Beckenfraktur – unterschiedliche Meinungen - Femurkopfresektion?

  • Liebe alle,
    ich würde mich freuen, wenn ihr Erfahrungswerte für mich habt. Ich habe zwei Hunde aus dem Ausland. Beide haben eine alte Beckenfraktur.
    Einmal eine achtjährige Hündin. Sie kam mit 1 Jahr zu mir. Ist ca. 14 Kilo schwer. Anfangs zeigte sie Probleme mit den Hinterläufen. Die Tierärztin (TA) schrieb das der fehlenden Muskulatur zu. Mit einem langsamen Aufbau verschwanden die Probleme. Es blieb ein auffälliger Gang mit kurzen Schrittchen. Vor gut zwei Jahren schien sie dann nach anstrengendem Training etwas wacklig auf den Beinen zu sein. Ich ließ sie untersuchen und röntgen. Dabei zeigte sich eine alte Beckenfraktur, u.a. kann auch ein Hinterbein nicht durchgestreckt werden (mechanisch nicht möglich). Die TA gab mir ein Schmerzmittel für sie mit. Sie zeigte unter dem Mittel jedoch keine Verhaltensänderung. Daher gingen/gehen wir davon aus, dass sie keine Schmerzen hat. Der TA sagte, man solle sie nicht mehr so stark belasten, aber man könnte sonst alles weiter machen wie bisher, solange sich keine Beschwerden mehr zeigen (z.B. dürfe sie selbst ins Auto springen, etc.)
    Nun habe ich ebenfalls einen fünfjährigen Rüden. Er kam vor 2 ½ Jahren zu mir. Ca. 10,5 Kilo. Er zeigte von Anfang an einen sehr auffälligen Gang. Mir war immer klar, dass irgendwas nicht stimmt, aber da er ein quicklebendiger, netter und lebensfroher Hund ist, habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Vor kurzem stand dann eine Narkose an und meine neue Tierärztin (wegen Umzug) riet mir, ihn zu röntgen. Es zeigte sich eine starke Fraktur der Hüfte und auch bei ihm lässt sich ein Bein nicht durchstrecken. Auch ihm gaben wir ein Schmerzmittel auf Probe. Es zeigte sich keine große Veränderung. Nur hatte ich das Gefühl, dass ihn das Zeug müde macht. Meine TA ist der Meinung, dass er Schmerzen haben muss. Sie sagte mir, er müsse geschont werden. Dürfte weder ins Auto springen, noch aufs Sofa. Weiterhin soll ich über eine Femurkopfresektion nachdenken. Sie hat die Bilder nochmal zur Abklärung an eine Tierklinik geschickt, aber die Problematik würde ihrer Meinung nach Langzeitschäden hervorrufen und mit der OP könnte man ihm langfristig helfen und die Schmerzen nehmen. Ich habe ihr gesagt, dass ich keinen Unterschied unter Schmerzmittel sehe und, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Hund, der so fidel ist, Schmerzen hat. Sie jedoch meinte, manche Hunde würden unter Schmerzen aufdrehen und mein Hund sei wohl so ein Kandidat. Ich kann mir das nicht so richtig vorstellen…
    Ich kann nicht verstehen, dass zwei TA mit einer ähnlichen Problematik so unterschiedlich umgehen. Natürlich sind es zwei unterschiedliche Frakturen, aber beide Hunde scheinen gut damit zurechtzukommen, zeigen keine Veränderung unter Schmerzmittel. Nun soll ich jedoch im einen Fall alles weiter machen wie bisher und im anderen Fall eine OP in Betracht ziehen und ihn total schonen. Ich weiß einfach nicht was richtig ist und, ob ich mit einer OP nicht mehr kaputt machen würde. Natürlich werde ich jetzt erstmal die Beurteilung der Tierklinik abwarten, aber falls mir dort wirklich zu dem Eingriff geraten wird, wüsste ich nicht wie ich mich entscheiden soll.
    Habt ihr vielleicht Erfahrungen? Würdet ihr einen lebendigen Hund, der nicht lahmt, so einem Eingriff unterziehen?

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