Angsthündin?
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Hallo,
ich habe eine etwas über ein Jahr alte Mischlingshündin. Ich habe sie mit sieben Monaten bekommen und in diesem Alter hatte sie insgesamt schon drei Vorbesitzer.
Ürsprünglich kommt sie aus einem Wurf von einer Freundin mit 10 Geschwistern. Sie wurde mit 8 Wochen zu einem Ehepaar gegeben. Dieses Ehepaar hatte schon eine ältere Hündin, die aus Eifersucht wohl öfters zugebissen hat. Daher kam Dina (meine Hündin) zu meiner Freundin zurück. Daraufhin hatte ich sie zwei Tage, doch behalten konnte ich sie nicht, ich habe sie meiner Freundin abgenommen, da sie zu dem Zeitpunkt Hilfe brauchte. Allerdings kam sie nach den 2 Tagen wieder zu dem Ehepaar zurück, da die äktere Hündin ohne Dina nicht mehr frass. Dort blieb sie dann auch eine ganze Weile, doch im Nachhinein wurde uns erzählt (von dem Ehepaar), dass sie die Kleine zwischenzeitig aufs Land gegeben haben, da sie in der Stadt plötzlich angst vor allem bekommen hatte. Auf dem Land wurde das anscheind aber nicht besser, daher kam sie wieder zu dem Ehepaar zurück. Weihnachten letzten Jahres rief meine Freundin mich an und meinte Dina sei nun entgültig wieder da, da sich das Ehepaar getrennt habe. Seit Silvester habe ich die kleine Maus nun.
Nun zu unserem Problem. In der Anfangszeit hatte sie draußen das Gefühl, dass ihr der Himmel auf den Kopf fällt. Sie hatte vor allem Angst, Vögel, Menschen, Autos,Geräusche, eichfach alles. Und mit Männern kam sie am Anfang auch nicht gut klar. Mittlerweile hat sich die Panik ein wenig gebessert. Wir gehen seit dem sie hier ist zur Hundeschule und das bringt uns sehr viel. Doch die "Angstattacken" bleiben. Manchmal haben sie einen Auslöser, wie eine Gruppe schreiender Kinder, Menschengruppern, oder auch nur einzelne fahrräder. Sie hört und sieht dann nichts mehr und prescht los. Da sie sehr kräftig und groß ist kann ich sie in solchen Momenten zwar halten, doch nur unter sehr viel kraftaufwand.
Jetzt möchte ich von euch wissen, ob ihr ähnliche Probleme oder Erlebnisse hattet, oder ob ihr mir Tips geben könnt während diesen Attaken mit ihr Umzugehen.
LG und danke im Vorraus für eure Antworten
Caro -
8. August 2008 um 13:21
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Angsthündin? - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Hi Caro,
ja, ich hatte ähnliche Probleme mit meiner Hündin - und erst einmal: fühl dich mal gedrückt! Ich weiß noch aus der Erinnerung wie fürchterlich es für mich als Besitzerin war, mein geliebtes Mausemädchen so zu sehen. Einfach grässlich!Als erstes möchte ich Dir den Tipp geben, dass Du unbedingt Deinen Hund gut (am besten zweifach) sicherst (evtl. Geschirr und Halsband?), damit sie auf gar keinen Fall in solch einer Panik-Situation entwischen kann.
Dann heißt es - Ruhe bewahren, ich vermute mal, dass die Hündin so panisch ist, dass Du sie weder durch zureden und durch Leckerchen "ablenken kannst", ansonsten kannst Du das auf jeden Fall probieren.
Dann würde ich die Hündin auf jeden Fall bei Tierarzt durchchecken lassen, vor allem auch unter dem Gesichtspunkt "Schilddrüsenunterfunktion".
Bemühe mal diesbezüglich die Suchfunktion hier im Forum.
Bei meiner Hündin haben die Angstattacken fast schlagartig nachgelassen, als wir endlich herausgefunden haben, dass sie Schilddrüsenprobleme hatte und ihr entsprechend Hormone zugeführt haben.
Ihr (und damit auch uns) geht es seither wieder richtig gut.
Ich möchte Dir nicht zu viel Hoffnung machen, bei der Vorgeschichte der Hündin, können natürlich auch andere Gründe vorliegen, sollte es aber mit der Schilddrüse zusammenhängen, kannst Du der Maus ggfs. gut helfen!
Liebe Grüße und viel Glück!
Silke
mit Jule und Tom -
danke für deine schnelle Antwort.
