Ziehen an der Leine

  • Hallo,

    ich versuche euch mal die Situation in wenig Worten zu beschreiben und hoffe auf neue Tipp und Tricks, um besser damit umgehen zu können.
    Es geht um meine 3Jährige Hündin (Unkastriert) Lilly. Sie kommt aus dem Tierheim und ist Mittelgroß. Vermutlich stecken Collie/Schäferhund und irgendwas kleines dünnes in ihr. Wir haben sie jetzt 2 Jahre. Das erste Jahr, war sie kaum zu handhaben, auch mit Trainer war es schwierig. Das übliche Problem: Sie war 1 Jahr als wir sie geholt hatten und schien weder die Umwelt noch die Leine zu kennen. War total überfordert und gespannt wie ein Bogen. Auf etwas kkonzentrieren konnte sie sich nicht.
    Jetzt nach 2 Jahren klappt vieles super. Freilaufend ist sie der Perfekte Hund. An der Leine ist es immernoch ein Glücksspiel. Hunde nah sind kein Problem, erstrecht nicht wenn sie schnuppern darf. Aber Hunde auf Entfernung... Im Freilauf hat sie übrigens kaum noch Interesse an Hunden und ist auf uns fixiert.
    Es ist schwer Hunde vor Lilly zu entdecken, sie ist immer auf der Suche nach etwas (worüber sie sich aufregen kann). Wenn sie die Hunde nicht hört oder sieht , dann kann man sicher sein, dass sie die Tiere riecht... An ihr ist wohl ein Spürhund verloren gegangen.
    Sollte man das Glück haben und die Hunde vor ihr entdecken, kann man mit Leckerlies arbeiten. Außer irgendetwas an dem Hund bringt sie zum Explodieren oder sie ist einfach in der Stimmung ?
    Explodieren bedeutet bei Lilly: sofort vorspringen und alle Kraft ins Vorankommen und Knurren/Bellen stecken. Sie klebt förmlich am Boden und versucht sich kratzdend über den Boden zu zerren....
    Bisherige Methode: Lilly am Gurt packen, damit sie nicht soviel Spielraum hat und hinsetzen lassen. Dann sitzt sie da und bellt (je nach Level des Aufregens) laut oder leise. Ist das Ziel weg und man geht weiter, springt sie sofort wieder in die Leine.... Zurückdrängen und hinsetzen lassen kann man dann den restlichen Weg bis nach Hause machen. Davon lässt sie sich nicht beeindrucken. Wird eher quietschig und ungeduldig weil man nicht voran kommt..
    So, das Bellen an sich ist mir egal, aber dieses mit aller Gewalt ziehen, ohne Vorzeichen. Ich bin mir sicher, dass Lilly in einem Bruchteil einer Sekunde gewisse Zeichen gibt. Aber es liegt außerhalb meiner Fähigkeit sie so schnell zu erkennen und zu verarbeiten. Lilly ist einfach zu gut...

    Kann jemand helfen?


    Liebe Grüße,
    Vivian.

  • Schade, dass dir das Bellen egal ist. Ich würde versuchen, den Grund für das Verhalten rauszufinden und dann an diesem zu arbeiten statt am Symptom "Ziehen."

    Ich vermute mal die übliche Unsicherheit an der Leine, weil sie durch dich eingeschränkt ist und nicht weg kann. Gegen Frustproblem spricht mMn, dass sie im Freilauf kein Interesse an den Hunden hat. Also würde ich vermuten, dass sie sich die nur vom Hals halten will, wenn sie an der Leine ist. Aber wirklich sicher diagnostizieren könnte das nur ein Profi vor Ort.

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