Übermäßiger Durst bei Stress

  • Hallo!

    Ich bin mir nicht sicher, ob meine Beobachtung tatsächlich Sinn macht oder Unsinn ist, aber kann es sein, dass ein Hund bei extremem Stress übermäßigen Durst hat und mindestens doppelt so viel trinkt als normal? Habt ihr auch schon solche Beobachtungen gemacht?


    LG
    Rebecca

    :hilfe:

  • Wenn meiner mal nervös ist, weiß er auch nicht was er als nächstes anstellen soll, und da kommt es auch schon vor ,daß er mal aus Verzweiflung saufen geht.
    Es sieht dann manchmal soaus , als ob er noch nie Wasser bekommen hat. Gerne macht er das ,wenn wir in anderen Wohnungen sind,grins!
    Haben schon immer alle Mitleid mit ihm, daß er zuhause nichts zu saufen bekommt,... :roll:

  • Ja, manche Hunde sind regelrechte psychogene Säufer.
    Und wir haben ja auch so manche speziellen Sachen, Schockolade..., die bei Stress herhalten müssen.
    Andere Hunde kauen sich die Pfoten auf, und da gibts noch viele andere Sachen.
    Du kannst helfen in dem du souverän und gelassen in solchen Situationen agierst. Soweit das eben für einen selber möglich ist. Auch eine klare Kommunikation ist hilfreich, also sowas wie ja oder nein, kein jain. Und man kann schauen, wie man einen Hund aus seinem Stress rausnimmt, z.B. ihn dann auf seinen Platz ablegen (das aber erstmalö in stressfreien Situationen üben). Ich hatte auch so einen Hund. Meine erste Hündin hatte einen Herzfehler und da war außerhalb der Wohnung alles Stress. Vermehrtes Trinken und demzufoge Pieseln war bei ihr Gott sei dank nicht dabei.

    Grüße Carla

  • Wenn es das ist, was ich vermute, dann dauert der Stress schon an, seit wir sie haben, also ca. 6 Wochen, und wir wussten nichts davon!

    Wir haben zwei Hundewelpen, einen Rottweiler und einen Husky. Der Rottweiler ist seit etwa 10 Wochen hier und hat sich seinen Schlafplatz mitten an der Wohnzimmerwand ausgesucht, so dass er auch den Überblick hat und uns "beschützen" kann, wenn er schläft - ist halt ein Wachhund... :roll:

    Den Schlafplatz des Huskymädchens haben wir neben den des Rottweilermädchens gelegt und dachten, wir tun ihr einen Gefallen, denn die beiden sind fast unzertrennlich. Allerdings hatten wir beim Husky ziemliche Schwierigkeiten mit dem Liegenbleiben, haben das aber bisher darauf geschoben, dass sie noch relativ jung ist. Sie trinkt von Anfang an Unmengen von Wasser, und letzte Woche wurde es dann so schlimm, dass wir etwa alle 10 Minuten raus mussten mit ihr. Wir sind dann am Freitag zum Tierarzt gegangen, Blut und Urin wurde untersucht, und morgen bekommen wir das Ergebnis.

    Übers WE hatte ich nun genug Zeit, über die beiden nachzudenken und plötzlich hatte ich die Idee, dass der Rottweiler vielleicht von Natur aus gerne den Überblick hat und somit mitten im Zimmer schlafen kann, der Husky aber naturbedingt Höhlen buddelt, um in der Erde zu schlafen, da Erde wärmer ist als Schnee ... Er braucht also vielleicht eine Höhle, um sich sicher zu fühlen. Wir haben dann gestern morgen nach dem ersten Gassigehen ihren Schlafplatz hinter den Tisch gelegt, das Mädchen hat sich hineingelegt, ist liegengeblieben und hat geschlafen wie ein Murmeltier! Außerdem ist das Verhalten der beiden zueinander wie ausgetauscht. Sie spielen absolut ruhig miteinander (Husky hat bisher immer oft gebellt), der Durst ist wie weg, Gassi sind wir gestern und heute grad mal noch 5 Mal gegangen und so kam mir dann die Idee, dass dieser Durst stressbedingt sein könnte!

