Scheinträchtigkeit weiß nicht mehr weiter!!??

  • Hallo an alle

    seit ca. einer Woche ist unsere Kleine schon wieder exrem scheinträchtig!
    So schlimm war es noch nie! Ständig mieksen,will nicht allein sein überall nur wo wir sind.Hat zwar ihre eigene Couch will jetzt aber immer mit auf unsere ( hat sie vorher nie gemacht) und am liebsten mit ins Bett. Sie ist ständig am lecken und beim GAssi gehen nur am Löcher buddeln und Milch hat sie auch. WAr auch schon mit Ihr beim TA.HAt erstmal was pflanzliches bekommen und morgen sollen wir zur Akkupunktur.Ob das was bringt??Auf jeden FAll leidet sie sehr und ich mit ihr.WAs soll ich nur machen?
    Denke über eine KAstration nach.Denn es wird von mal zu mal immer schlimmer!Will nicht das sie leidet darunter.Sie wird 4 jetzt im JAnuar.
    DAnke für eure Tipps!!

    Gruß Ridgi

  • Hallo Ridgi,
    meine Kleine (wird im Frühjahr 4) war auch jedes Mal extrem scheinschwanger, die letzten Male wurde sie schon direkt nach der Läufigkeit total schlapp und müde, bis es dann irgendwann in die schlimme Phase überging. In dieser Zeit konnte man sie überhaupt nicht allein lassen und sie brauchte ständigen Körperkontakt, sie hat Tag und Nacht geweint, oft sogar regelrecht geschrieen und am ganzen Körper gezittert, zwei Wochen hat sie nichts gefressen und getrunken. Verschiedene homöopathische Mittel haben nicht geholfen. Sie hat Mittel bekommen wie Galastop und Contra-Lac, die durch Einflußnahme auf die Hormone die Milchproduktion unterbinden und damit verschwinden dann auch die psychischen Symptome. Bei der letzten Scheinschwangerschaft haben die Tabletten bei meiner Maus kaum noch etwas bewirkt. Es wurde erst 12-13 Wochen nach der Läufigkeit besser. Ich habe sie nun sehr schweren Herzens kastrieren lassen. Wegen der vielen Scheinschwangerschaften ist vorsichtshalber auch die Gebärmutter mit entfernt worden. Sie hat die OP sehr gut überstanden und ist insgesamt sehr gut drauf, hat auch mal wieder Lust, zu spielen etc.
    Wie es sich langfristig entwickelt, ob sie zunimmt, inkontinent wird oder sich ihr Fell verändert etc., kann ich noch nicht sagen. Der Hunger ist auf jeden Fall schon mal größer geworden... Ich weiß also noch nicht, ob ich den Schritt bereuen werde (wie bei meiner Großen damals) - aber ich weiß, dass sie sehr, sehr darunter gelitten hat, dass es immer länger dauerte und immer schlimmer wurde und dass es bei dem Verlauf in der Folgezeit wohl noch hätte passieren können, dass sie zwischen Scheinschwangerschaft und nächster Läufigkeit gar keine Pause mehr gehabt hätte. Das wollte ich nicht riskieren, denn eine scheinschwangere Hündin soll man eigentlich auf keinen Fall kastrieren und eine läufige Hündin natürlich ohnehin nicht.
    Es ist eine schwere Entscheidung ... berate Dich doch am besten mit Deinem TA oder auch einem anderen vertrauenswürdigen TA, der neben dem nötigen Sachverstand eine recht neutrale Einstellung zur Kastration hat.
    LG Petra

  • Danke füe deine Antwort Petra. Allso zittern tut sie auch aber der Apetitt ist unverändert.Warum hast du die Kastration schon einmal bereut?
    Will mir auf jeden Fall noch ein Buch zu diesen Thema zu legen.
    Wollte sie eigentlich auch nie kastrieren lassen nur wenn aus medizinischen Gründen.Aber sind das denn medizinische Gründe?HAt sie den körpliche Schmertzen während der Scheinschwangerschaft oder doch nur psych. Schmerzen!?Obwohl das psych. eigentlich schon reicht. Wie war es denn nach der OP mit Schmerzen? Hab da echt große Angst weil meine Hummel ganz schön sensibel ist.

    Ganz liebe Grüße

    Ridgi

  • Hallo Ridgi,
    also - sehr bereut habe ich die Kastration bei meiner Großen, da sie sofort heftig inkontinent geworden ist und ihr Leben lang Tabletten nehmen mußte, was mit Sicherheit nicht gesundheitsfördernd ist. Dann deshalb, weil sie vorher schön schlank war, nachher aber unaufhaltsam zugenommen hat. Sie hat auch recht schnell nach der Kastration Probleme mit dem Bewegungsapparat bekommen (da war sie noch nicht dick). Und sie hat so eine Unterwolle bekommen, dass ich sie in späteren Jahren im Sommer alle sechs Wochen geschoren habe, damit sie es aushalten konnte. Ich denke, die Kastration hat sie insgesamt bestimmt 3-4 Jahre eines möglichen Lebens gekostet. Ich habe es damals leider nicht besser gewußt und hatte definitiv die falsche Tierärztin.
    All diese Folgen können, müssen aber nicht sein ! Es ist von Hündin zu Hündin unterschiedlich. Körperliche Schmerzen hat meine Kleine während der Scheinschwangerschaften nicht gehabt, denke ich. Und mal eine Zeit kaum etwas fressen ist bei ihr nicht tragisch (nicht trinken schon!). Aber psychische Belastungen in diesem Ausmaß sind für mich genauso schlimm. Ständige heftige Scheinschwangerschaften in der Art, wie meine Kleine sie hatte, sind für mich persönlich schon ein medizinischer Grund - zumal ich nicht länger abwarten wollte, bis sie nur noch läufig oder scheinschwanger ist, und diese häufigen Scheinschwangerschaften wohl auch oft in einer Pyometra oder einer Veränderung der Gebärmutter enden (so hat man mich von verschiedenster Seite informiert - ob es wissenschaftlich erwiesen ist, weiß ich nicht). Außerdem hat sie ganz leichte Herzprobleme, die mit zunehmendem Alter sicherlich nicht besser werden, so dass eine Narkose dann immer risikoreicher geworden wäre. Dennoch habe ich den Schritt nur äußerst ungern getan, habe es die Jahre vorher immer abgelehnt und da bei meinen heutigen TÄinnen auch großes Verständnis gefunden.
    Die Schmerzen nach der OP können nicht so schlimm gewesen sein, ihr war an dem Tag der Narkose zwar schlecht, aber sie ist bereits munter herumgeturnt und sie ist ein absolutes Sensibelchen/eine Überempfindsame! Nach der OP hat sie eine Schmerzspritze bekommen und ich habe noch für zwei Tage Schmerzmittel mitbekommen.
    Lass' Dich auf jeden Fall ausreichend beraten und bilde Dir in Ruhe Deine eigene Meinung.
    Liebe Grüße und alles Gute für Deine Maus!
    Petra

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