"Angsthund" & mehr Probleme
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Der Hund ist ja nicht schlecht sozialisiert, er hat den Großteil der Prägungsphase bei ihr verbracht.
... und trotzdem hat er, wie die TS schreibt, vor allem möglichen Angst, Probleme mit anderen Hunden etc...
Nur weil ein Hund die Prägephase "unter Menschen" verbracht hat, heißt das ja nicht, dass er/sie gut sozialisiert ist und so wie es klingt, waren die ersten 8 Lebenswochen der Hündin auch kein Zuckerschlecken.Zu Gesundheit etc. stehen in dem o.g. Buch auch einige Dinge drin.
Es ist ja auch nur eine Empfehlung (obwohl ich bei solchen Baustellenlisten auch den Kontakt zu einem Trainer bevorzugen würde) - was die TS daraus macht, kann sie ja selber entscheiden ;-)
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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... und trotzdem hat er, wie die TS schreibt, vor allem möglichen Angst, Probleme mit anderen Hunden etc...
Trotzdem ist es wichtig und sinnvoll zwischen "kein Prägung" oder "Prägung und trotzdem Angst" zu differenzieren.Ich kann dir "der ängstliche Hund" von Nicole Wilde ans Herz legen, da geht um ängstliche Hund (und nicht vorwiegend um jene mit schlechter Prägung). Es gibt viele praktische Tipps und Übungen, die genau erklärt sind. Einzelne Kapitel behandeln verschiedene häufig vorkommende Ängst (z.b. vor geräuschen, fremden, artgenossen, usw)
Sonst gibt es allerlei Hilfsmittel. Schau mal in den Thread "Selbsthilfegruppe gestresste Stadthunde", da ist auf den letzten ein oder zwei Seiten sehr viel zum Thema.
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Trotzdem ist es wichtig und sinnvoll zwischen "kein Prägung" oder "Prägung und trotzdem Angst" zu differenzieren.
Aha. Inwiefern? Ernst gemeinte Nachfrage, denn die mir bekannten Trainingswege unterscheiden da nicht wesentlich. Darüber hinaus kenne ich beide Bücher, auch das von dir vorgeschlagene und finde nicht, dass da Riesenunterschiede sind bzgl. der Trainingsphilosophie und -konzepte, die vertreten werden. Kennst du das von mir vorgeschlagene Buch?Ich weiß nicht, warum du dich an meiner Formulierung "schlecht sozialisiert" so störst?
Viele Grüße,
Anni -
Das ganze Verhalten des Hundes, das hier beschrieben wird, mit Angst, Panik und auch Aggression, sieht für mich nicht nach schlecht sozialisiertem Hund aus, sondern wirklich nach Schilddrüsenproblemen.
Ich kenne eine Hündin, die ganz genau dieselbe Problematik zeigte, und bei der es nach der Gabe von Schilddrüsenhormonen deutlich besser wurde.
Auch sie hatte totale Panik, wenn ihr Frauchen mit dem Wäschekorb oder Staubsauger durch die Wohnung lief, und auch sie zeigte z.B. Aggressionen gegenüber Artgenossen.
Die Schilddrüse kann wirklich ganz viele Probleme machen und manchmal dauert es sehr lange, bis die richtige Diagnose gestellt wird.
Ich würde es unbedingt recht bald untersuchen lassen, wenn alles in Ordnung ist, kann man immer noch an einen Hundetrainer denken. -
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Aha. Inwiefern? Ernst gemeinte Nachfrage, denn die mir bekannten Trainingswege unterscheiden da nicht wesentlich. Darüber hinaus kenne ich beide Bücher, auch das von dir vorgeschlagene und finde nicht, dass da Riesenunterschiede sind bzgl. der Trainingsphilosophie und -konzepte, die vertreten werden. Kennst du das von mir vorgeschlagene Buch?Ich weiß nicht, warum du dich an meiner Formulierung "schlecht sozialisiert" so störst?
Schlecht sozialisierte Hunde haben in der Prägungsphase viel zu wenig kennen gerlent. Sie lernen ihr Leben lang sehr sehr langsam und haben einfach zu weniger Verbindungen im Gehirn bilden können. Der Lernprozess findet bei diesen Hunde viel langsamer statt und ist meist mit deutlich stärkeren und öfteren Rückschlägen verbunden.
Ängstliche Hunde haben vielleicht nur einmal eine schlechte Erfahrung gemacht, die sich schnell umkonditionieren lässt. Da läuft das Lernen anders ab, als beim ganz neu aufspielen. Der Hund lernt "Schau das ist nur ein Wäschekorb, aber der fällt dir nicht mehr direkt vor die Füße und erschrickt dich" im Gegensatz zu "Das ist ein Wäschekorb, damit macht man xy und er gehört eben zu unserem Leben". Ich weiß nicht ob ich es gerade gut erklärt bekomme. Ein gut sozialisierter aber ängstlicher Hund hat ein normal entwickeltes Gehirn im gegensatz zu einem der es nicht wurde.