    Wenn das der Grund wäre, dann wäre mir weitaus wohler als bisher, da ich ziemlich Angst vor Diabetes o.ä. hatte. Bin gespannt, was der TA rausgefunden hat, wäre aber doch unglaublich, wenn es tatsächlich an der fehlenden "Höhle" gelegen hätte!

  • Hallo,
    würde auf jeden Fall nochmal Urin mitnehmen zur Dichtebestimmung. Da sieht man dann gleich, ob sie den Urin konzentrieren kann bzw. ob er konzentrierter ist.
    Ich persönlich würde meinem Hund einen strategisch unwichtigen Platz zuteilen, v.a. wenn er Wachambitionen hat. Sonst könnte er, wenn er anfängt zu pupertieren, seine Rolle in eurem Rudel mißverstehen. Und das hat mit Dominanz nix zu tun. Ja und zwei Hunde sollten lieber 2 getrennte Plätze haben, damit sie sich aus dem Weg gehen können. Wenn denen so ist, dann liegen eh beide auf einem oder auf dem jeweils anderen. Sozialisiert heißt ja nicht, dass sie sich immer verstehen müssen. Da gibts auch mal Unstimmigkeiten und dann müssen sie sich aus dem Weg gehen können.
    Und wenn euer Rotti recht selbstbewußt ist, dann hat euer Huskymädl wirklich ein Dilema. Sie soll von euch aus liegen bleiben aber der Rotti signalisiert ganz sicher, dass sie von "seinem" Platz verschwinden soll. Also entschärft sie die Situation indem sie einen unverfänglichen Gang zum Wassernapf unternimmt (das ist schließlich erlaubt). Möglicherweise mußtet ihr sie danach wieder auf ihren Platz verweisen, denn vom Wassernapf wird sie da nicht wieder hingegangen sein und das Spiel geht von vorn los.
    Auch Welpen sichern sich schon ihre Privilegien. Ist ganz normal. So wie sich das stärkere Geschwisterkind meist das größere Stück Schockolade sichert.

    Grüße Carla

  • Unser Rotti ist nicht die Dominantere, das ist eigentlich eher unser Husky! Und wir hatten schon das Gefühl, dass sie an den Rotti gekuschelt besser schläft als alleine im Bettchen! Deshalb wären wir nie auf den Gedanken gekommen, dass wir sie getrennt legen müssen! Sobald wir nämlich nicht hingeschaut haben oder aus dem Zimmer gingen, lag sie recht häufig eng an den Rotti gekuschelt. Sie hat's wohl nur nicht ganz alleine in ihrem Körbchen ausgehalten, so lange das "offen" an der Zimmerwand stand. Jetzt steht es wie gesagt hinter dem Tisch, sie kann nur zwischen den Tischbeinen zu uns rüberschauen, der Rotti liegt etwa 4 Meter weg, und jetzt ist Ruhe! Wir finden sie vereinzelt auch noch beim Rotti im Korb, aber das Alleine-Schlafen bekommt sie jetzt hin! Tja, und der Durst ist weg!

    Oh du guter Tierarzt! Find jetzt nur nichts anderes heraus!


    Wir haben das Ergebnis - alles in Ordnung! Ihr fehlt absolut nichts, nur etwas Zucker im Blut, was durchaus ein Zeichen von Stress ist, denn für Diabetes war die Konzentration zu gering, und im Urin war kein Zucker, so dass der TA sicher ist, dass es definitiv kein Diabetes und auch sonst nichts ist, was uns Sorgen machen müsste. Wir haben das Körbchen immer noch "versteckt" hinterm Tisch, das Trinkverhalten ist tatsächlich immer noch normal, keine Pfützen mehr im Haus, und nur noch 5-6 Mal Gassigehen wie mit unserem Rotti auch - ich bin einfach sprachlos!

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