Wie nehm ich ihr die angst?

  • Wie ihr ja wisst ist Dina eine eher ängstliche doberfrau...
    Nun ist das in manchen Situationen sehr extrem, zb. bei Treppen.
    Die Treppe zur U-Bahn nehmen wir garnicht, sondern laufen lieber eine haltestelle weiter zum Fahrstuhl, dort ist die angst begründet, da der Boden sehr glatt ist, und gerade bei regen sehr rutschig und dina das zu unsicher ist. Ist für mich jetzt kein großes Problem ob ich nu n paar Meter weiter Lauf.
    Aber in essen am HBF gibt es keine Fahrstühle, und dina hat vor dieser Treppe so unheimliche angst. wenn ich sie die erste Stufe runter hab gehts. Aber dann läuft sie mit eingezogenem Schwanz und guckt sich immer nach mir um und hat extreme angst vor den vielen Menschen. das ist nun aber eine Situation die wir öfter haben, da ich nunmal kein Auto habe :(
    Und bei anderen Hunden ist es unterschiedlich, es gibt Hunde vor denen sie unheimlich angst hat, bisher immer Labrador Hunde die knurrt sie dann an. Sonst versteckt sie sich neben mehr. Oder wenn sie denn dochmal schnuppert ist spätestens wenn der Hund an ihrem hinterteil riechenwill ende und sie will nurnoch weg.
    Sie hat unheimliches vertrauen in mich, sie folgt mir überall hin... und wenn es noch so unangenehm ist. zb. in die u-Bahn oder in nen Zug.
    Aber ich möchte ihr nicht jedesmal so nen Stress machen.
    Wenn ich mit ihr was vorhabe dann fahre ich nie nach Fahrplan sondern auf gut Glück, so das ich ihr zeit geben kann. wir müssen keinem Zug hinterher hetzten sondern nehmen den der kommt wenn wir da sind.
    Und ich versuche ihr so viele soziale Kontakte wie möglich zu bieten.
    Leckerchen helfen in solchen Situation auch überhaupt nicht mehr :(
    Wir haben jetzt schon eine innige Bindung, sie tobt mit mir, übertreibt es aber nicht und das clickern klappt auch prima, sie kommt schon auf Kommando und sitzt geht auch schon :)
    Ihre angst geht aber auch soweit das wenn ich bestimmt "nein" sage, ich schreie nicht aber sie weiß was los ist. Das sie sofort mit eingekniffenem Schwanz den Kopf auf meinen Schoße legt.
    Habt ihr Ideen ihr die angst zu nehmen?

  • Meiner war ja auch mal so ängstlich, also zu dem Problem mit den Treppen, hast du mal Treppen in einer reizarmen Gegend ausprobiert. Es könnte nämlich sein, dass ihr einfach die hektische Situation bei den Treppen Streß macht. Ich würde mir jetzt ein paar Stufen in einer ruhigen Gegend suchen und dann mit Leckerchen oder Spielzeug motivierend mit ihr das Treppensteigen üben. Im Prinzip musst du eine Stelle suchen, wo du weißt, das sie keinen Streß hat, so kommst du dann nämlich auch an sie ran und sie ist für eine Belohnung offen.

    Bedrängen die anderen Hunde sie denn?

    Wie lange hast du sie denn schon?

  • das ist es ja, die treppe im hausflur oder am see ist kein problem, wenn ich vorgeh.
    Nein andere Hunde schnuppern nur, ich achte ganz besonders drauf welche hunde sie trifft.
    Die meisten Hunde hier im Park sind bekannt, man sieht sich, es wird beschnuppert und dann schnell weg.
    Ich hab sie seit mittwoch :)

  • Du hast sie erst seit Mittwoch, das ist ja noch gar nichts.

    Ich nehme an, dass es vielleicht die Treppen gar nicht alleine sind, sondern die hektische Umgebung, viele Menschen, U-Bahn etc.
    Bei uns war es die Hauptstraße, das mussten wir in Teilstrecken üben, also kurz auf die Hauptstraße, 1 m laufen und gleich wieder in das ruhige Wohngebiet.
    Hektik habe ich am Anfang ganz gemieden, erst wo er mehr Vertrauen zu mir hatte, sind wir das angegangen, wir bekommen es auch nur bis zu einem gewissen Punkt geregelt.