Gesichert ist sie schon lange über Halsband und Geschirr weil ich sie sonst nicht haltn könnte. Frei lafen tut sie auch nur da, wo ich mir 100%ig sicher bin, dass sie keine angst bekommt (es gibt einige Stellen, wo sie noch nie einen "Anfall" hatte) sonst hat sie eine 10 m Schleppleine, damit ich sie ein wenig kontrollieren kann wenn sie Angst bekommt. Wir waren auch schon bei unserem Tierarzt, da unsere Hundeschule auch meinte, dass das an der Schilddrüse liegen könnte. Der Tierarzt sagte allerdings, dass sie dafür zu jung sei und er das ausschliest.
Es ist auch besser geworden, doch Fahrräder sind Monster. Wenn mein Freund allerdings Fahrrad fährt findet sie das spannend.LG
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Hallo

Ach Mensch - da hat Deine kleine Maus aber schon einiges erlebt. Das tut mir sehr Leid, dass sie so einen miesen Start ins Hundeleben hatte.
Ich denke mit der Hundeschule seid ihr auf dem richtigem Weg. Vielleicht werden auch Stadtspaziergänge angeboten oder sowas, wenn sie soweit ist.
Im Moment kannst Du in diesen Situationen nur selbst sicher wirken, ruhig und entspannt bleiben und sonst nicht viel machen. Wichtig ist sie auf Deine Seite zu nehmen die vom Auslöser weg ist. Also wenn die Kinder links von euch rennen, nimmst Du sie rechts und umgekehrt. Also immer so, das du zwischen dem Auslöser und Hund sozusagen als Beschützer stehst.
Kein beruhigen und auch kein schimpfen (aber das wirst du eh nicht machen nehme ich an).
Sucht auch relativ reizarme Spazierwege aus, sie braucht das sicher noch.
bei so unsicheren Hunden hilft auch ein sehr sehr geregelter tagesablauf.
Ich wünsche euch viel Erfolg

Liebe Grüße
Dana -
Oje! Ich denke, dass das ständige hin und her reichen da einiges verschlimmert hat.
Wichtig ist, das du die einzelnen Angstauslöser erstmal einzeln "bearbeitest". Mit den leichteren anfangen. Wenn Du dir einige Sachen nicht erklären kannst, ist das nich schön, aber auch nicht dramatisch. Wenn Du erst mal an denen arbeitest, die Du eindeutig analysieren kannst, wird sie dadurch sicherer werden - das wird sich schließlich auch in die "unerklärlichen" reingeneralisieren - oder Du wirst mit der Zeit doch noch erkennen können, was bei den "unerkärlichen" der Auslöser ist. Da hilft es z.B. sehr, wenn man sich solche Situationen genau in einem (Trainings)Tagebuch notiert, und immer mal wieder nachliest - oftmals lassen sich dann Gemeinsamkeiten erkennen.Es gibt auch tolle Seminare zum Thema (gugstu z.B. hier: http://www.cumcane.de unter "Seminarkalender") oder gute Literatur ( z.B. von Nicole Wilde: Der ängstliche Hund -
)In dem Buch sind die Trainingsmethoden "systematische desensibilisierung" und Gegenkonditionierung sehr sehr gut beschrieben und es gibt Trainingsbeispiel, die man als Vorlage benutzen, aber (Wichtig) an seine speziellen Bedürfnisse anpassen kann.
Wo wohnst Du denn?
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Zitat
Der Tierarzt sagte allerdings, dass sie dafür zu jung sei und er das ausschliest.
LGHi Caro,
meine erste Tierärztin hat das auch ausgeschlossen, der Hund hätte keine SD-Probleme, das sähe man ja wohl - also hat Jule erst noch zwei Jahre weiter gelitten, bis wir einen anderen Tierarzt gefunden hatten, der sich ein wenig besser mit der SD-Problematik auskennt. Ich ärgere mich jetzt noch, dass ich mich so habe abspeisen lassen.Diese (erste) Tierärztin hat mir auch abgeraten, Jule HD-Röntgen zu lassen, "wenn ein Hund keine HD hat, dann die Jule ..." - tja - Jule hat HD-Grad IV.
Ich möchte auf gar keinen Fall behaupten, dass Tierärzte keine Ahnung haben, aber manchmal ist die Meinung eines 2. Tierarztes nicht verkehrt ...
Ich drücke Euch die Daumen!
Liebe Grüße
Silke
mit Jule und Tom -
danke noch einmal für die schnellen Antworten,
Ich wohne in der Nähe von Kiel, noch bei meinen Eltern und der Hund ist der Schatz der famielie. Meine Mutter und ich nehmen die Erziehung in die Hand. Hier ist alles sehr reizarm (Dorfähnlich), doch es passiert schon mal, dass eine Gruppe fahrräder vorbeirauscht, oder das Die Kinder aus den Gebüschen prechen.
