Mastzellentumor - Frenchie

  • Hallo liebe Mitglieder,

    ich wende mich mit einer mich sehr belastenden Situation an euch und hoffe ihr könnt mir etwas Stärkung geben 🙏.


    Mylo, mein Frenchie ist aktuell 7 Jahre alt (wird am 10. April 8 Jahre alt). Der letzte Monat war sehr turbulent!

    Am 07.01 hatte er in der Klinik einen Termin zur Zahnsanierung. Es wurde im Vorfeld Blut abgenommen und 5 Stunden später rief mich der Arzt an und meinte ein Wert wäre nicht optimal und deute auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin, daher rät er erstmal zwecks einer möglichen, schlechten Wundheilung von der OP ab, bis wir Gewissheit haben. Ein paar Tage später bekamen wir grünes Licht, Schilddrüsentechnisch ist alles in Ordnung.

    Am 23.01 dann der OP Termin, die OP wurde gut überstanden und es wurde zudem ein "Knubbel" an der rechten Schulter Richtung Rücken entfernt und eingeschickt - gutartiger Tumor und es ist alles gut zum Glück.

    Mylo ging es dann 1 Woche lang bis zum 01.02 gut, - also er wurde von Tag zu Tag fitter gefühlt, als dann an dem Sonntag sein Gesicht angeschwollen ist und wie eine Art allergische Reaktion aussah. Da er keine Atembeschwerden gezeigt hat und wir uns 100% sicher waren er kann nichts gegessen haben oder mit etwas im Berührung gekommen sein, das er nicht verträgt, haben wir die Nacht abgewartet. Die Schwellung ging zurück, kam einen Tag später wieder zurück und verging wieder am Folgetag.

    Am Freitag morgen, den 06.02 hat er sein Futter vom Vorabend unverdaut erbrochen, daraufhin hab ich dann direkt den TA Termin vereinbart. Bis zum Termin am Mittag hat er sich weitere 2 male übergeben. Der TA hatte Blut abgenommen und meinte alles sei ok - 1, 2 Werte wären abseits der Norm aber das wäre "Stress" zuzuschreiben. Die Zähne sehen gut aus "aber" er habe einen Knubbel an dem rechtem Vorderbein an dem Winkel zum Körper der Außenseite der nicht so gut aussieht und man das mit Isaderm einreiben soll und schauen wie sich das entwickelt in 1 Woche. Da gingen bei mir natürlich alle Alarmglocken an als mir das meine Verlobte erzählt hat. Ich zieh ihm jeden Tag sein Jäckchen/Geschirr an und mir ist das nicht aufgefallen! Vor allem hätte man das auch bei der OP sehen müssen da es direkt unterhalb von dem entfernten Knubbel ist, ca. 10cm darunter - aber scheinbar ist das erst im Nachgang gewachsen.

    Der Kmubbel blieb die ersten 3 Tage unverändert - ist ca. Erbsen groß - und ab dem 4 Tag hatte ich das Gefühl er verbesserte sich und wurde etwas kleiner zu meiner Freude. Die Freude hielt nicht lang, denn am Dienstag die Woche ist sein Auge komplett dick geworden und angeschwollen - direkt zum TA, Bindehautentzündung!

    Die Bindehautentzündung ging zurück durch die Tropfen, die Schonkost habe ich abgesetzt und gestern Vormittag dann normales Essen gefüttert - dieses wurde am Abend wieder erbrochen, kurz vor Gabe des Abendessens. Mein Vater, der zu Besuch gestern bei mir war, hatte auch das Gefühl, dass er etwas komisch wirkt über den Tag- im Sinne von er steht in der Gegend rum, wirkt anteilnahmslos.

    Nach dem Spucken am Abend bin ich direkt in die Klinik da ich nicht länger warten wollte... nach 3 Stunden und unvorhersehbar wie lange ich noch warten müsse, beschloss ich morgen früh, also heute morgen nen Termim beim TA zu machen und bin aus der Klinik. Um halb 6 wurde ich dann geweckt vom Geräusch von Mylo wie er versucht zu erbrechen und würgt, sich ständig räuspert und sein Bauch lautstarke Geräusche macht. Also war ich um 6 Uhr wieder in der Klinik und kam schnell dran - ich habe alles erzählt und sie hat bereits den Begriff "Mastzellentumor" in den Raum geworfen. Es wurde eine Probe entnommen mit der Nadel und nach einer halben Stunde kam die Ärztin mot der Bestätigung - Mastzellentumor! Die Onkologin war bereits im Haus und hätte einen Blick auf die Probe geworfen und Mastzellen bestätigt.... und jetzt gejt das Jahr genauso weiter wie das letzte... mit stark einschneidenden Ereignissen die das Leben komplett auf den Kopf stellen.