  • So ein ängstlicher Hund ist sehr nervenaufreibend, besonders weil man ja selber mitfühlt, genau dass ist allerdings oft das Problem. Dadurch, dass einem der Hund so leid tut, handelt man bedächtiger, vorsichtiger und strahlt dadurch selber wesentlich weniger Sicherheit aus.
    Insgesamt dauert es im Vergleich zu anderen Verhaltensänderungen meistens sehr lange bis sich massive Ängste abbauen. Es kommt natürlich auch auf das Wesen des Hundes an, einige sind richtig erleichtert, wenn sie merken, dass die Angst völlig unbegründet ist, andere brauchen Jahre um überhaupt etwas sicherer zu werden. Es ist alles in Allem sehr wichtig, dass man sich eher zu viel als zu wenig Zeit nimmt, da man durch einen zu großen Schritt wieder zehn andere zurückgeworfen wird.
    Die Tatsache, dass sie Dir überall hinfolgt ist doch klasse, darauf kann man aufbauen.
    Mir persönlich schweben wegen der U-Bahn zwei Möglichkeiten vor. Es hängt etwas von den Umständen ab und auch von dem Hund.
    Je nach Hundepsyche würde ich entweder täglich Richtung U- Bahn gehen und nur noch dort füttern. Zuerst gehst Du nur soweit, dass deine Kleine weiss, dass ihr auf dem Weg zur U-Bahn seit, sie aber noch keinen Stress hat und noch frisst. Das macht ihr täglich. Ihr geht jeden zweiten Tag ein Stückchen weiter ( nur ein paar Meter und nur so, dass sie frisst). Außerdem gewöhnst Du sie an anderen Stellen an Treppen. Benutze jede Treppe die Du finden kannst, erst welche, mit flachen Stufen, die nicht so lang sind, später steilere, die länger sind. Hierbei nimmst Du sie an die Leine und gehst die Treppe einfach hoch/runter ohne sie zu beachten, ziehe sie einfach sanft und bestimmt hinter Dir her, sobald sie nachgibt und nicht fluchtartig nach oben flitzt kannst Du sie verbal loben. Probiere ganz viel Souveränität auszustrahlen, denn Du weisst: Es ist absolut ungefährlich.
    Wenn sie bei Menschenmassen auch nervös ist, solltest Du sie auch daran gewöhnen, bevor ihr mit dem U-Bahn Training anfangt, vielleicht hast Du Freunde oder Verwannte, die Du zum Training nutzen kannst. Ansonsten suche Dir Leute, die sich sicher kaum bewegen ( sie sitzen auf der Parkbank, oder draußen in einem Cafe) dort gehst Du dann immer dichter vorbei ( vorausgesetzt die Leute zeigen keine Angst ;) ) Es gibt sogar Leute im Park, die kann man beauftragen den Hund zu füttern (Irgendwann bekommt man ein Blich für Leute, die man kurz einspannen kann :roll: ). Es gibt meistens eh alte Damen, die den Hund gerne füttern, je nach Angst des Hundes lässt Du das mit Erlaubnis ( damit sie nicht irgendwann jeden Parkbesucher erwartungsvoll anschaut) zu. Sie soll einfach viele schöne Erfahrungen mit Menschen sammeln. Am Besten ist es, wenn deine "Trainingsmanschaft" den Hund ignoriert aber zufällig die Hand mit dem Keks öffnen, wenn der Hund in der Nähe ist. Absolut allergisch reagieren Angsthunde meistens auf Menschen, die es zu gut meinen und sich mit Bitten und Betteln nach vorne beugen und sich womöglich noch mit den Worten: " Ach komm doch mal her!!!" auf die Knie schlagen. Wenn der Hund dann schonmal da ist, weise bitte deine Menschen an, sie nicht anzutatschen ( außer sie steht drauf), und wenn, dass sie sie vielleicht nett von unten im Schulterbereich kraulen und ihr nicht auf den Kopf klatschen. Dann übst Du, dass Du mit ihr durch die Menschengruppen gehst, irgendwann gehen sie dann auf Dich zu und Du mit ihr auf die Menschen, ihr geht irgendwann aneinander vorbei. Wenn Ihr alle aufeinander zu Joggen könnt/ und aneinander vorbei, ohne dass der Hund Angst zeigt, seit ihr bereit für die U-Bahn.
    Sprich, Du nimmst ihr als erstes die Angst vor Menschenansammlungen, dann vor Treppen und dann gehst Du das U-Bahn Problem an.
    Mache nicht alles gleichzeitig, das überfordert sie.
    Falls sie nur etwas unsicher beim U-Bahnhof ist, nimm sie an die Leine und gehe jeden Tag zur U-Bahn ohne zu fahren, Treppen hoch und runter, so vier fünf Mal und dann normal spazieren gehen, ohne füttern.
    Fahre, bei der ersten Trainingsmöglichkeit, während der Trainingszeit keine U-Bahn mit ihr, sonst ruinierst Du deine Arbeit immer wieder und kommst nicht weiter.
    Wegen der Hunde:
    Mit meinem Leihborder ( war massiver Angstbeisser, große Hunde betreffend) regel ich es so, dass er neben mir zu sitzen hat, wenn ein anderer Hund kommt. Scheint der Hund mir 100% freundlich, darf er ihn mit Erlaubniss begrüßen. Ist er mir unheimlich probiere ich mich mit dem anderen HH soweit zu verständigen, dass der andere Hund nicht zu uns kommt. Klappt dass nicht ( es gibt ja leider viele Verständnislose :kopfwand: ) , stelle ich mit vor meinen Border und scheuche den anderen Hund weg.
    Wird er während einer Hundebegegnung doch unsicher und sucht bei mir Schutz, sorge ich dafür, dass wir den anderen Hund loswerden ( einfach weitergehen, den eigenen Hund abschirmen und/oder den andern HH um Rücksicht bitten)
    Es ist sehr wichtig nicht selber hysterisch zu werden. Mir ging es eine Zeit lang so, ich war schon schweißgebadet, wenn ich einen großen Hund sah, weil ich wusste, dass der Border vielleicht wieder eine schlechte Erfahrung machen könnte, dass ich ihn nicht schützen kann usw. Natürlich war mein Leihborder nicht blöd und wurde schon aggressiv, wenn er den Hund noch garnicht sah, weil er meine Nervösität spührte. Ich nahm mir also vor, erstmal mich zu therapieren, lieh mir die absolut verträgliche Hündin meiner Freundin und ging durch den Park.
    Jetzt sind weder der Border noch ich nervös bei Begegnungen mit fremden,großen HUnden. Keiner ist mehr aggressiv und wir gehen ganz entspannt spazieren.
    Wenn deine Maus große Angst vor Hunden hat, lasse erstmal nur kontakt zu den Hunden zu, vor denen sie garantiert keine Angst hat und die ihr nichts tun. Die Labbies meidest Du am Besten nicht, aber Du hälst Abstand, flüchte Nie so, dass sie es mitbekommt, tue lieber so, als wäre es Zufall, dass ihr Euch jetzt gerade vom Labbi wegbewegt. Endeckst Du mal einen angeleint vorm Supermarkt oder so, nutze ihn zum Training, lasse deine Lütte aber bei solchen Begegnungen nie richtig an den Hund heran, erstmal weiss man ja nicht, wie die ticken und zweitens wäre es nett den Besitzer vorher zu fragen. Bei solchen Gelegenheiten kann man dem Hund aber zeigen, dass man sich auch mal zufällig auf diese Hunde zubewegt und sie sie nicht gleich umrennen oder unkontrolliert nach vorne springen und ihre Leute mitreißen.