Für den Trainingsweg bedeutet das konkret z.B. bei meinem Hund:
-Dinge die er schlicht nicht kennt und deswegen Angst vor ihnen hat, lasse ich ihn (weil er viel Neugier in sich hat) erkunden. Gehe mutig voran und lasse ihn erstmal erleben/erkennen was das entsprechende Objekt ist und das es nichts tut.
-Dinge mit denen er schlechte Erfahrungen gemacht hat, füttere ich schön oder beschützte ihn davor.
Der Unterschied liegt aber auch zum großen Teil in seiner Persönlichkeit vermute ich, da er bei völlig unbekanntem knurrend zwischen Neugier und Angst schwankt und bei "Bösen Sachen" mit verbellen oder flucht reagiert. Keine Ahnung ob das viele Hunde so machen oder nur Socke.Hoffe ihr konnte dir meine Standpunkt ein bisschen zeigen, aber es ist schon spät, falls es unklar erklärt ist frag einfach nacj

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Schlecht sozialisierte Hunde haben in der Prägungsphase viel zu wenig kennen gerlent. Sie lernen ihr Leben lang sehr sehr langsam und haben einfach zu weniger Verbindungen im Gehirn bilden können. Der Lernprozess findet bei diesen Hunde viel langsamer statt und ist meist mit deutlich stärkeren und öfteren Rückschlägen verbunden.
Ängstliche Hunde haben vielleicht nur einmal eine schlechte Erfahrung gemacht, die sich schnell umkonditionieren lässt. Da läuft das Lernen anders ab, als beim ganz neu aufspielen. Der Hund lernt "Schau das ist nur ein Wäschekorb, aber der fällt dir nicht mehr direkt vor die Füße und erschrickt dich" im Gegensatz zu "Das ist ein Wäschekorb, damit macht man xy und er gehört eben zu unserem Leben". Ich weiß nicht ob ich es gerade gut erklärt bekomme. Ein gut sozialisierter aber ängstlicher Hund hat ein normal entwickeltes Gehirn im gegensatz zu einem der es nicht wurde.
Für den Trainingsweg bedeutet das konkret z.B. bei meinem Hund:
-Dinge die er schlicht nicht kennt und deswegen Angst vor ihnen hat, lasse ich ihn (weil er viel Neugier in sich hat) erkunden. Gehe mutig voran und lasse ihn erstmal erleben/erkennen was das entsprechende Objekt ist und das es nichts tut.
-Dinge mit denen er schlechte Erfahrungen gemacht hat, füttere ich schön oder beschützte ihn davor.
Der Unterschied liegt aber auch zum großen Teil in seiner Persönlichkeit vermute ich, da er bei völlig unbekanntem knurrend zwischen Neugier und Angst schwankt und bei "Bösen Sachen" mit verbellen oder flucht reagiert. Keine Ahnung ob das viele Hunde so machen oder nur Socke.Hoffe ihr konnte dir meine Standpunkt ein bisschen zeigen, aber es ist schon spät, falls es unklar erklärt ist frag einfach nacj

Nee, danke, so ist es mir wirklich etwas klarer geworden, was du meinst!