Ein wenig anders ist es, wenn wir meinen Freund besuchen, auch über Nacht. Er wohnt in Gaarden, also da, wo es nie still ist. Wenn man dann dort den ersten spaziergang macht, ist sie nervös, doch sie bekommt keine Atacken, mit jedem weiteren Spaziergang wird sie sehr locker, nimmt die Rute hoch und freut sich mit uns spazieren gehen zu können. Da ist sie mit den Dingen die ihr Angst machen konfrontiert und ich denke Konfrontation ist nicht schlecht, doch das muss wohl dosiert sein.
Das mit der Selbstsicherheit merke ich selbst sehr stark, Wir schaffen es sogar entweder Sitz zu machen, wenn ein Fahrrad vorbei fährt (oftmals setzt sie sich dann von selbst), oder manchmal, wenn der Weg breit genug ist, wieter zu gehen. Doch wenn man sich über die Situation so freut und kurz aufahtmet und lacht, fällt ihre Selbstsicherheit direkt danach in sich zusammen und wenn dann etwas kommt, ist sie halt unentspannt.
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Dann schau auch mal hier http://www.die-briards.de - das ist nicht so weit von Euch weg - und da gibt es auch die angesprochenen Seminare.
Wenn "doll freuen" sie verunsichert, versuch es mit ruhiger Freude. Dass sie sich hinsetzen oder weiter gehen kann, ist doch schon mal ein toller Ansatz - versuch solche Situationen gezielt zu Trainingszwecken aufzusuchen (merk dir Stellen, wo Fahrradfahrer im richtigen Abstand mit möglichst idealem Tempo (etc:) an Euch vorbei fahren, und/oder, wo Du den Richtigen Abstand regulieren kannst (weil z.B. eine Wiese neben einem Radweg liegt und Du dort den Abstand freu wählen kannst. Wenn Du gezielt solche Sachen übst, solltest du extrem leckere Leckerchen zur Hand haben, die sie auch NUR in diesen Situationen bekommt. Trainigsziel ist, dass sie lernt, dass "Radfahrer superyummie Leckerchen zum ERscheinen bringen" ohne Radfahrer, keine Leckerchen (ersetze "Radfahrer" durch jeweils das "Ding" vor dem sie Angst hat und an dem Ihr gerade arbeitet.
Sinnvoll ist auch ein konditioniertes Entspannungssignal, das Du nach gründlicher konditionierung in ängstigendenSituationen einsetzen kannst (über die Suchfunktion findest Du Beiträge, wo die Konditionierung beschrieben wurde)
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Hallo!
Ich würde es mal mit der Hilfe der Homöopathie/Kinesiologie probieren.
Oft gibt es traumatische Erlebnisse, die so tief sitzen, dass
garkein Vertrauen aufgebaut werden kann. Also dass der
Hund vor allem Angst hat und nie mit Sicherheit spürt, dass
ihm nichts passieren kann.
Falls du offen dafür bist, so etwas auszuprobieren,
in der Nähe von Kiel gibt es sicher Kinesiologen/Homöopathen.http://www.freie-tierheilpraktiker.de/therapeuten/thpOnline1024.htm
Runterscrollen, bis du bei eurem PLZ-Bereich bist.Die hier arbeitet auch an Tieren:
Monika Urban-Schinnerer, Kinesiologin IFHK
Praxis für Kinesiologie
Ladestraße 1
26209 Hatten/Sandkrug
Telefon: 04481-908601
Email: [email='mus@praxis-sandkrug.de'][/email]Garnicht so einfach, da jemanden zu finden.
Ich würde euch empfehlen es zu probieren, falls es anderweitig nicht
besser wird. Bei Coona hat es sehr schnell extrem geholfen - ich hab
gestaunt
Ciao
Kaja -
Das mit der Homeopathie ist gar keine schlechte Idee.
Ich werde mir auch das Buch bestellen, dafür noch einmal danke Shoppy für den Link ^^.Ich muss heute warscheinlich eh noch einmal zum TA wegen ihrer Narbe, die sich anscheind entzündet hat, daher kann ich das mit der Schilddrüse noch einmal absprechen und auf eine Untersuchung bestehen.
Auch danke für den Tipp mit der Konditionierung mit bestimmten Leckerchen. Da muss man nur noch etwas finden, dass sie lieber mag als Fleischwurst, das sind die Hundeschuleleckerchen (Clickertraining).
LG Caro
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