    Es muss jetzt erstmal gewartet werden was bei der Probe herauskommt. Dann wird zeitnah ein Termin zur Ultraschalluntersuchung vereinbart um alles zu besprechen. Bis dahin hat er Magenschutz und ein Mittel gegen Übelkeit bekommen.

    Auf dem Weg aus dem Krankenhaus kam mir eine Frau mit ihrem Frenchie entgegen, der zur Tumorentfernung gerade in die Klinik gegangen ist. Sie erzählte mir, dass ihr Frenchie ebenfalls einen Mastzellentumor hatte vor 7 Jahre und alles problemlos verlief, was mir erstmal ein besseres Gefühl verschaffte, weil ich mich da überhaupt nicht auskenne.

    Seither bin ich am lesen, und hoffe es ist keine Stufe 3 oder high grade wie das bezeichnet wird. Meine einzige Sorge und gleichzeitig meine offene Frage an euch: Die Tierärztin hat von der Onkologin gesagt bekommen, dass die aktuellen Symptome für die Größe des Tumors schon mehr Gewichtung haben, was aber sein könne... nun ist natürlich meine Amgst, dass das von Innen heraus kommt und nur die Spitze des Eisbergs ist. Habt ihr Erfahrung mit solchen Symptomen der Histaminausschüttung? Kann das von nem Erbsengroßen Tumor kommen?

    Besten Dank schonmal und liebe Grüße.

  • Die Klinik hatte mich eben nochmal angerufen und einen Termin für nächste Woche Donnerstag zur Voruntersuchung/Stagingbestimmung zu vereinbaren. Das ist ne ganze Woche bis dahin in der Ungewissheit!

    Wenn es schlimmer wird von dem Magen etc. dann müsste ich vorher kommen um da irgendwie schauen zu lassen... ein früheren Termin haben die definitiv nicht meinte sie.

    Jetzt hört man ja alle möglichen Stories, dass mam da nicht reinpicksen soll und dass es danach schnell gehen muss - mache ich mich zurecht verrückt, dass der Termin erst am Donnerstag ist oder liegt das daran, dass mir gerade einfach alles zu viel wird von dem Tag und der Diagnose 😔?

  • Die Klinik hatte mich eben nochmal angerufen und einen Termin für nächste Woche Donnerstag zur Voruntersuchung/Stagingbestimmung zu vereinbaren. Das ist ne ganze Woche bis dahin in der Ungewissheit!

    Wenn es schlimmer wird von dem Magen etc. dann müsste ich vorher kommen um da irgendwie schauen zu lassen... ein früheren Termin haben die definitiv nicht meinte sie.

    Jetzt hört man ja alle möglichen Stories, dass mam da nicht reinpicksen soll und dass es danach schnell gehen muss - mache ich mich zurecht verrückt, dass der Termin erst am Donnerstag ist oder liegt das daran, dass mir gerade einfach alles zu viel wird von dem Tag und der Diagnose 😔?

    Erstmal: tut mir leid und ich kann gut nachvollziehen, dass du in Sorge bist.

    Die Biopsie wird mittels Feinnadelpunktion durchgeführt und birgt kein Risiko hinsichtlich Metastasierung. Das hängt maßgeblich davon ab, ob es sich um einen High- oder Lowgrade handelt und von der Größe. Allerdings können auch kleinere Tumor ein High-grade sein. Da ein Mastzeller meist über Monate wächst, sind die 7 Tage in meinen Augen vernachlässigbar und im Rahmen.

    Leider neigen Frenchies zu derlei Dinge.

  • Ich danke dir erstmal für deine Antwort.

    Mylo hatte in der Vergangenheit auch seine Problemchen aber am Ende stellte sich immer heraus, es waren positive bzw. gutartige Geschichten.

    Das jetzt ist eine ganz andere Hausnummer, man kriegt gesagt es ist die Art von bösartigem Tumor und wird dann eine Woche mit seinen Gedanken etc. "im Stich gelassen".

    Er ist aktuell auf jeden Fall anders vom Verhalten, wesentlich müder, hat auch nicht die Lust auf lange Spaziergänge sondern will wieder nach Hause - das fällt mir seit gestern Abend auf. Vielleicht liegt das aber auch an allem drumherum.... die OP vor 3 Wochen, Antibiotika einnahme danach, allergische Reaktion durch Histaminausschüttung, Magenprobleme die jetzt mit den Tabletten erst behandelt werden und die Augenentzündung diese Woche... ich glaub nach der OP und Antibiotika war sein Immunsystem mit Sicherheit geschwächt.