Und die Sache mit der Schilddrüse, die harry97 erwähnt, kann ich auch nur unterstreichen (das wird ein guter HT vermutlich bei der geschilderten Problematik ohnehin ansprechen). Wichtig dabei ist, dass man das nicht vom Wald- und Wiesen-TA untersuchen lässt, sondern schon von jemandem, der sich damit auskennt, da nicht nur der T4 und TSH, sondern noch ein paar mehr Werte bestimmt werden sollten (was eben häufig die unkundigeren TÄ nicht machen). Infos findest du, liebe TS, zum Beispiel hier: http://hunde-weise.de/gesundheit/schilddruesenunterfunktion
LG, Anni
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Hallo ihr lieben & danke für eure antworten! : )
Puuuuh, das war ganz schön viel, also ich fange mal an:
Mit dem spielen mit dem Hund meiner Eltern ist es kein angreifen denke ich sondern eher so, dass sie ganz normal spielen und wenn der andere Hund keine Lust mehr hat will meine Hündin das dann nicht verstehen. Sie spielt weiter & ist verdutzt, wenn der andere Hund dann schnappen will. Dann fällt mir immer auf, geht sie immer da hin und "schubst" sie quasi mit ihrem Popöchen
ich weiß nicht, was das soll ?! Der Hund meiner Eltern ist auch schon etwas älter und generell nicht so verspielt wie meine Ellie aber sie möchte immer der Boss sein und als erstes was fressen, als erste das Spielzeug haben und will auch beim spazieren immer VOR dem Hund meiner Eltern laufen - hinterherlaufen wäre nicht optimal für sie - warum weiß ich auch nicht so wirklich.Das mit der Schilddrüse werde ich auf jeden Fall abklären lassen & hier berichten, danke für den Tipp! Ich habe mir gerade den Link zu dem Thema angeschaut aber kann zumindest an gesundheitlichen Auffälligkeiten nichts bei Ellie feststellen ? Sie hat keine Krankheiten von denen der TA oder ich wüsste, ihr Fell ist super, Zähne und Verdauung usw. alles in Ordnung. Nur beim Gewicht weiß ich ja nicht. Ich finde sie seeehr dünn, wenn man sie so anfasst, fühlt es sich so knochig an obwohl der TA meint, es wäre ein optimales Gewicht
Aber die Auffälligkeiten im Verhalten passen größtenteils! Da wäre ich NIE drauf gekommen!Sooo, nun zu ihrem aufwachsen nochmal. Ich habe mich damals als Pflegestelle angeboten und sie als einzigen gesunden Welpen aufgenommen, zum aufpeppeln, stärken und aufpassen bis sie vermittelt wird. Allerdings habe ich sie behalten, weil sie mir so ans Herz gewachsen war! Sie wurde von einer Familie die gemeldet wurde wegen irgendwelchen Illegalen Tätigkeiten und da haben die einen Haufen Welpen gefunden, allerdings keine Elterntiere. Ich glaube 3 ihrer Geschwister sind auch gestorben. Als ich sie bekam, wurde sie auf 8 Wochen geschätzt. Der Mann der Familie hatte wohl angeblich gefälschte Impfausweise der Tiere. Ich weiß nur, dass die Welpen einen Raum hatten wo sie in Holzkisten gehalten wurden, wie genau das war, wurde mir aber auch nicht gesagt. Jedenfalls war da nicht viel mit spazieren gehen oder spielen! :hangman:
Ich hab sie jedenfalls dann bei mir aufgenommen und sie war auch relativ fit, sehr verspielt, hat viel an allem rumgekaut, war auch aufgeweckt. Aufgrund ihrer größe war sie zwar nicht so der Typ Hund der rumrennt und rumhüpft aber doch sehr aktiv. Hat gut gefressen usw. Je älter sie wurde desto schlimmer wurde das mit dem fressen. Erst hat sie es auch so angefangen, das sie ein bisschen Trockenfutter nimmt, in den Flur schleppt und dort futtert. Das wollte ich aber niht, wegen Krümmeln und rumsabbern und so und hab seitdem die Tür immer zugemacht. Sie ist dann zwar beim Napf geblieben, hat jedoch wieder ein bisschen TroFu rausgeholt und vor dem Napf gegessen
nun ist es halt so, dass sie nur frisst, wenn wir nicht gucken..Und wiegesagt, alles ziiiiiiieht sich meiner Meinung nach so unendlich bei ihr, alles wird nur sehr schwer verstanden. Sie wartet auch immer auf eine doppelte Aufforderung. Beispiel: Ich sag ihr, sie soll auf ihren Platz gehen, sie schaut mich aufmerksam an, hat auch glaub ich verstanden , macht es aber erst, wenn ich es nochmal sage. Wenn ich allerdings kurz warte, geht sie (ich sag mal in 50% der Fälle) dann doch auf ihren Platz oder auch nicht. Also ich kann nicht sagen, wann es klappt und wann nicht.
Gestern Abend, sagt mein Mann er hätte den Verdacht, dass sie mal einen Schlaganfall hatte.Ich wusste garnicht, dass auch Hunde sowas bekommen können
Er meint es jedenfalls deshalb, weil ihre von vorne linke Gesichtshälfte normal ist, und bei der rechten das Auge schielt, und die Überlange Zunge raushängt, das hatte sie erst so ab der 14 Woche mit der Zunge. Und weil sie manchmal da steht, der Kopf nach unten und sieht total "leer" aus irgendwie... ich weiß nicht.Ich danke euch jedenfalls für eure Antworten und werde das mit der Schilddrüse abklären lassen. Wenn da alles in Ordnung ist, werde ich dann doch einen Hundetrainer kontaktieren...
Viele Grüße für euch! : )
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Hier mal kurz ein Link mit einem Bild von ihr, da waren wir im zug unterwegs, da erkennt man aber gut die Geschichte mit dem Auge und der Zunge!
Ich glaub, bei dem Link ploppt kurz eine Werbung auf die man Xen muss, tut mir leid!
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