich auf den Hund und dann sehe ich nur mehr ihren Rücken.
    Meint ihr eher, sie zeigt mit ihrem Verhalten, daß ihr der andere Hund nicht passt, oder will sie generell zeigen, sie ist die Stärkere? Wie kann man das unterscheiden?

    Und danke für Eure Tipps

    LG Isi-Rider


    Hi Isi,
    sollte mit der Art des Zähnefletschens nur ein Beispiel sein. Ich glaube nicht, dass dein Hund auf Male zum Beißer geworden ist. Warum denn auch? Mit 2 Jahren hat sie nochmal eine Rüpelchenphase.
    Eine Aggression äußert sich z.B. durch Fellsträuben. Nur die Nackenhaare, sieht aus wie ein Wolfspelz = ich bin stark und selbstsicher, Haare aufstellen bis zur Rute = Unsicherheit.
    Ist sie nun Rüpelchen geworden, dann ist es nun an dir ihr die Grenzen zu zeigen. Um solche Situationen abzusichern, müßtest du sie z.Zt. an der Leine lassen, sonst hast du im Moment keine Chance zur Einwirkung.
    Dafür auf jeden Fall brauchst du dann Profihilfe, da Jemand draufschauen muß welche Art u. Ursache die Aggression hat. Körpersprache, Situation u. A. Diese Ereignisse müssen gestellt werden, bitte geh dem Problem keinesfalls aus dem Weg und zieh dich zurück. Damit verschlimmert es sich.
    Ich habe vor einigen Wochen mal eine Labbihündin erlebt, welche deutlich älter war, aber genau das Verhalten deiner Hündin gezeigt hat. In dem Fall war es eindeutig keine Unsicherheit sondern Ressourcenverteidigung ihres Teritoriums, bzw. ihres Ranges (Erklärung des Begriffes oben)
    Sie kam aus dem Nichts und packte sich meinen Rüden und wollte ihn aufmischen. Nun unterwirft sich mein Rüde nicht und es gab eine Keilerei. Ich kann meinen Hund aus solch einer Situation abrufen, so kam er ... und diese Labbihündin setzte tatsächlich nach und stürzte sich wieder auf ihn. Da erst habe ich mich als Rudelführerin eingemischt und diese Hündin in den Allerwertesten getreten und verjagt.
    Später sah ich, wie sie sich einen kleinen Hund schnappte (hier liegt ganz klar keine Unsicherheit vor,sondern Aggressionsverhalten aus dem Frust heraus) und das gleiche Spiel ging wieder los, nur das die Sache schnell geklärt war, weil der Kleine sich ihr unterwarf. DAS ist eindeutig ein nicht tolerierbares Verhalten. Es steht ihr nicht zu. Du siehst also, sofern es sich bei deiner Hündin um ein ebensolches Verhalten handelt, ist definitiv Handlungsbedarf angesagt. Sonst wirst du auf Dauer Schwierigkeiten bekommen. Es kann sein, dass sie die Sache nach dem Beißerlebnis selber in die "Hand" nimmt und sich nicht auf dich als ihre Rudelführerin verlässt.
    Egal welchen Grund es gibt, arbeite dran.
    Aus dem Spiel heraus kleine Rangkämpfe ist normal und dient der Kommunikation, auf andere zuzurennen um sie zu unterwerfen ist nicht okay. Das mit dem Pudel kam ja wohl nicht aus einer Spielsituation heraus. Was passiert denn, wenn der andere Hund sich nicht unterwirft?
    Wie gesagt, nimm dir einen Trainer und arbeite an der Sache.
    Bis zum Abstellen dieses Verhalten gehört dein Hund kontrolliert und zwar eben an der Leine. Das ist nicht schön, aber nötig, denn mit jedem Ereignis wo sie erfolgreich rausgeht wird sie stärker und du wirst der Sache nicht mehr Herr.
    Darf ich mal fragen wo du herkommst?
    Beste Grüße, Andrea

  • Hi Ventia,

    bin aus Wien und gehe auch in eine Superhundeschule und kenne Supertrainer. Mal schauen ob man mal so eine Situation herbeiführen kann. Ein guter Trainer sieht ja mehr Körpersprache als ich. Bei gleich großen Hunden hat sie es aber noch nicht gemacht und in unserer Schule sind nur Retriever! Mit denen versteht sie sich super.

    Tja, Fell ist manchmal über den ganzen Rücken gesträubt, wenn sie fremdem Hund begegnet. Dann weiß sie nicht ob der andere vielleicht zuschnappt, weil das ist ihr ein paar Mal passiert. Wenn sich die Situation "entschärft", dann rast sie glücklich einige Runden.

    Ich vermute, sie rastet aus wenn ihr was nicht passt (wobei sie nicht ernstlich beißt wie gesagt, aber großes Geknurre und Gegner auf den Rücken werfen).Das kann dann auch eine Kleinigkeit sein, z.b.dritter Hund mischt sich in Spiel ein oder kleinerer Hund schnappt nach ihr.

    Habe jetzt Bedenken sie mit der kleineren Hündin meiner Freundin spielen zu lassen, weil die kann nach drei Stunden heile Welt plötzlich ihren Ball beschützen und knurrend nach meiner schnappen. Nur wenn dann meine Hündin zurückfährt, sieht das aus wie eine Explosion und nicht bloß wie Verwarnen.

    Ich verstehe schon, daß es mal Ärger zwischen den Hunden gibt etc., aber wie gesagt meine verwarnt nicht bloß, sondern fährt gleich voll los.

    Sie rennt nicht zu einem Hund hin um ihn zu beißen, also ein paar Minuten Kontakt geht dem voraus. Bei Pudel weiß ich nicht, was der Auslöser war, es war stockdunkel.

    Werde aber auf alle Fälle Trainer mal bitten bei Hundekontakten dabeizusein.

    Danke und LGIsi-Rider

  • Zitat Isi:


    Hi Isi,
    Wien is ein bisserl weit weg zum mal draufschauen! :hust: :lol:
    Man sollte generell auf Habacht sein bei Hunden wenn Beuten wie z.B. Spielzeuge im Spiel sind. Hier kommt ganz klar die Ressourcenverteigung zum Tragen. Da knallts schonmal eher. Je nach Rasse, Veranlagung des Hundes.
    Wünsche dir viel Erfolg bei deinen Bemühungen.
    Beste Grüße, Andrea

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