Sachkundeprüfung Hund Niedersachsen

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  • Hallo,

    weil ich hierüber nichts im Forum gefunden habe, wollte ich mal erzählen wie das bei mir abgelaufen ist. Vielleicht interessiert es den ein oder anderen.

    Zuerst habe ich über das Internet Fragen gelernt und auch das Buch Sachkundenachweis und Hundeführerschein Niedersachsen von Roland Berger gelesen.

    Die Prüfung nahm unser Tierarzt ab, der dazu Berechtigt ist.

    Für die Theorie, die vor der Anschaffung erfolgt, loggt er sich dafür online auf einer Seite ein und startet den Test.

    Man hat 45 min Zeit und muss aus 5 Themenbereichen 36 Multiple-Choice-Fragen beantworten. Man konnte wählen ob nur eine Antwort jeweils richtig sein soll oder ob auch mehrere Antworten. Ich habe mich für das Erstere entschieden. Wenn man sich für mehrere richtige Antwortmöglichkeiten entscheidet, sind es weniger Fragen, die man beantworten muss. 50% müssen dabei richtig sein, bezogen auf die Themengebiete. Also in einem Gebiet alles falsch und dafür in dem andern alles richtig, gleicht sich nicht aus. :winking_face:

    Wirklich gute Vorbereitung ist wichtig, denn es geht auch um Gesetze und medizinische Dinge, die man nicht unbedingt so wissen kann, selbst wenn man schon jahrelang einen Hund gehabt hätte. Z.B. wie viele Zähne hat ein Hund? Ich weiß nicht mal wie viele Zähne ich selber habe. :thinking_face::woozy_face:Naja, kann schon sein, dass mancher auch ohne Vorbereitung besteht, denn man kann dabei auch nach dem Ausschlussverfahren vorgehen.

    Wichtig ist auch: LESEN!! die Fragen!! und zwar bewusst. Die sind manchmal positiv und dann wieder genau andersherum gestellt, worauf man leicht reinfallen kann. z.B. >Wie reagieren Sie in folgendem Fall nicht. < Man liest die erste Antwort, denkt, ja genau richtig, so regiere ich und kreuzt das an und das ist natürlich dann falsch. Zuvor waren aber alle Fragen genau anders herum gestellt. Bisschen gemein. Also man muss da echt lesen und aufpassen. Man bekommt das dann zertifiziert wenn man bestanden hat. Kostete bei mir rund 70 Euro die Prüfung abzulegen.

    Spätestens nach einem Jahr muss dann die Praxis erfolgen. Die habe ich dann auch bei dem Tierarzt gemacht.

    Zuerst wird der Chip ausgelesen und dann die Versicherungsurkunde geprüft, ob der Hund haftpflichtversichert ist. Personalausweis dabei haben ist auch wichtig. Wer eine Schleppleine verwenden möchte für den "Freilauf" bekommt das dann auch nur so eingetragen, dh. er darf den Hund nie losmachen im öffentlichen Gelände. Ich dachte ich hätte vorher gelesen, dass der Prüfungsteil ohne Leine an einem gesicherten (durch Zaun) Platz stattfinden muss. Naja, bei dem Tierarzt nicht. Also, ja auch ohne Leine.

    Wir sind dann losgestiefelt. Die Tierärztin ist mit mit mir zum Wochenmarkt Markt gegangen und hat mir erklärt, dass hier geprüft wird, ob der Hundehalter in verschiedenen Situationen mit seinem Hund so umgeht, dass er niemanden gefährdet. Zuerst die Leinenführigkeit, die bei uns gut ist und dann sind wir über den kleinen Wochenmarkt, wo viele Menschen sind, was meine Hündin auch gut gemacht hat ( nur bei dem Wagen vom Schlacher hat sie dann mal kurz hochgeschaut :smirking_face:). Dann sind wir weitergegangen in die Wiesen hinter der Schule. Auf dem Weg dorthin kam uns auf dem schmalen Fußweg ein Mensch Hundepaar entgegen und wir haben einfach die Straßenseite gewechselt.

    Dort bei den Wiesen waren viele Skater und da sind auch zwei kleine Seen. Zuerst musste ich meinem Hund dann in die Ohren und ins Maul schauen und die Pfoten alle einmal anheben.

    Die Tierärztin ist etwas von uns weggegangen, dann schnell auf mich zu und hat mir die Hand gedrückt, was abfragen sollte, wie Bella dabei reagiert, wenn mich jemand so direkt begrüßt.

    Wir sind dann noch ein Stück gegangen und Bella hat einen schönes Häufchen gemacht, was ich natürlich vorbildlich eingetütet und entsorgt habe und ich sollte sie dann losmachen.

    Bella tobte dann auch gleich los. Ich sollte sie zurückrufen, was echt super geklappt hat. All die Leute die da so rumstanden, also Jugendliche hat sie voll ignoriert. Dann sollte ich sie Sitz machen lassen und Platz und dann so 20 m weggehen und sie zu mir rufen. Und das wars dann auch schon. Hat aber eine ganze Stunde gedauert.

    Wir sind dann ohne Leine wieder zurück zum Parkplatz. Dann hab ich sie wieder angeleint. Auf dem Weg zur Praxis kamen uns dann dann noch zwei Kinder mit zwei kleinen Hunde entgegen. Für meine Schäferhündin ein rotes Tuch. Ich konnte leider nicht genug Abstand nehmen und sie ist dann in die Leine gesprungen. (die zwei Kleinen haben auch ordentlich gepöbelt.) Habe sie dann einfach festgehalten bis die vorbei waren. Ist auch ok, sagt die Tierärztin, ist auch eine Lösung.

    Ich habe dann meinen zweiten Eintrag für die Praxisprüfung bekommen und 80 Euro bezahlt. :money_mouth_face:

    Die Bestätigung der bestandenen Sachkunde Praxis habe ich dann an das Ordnungsamt weitergeleitet.

    Mein Fazit: Anstrengend alles und teuer und ich bin froh, es hinter mir zu haben. Teure Kurse sind dafür meiner Meinung nach nicht nötig, für die Theorie schon mal gar nicht und wenn der Hund funktioniert, dann auch für die Praxis nicht. Man kann die praktische Prüfung auch mit einem anderen Hund machen, muss nicht der eigene sein. :smiling_face_with_sunglasses:

    Vielleicht haben einige auch andere Erfahrungen gemacht und können hier ergänzen.

  • Ach so, ergänzend: Den theoretischen Teil sollte man ablegen bevor man sich einen Hund anschafft. Dieser ist dann bei der Anmeldung der Steuer mit abzugeben. In dem Formular der Steuer wird das gleich verlangt. Genau so wie der Nachweis einer Haftpflichtversicherung, die Chipnummer und der Eintrag ins Niedersächsische Zentralregister. Und es wird das Datum abgefragt, wann der Praxisteil der Sachkunde nachgereicht wird.

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