    Leckerchen helfen bei echter massiver Angst nie! Wer selber Ängste hat, von denen man meint, sie seien Existenzbedrohend, weis, dass man dann alles will, aber bestimmt nicht Essen, meistens ist einem eher übel oder man übergibt sich sogar. Mit Futter kommt man nur weiter, wenn man sich gerade soweit nähert, dass der Hund noch nicht panisch ist, sondern einfach "nur" unsicher.

  • danke für die tipps, aber ich hab mich anscheinend falsch ausgedrückt.
    Also treppen an sich, sind überhaupt kein thema, sie schaut ob ich geh und kommt mit. Nur treppen die in etwas führen was sie nicht mag sind das ding.
    Das ist nur die Treppe zur U-bahn, der bahnhof und die fahrt sind auch kein problem, solange sie so stehen darf wie sie will... wenn sie sicher steht ist alles okay.
    Nur die Treppe runter. Ich bin aber nunmal auf die u-bahn angewiesen, auch MIT hund.
    Und bei anderen Hunden, sie geht hin und schnuppert, aber dann dürfen andere nicht zu nah, bzw. nicht an ihren allerwertesten.
    Die Hunde hier im Park kennen ich, daher kann ich die ganz gut einschätzen und die halter wissen wie sie tickt, ist halt problemzone po, sozusagen.
    Und bei menschenmassen ist glaube ich nur ihr problem das sie angst hat mich zu verlieren, denn sie hält so gut es geht sicht kontakt. Mehrere menschen an sich sind kein problem, aber wenn alle in eine richtung strömen und es eilig haben das mag sie nicht .(

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