    Hat jemand Erfahrung mit Citirizin? Ich soll ihm gleich die erste Tablette verabreichen neben dem Magenschutz den er 3x am Tag nimmt und 1x Medikament gegen Übelkeit. Wenn ich mir zu seinem oben angegebenem Verhalten jetzt noch die Nebenwirkung "Müdigkeit" dazurechne, dann schlaf ich gefühlt keine Sekunde mehr bis Donnerstag und bilde mir alles mögliche ein 🫣

  • Also generell ist die Verdachtsdiagnose blöd, aber in diesem Fall kein Notfall.

    Je nach Staging hat dein Hund bei operativer Entfernung auch eine gute Prognose. Die Müdigkeit sehe ich als normal an, gib deinem Hund einfach die Ruhe, die er braucht. Ich habe keine verstärke Müdigkeit unter Cetirizin-Gabe bei meinen Hunden festgestellt, allerdings sind die eh eher "Baureihe faul".

    Was beschäftigt dich denn momentan? Welche Infos würden dir aktuell weiterhelfen?

  • Danke für eure Antworten.

    Mich beschäftigt die Gesamtsituation, dass ich mit solch einer Diagnose niemals gerechnet habe und einfach nur für ein Medikament wahrscheinlich in die Klinik bin, da durch Isaderm der Knubbel kleiner wurde und schlimmeres vom Schirm war 😔.

    Ich schau ihn an und denk mir nach den ganzen lebenseinschneidenden Ereignissen in den letzten 2 Jahren und im Hinblick auf ein hoffentlich besseres 2026 - das kann nicht wahr sein, nicht mein Hund jetzt noch und das mit nichteinmal 8 Jahren!

    Es kann auch alles gut gehen nach meinem bisherigen Einlesen in die Materie aber "bösartiger Tumor" in meinem Kopf löst bei mir direkt ein nahes Ende im Kopf aus und das macht mich gerade einfach kaputt. Die Terminvergabe in 1 Woche ohne dass ich weiß woran ich bin verschlimmert alles weiter und jedes "nicht 100% aktiv sein" von ihm füttert meine zerstörerischen Gedanken weiter.

    Dann kommt die Sache noch dazu, ob ein solch "kleiner Knubbel" diese Histaminsymptome auslösen kann oder doch nicht viel mehr innen ist. Fragen die sich erst am Donnerstag beantworten lassen während der Ultraschallgeschichte - da werde ich das mit der Lunge auch ansprechen 🙏.

    Es ist für mich auch einfach unbegreiflich wieso man eine Woche wartet wenn man doch bereits eine solche Diagnose bekommt und Zeit verstreichen lässt - das löst bei mir auch Schuldgefühle aus wie: Muss ich mehr Druck machen zwecks früherer Terminvergabe? Wieso nehm ich den "weiten" Termin einfach wahr wo doch jeder verstrichene Tag die Situation nicht besser sondern nur schlechter machen kann. Da schieb ich mich immer mehr ins schlechte Licht....

  • Das kann ich gut nachvollziehen.

    Ein 8 jähriger Frenchie ist für mich nicht "erst" acht, die Lebenserwartung geht bei dieser Rasse definitiv nach unten. Wie gesagt, sind Mastzeller bei dieser Rasse durchaus als rassetypisch bekannt. Da hätte mich die Diagnose, gerade in diesem Alter, nicht überrascht.

    Ich will damit nicht sagen, dass du etwas übersehen hast, dass dich die Diagnose nicht hätte überraschen oder treffen sollen. Ich denke du hattest wahrscheinlich nicht auf dem Schirm, welche rassetypischen Problem Frenchies mit sich bringen. Das ist nicht tröstlich, aber es wird in den nächsten Jahren mit zu hoher Wahrscheinlichkeit noch zunehmen. Das würde ich im Hinterkopf behalten und etwaige Wehwehchen dahingehend in einem frühen Stadium abklären lassen.

    Wie schon geschrieben, ist ein Mastzeller kein Notfall, sollte aber auch nicht auf die lange Bank geschoben werden. Du solltest dir keine Vorwürfe diesbezüglich machen. Du kannst natürlich nach einem früheren Termin fragen, für Diagnose und Behandlung wird es keinen großen Unterschied machen. Eine Aussage bezüglich Prognose lässt sich erst nach FNP und histologischer Begutachtung treffen. Eventuell ist es bereits mit einer Entfernung getan 🍀

    Es beruhigt dich wahrscheinlich nicht, aber ich habe auch bei meinem damals 2-jährigen Bully-Mädchen alles, was an der Haut gewuchert ist wegschneiden lassen. Bereits in diesem Alter haben bei ihr Veränderungen begonnen. Mittlerweile ist sie 5 und rennt hier fröhlich Rum.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!