Duckern, Fixieren, Springen an der Leine verhindern

  • Ganz ehrlich: ich habe dieses viel beschriebene Problem eigentlich noch nie gehabt. Und hier gibts ne Menge Hunde.
    Ich laufe einfach meinen Weg, mein Hund an der Seite (da muss man sich halt anfangs auch mal durchsetzen), ich bleibe nicht stehen, ich weiche nicht aus, ich mache gar nix. Klar ist mein Hund mit 5 Monaten da auch rumgehüpft wie ein flummi. Ist mir doch egal, ich laufe da jetzt weiter. Ich nicke den Leuten kurz zu und fertig.
    menschen verstehen Körpersprache auch. Und wenn nicht, ein knappes : An der Leine möchte ich das nicht und fertig.

    Die paar Leute, die mich angemeckert haben - 2, 3 mal - hab ich ignoriert, noch mal gesagt "Ich will das nicht" und weiter. Stehenbleiben um zu diskutieren ist ja auch stehenbleiben - absolut kontraproduktiv. Kannst auch einfach sagen "Habs eilig". Oder gar nichts sagen. Ist dir das wirklich so wichtig, was ein paar fremde leute denken? Zumal DIE sich unverschämt verhalten?

    ich ratsche gerne, aber dann mit Leuten, die entweder mit ihrem angeleinten Hund neben mir gehen und es gibt keinen Kontakt, oder wir leinen ab. (das gilt auch für bekannte Hunde - Kontakt an der Leine ist tabu, gibts gar nicht. Wie soll der Hund denn sonst lernen, dass an der Leine Ruhe ist?)

    Was du im Mement machst, ist deinem Hund gegenüber absolut unfair. Es verunsichert und frustriert ihn. Er kann sich nicht bewegen, aber andere dürfen ihn bedrängen, und du tust NICHTS. Das Ergebnis siehst du ja schon.

    Mein Mantra ist immer: Weitergehen. Weitergehen. Weitergehen. Du bleibst doch ohne Hund auch nicht an jedem Grashalm stehen, oder guckst jeden Passanten an, ob der jetzt wohl gleich Kontakt zu dir haben will. Verhalte dich mit Hund genauso wie ohne - nur so kann dein Hund lernen, gelassen mit dir zu gehen.

  • Zitat

    Ganz ehrlich: ich habe dieses viel beschriebene Problem eigentlich noch nie gehabt. Und hier gibts ne Menge Hunde.

    Das freut mich für dich. Andere haben dieses Problem sehr wohl, das geht auch nicht dadurch weg, dass du es nie (oder "eigentlich" nie?) hast.

    Mein Hund ist z.B. sehr gelassen und geht und steht absolut zuverlässig dort, wo ich sie haben möchte und trotzdem gibt es Hunde, die uns den Weg abschneiden, Hunde, die uns umkreisen, uns blocken, drohen, in uns reinspringen um zu spielen, uns mit der Flexileine den Weg abschneiden oder uns darin einwickeln usw. usf. ... ich könnte dir 101 Geschichten erzählen. :smile:

    Wenn es mit meinem kreuzbraven Hund schon so kompliziert ist, wie schwierig ist es dann erst mit einem Hund, der das alles noch lernen muss, noch jung ist oder auch z.B. schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und erst wieder Vertrauen lernen muss und bis dahin noch nach vorne oder nach hinten "flieht"... das ist natürlich alles egal. Einfach weitergehen und an sich selbst glauben. :???:

    @TS: Es kamen ja schon viele Tipps, die du ausprobieren kannst. Wenn dein junger Hüpfer nicht allzu große Angst vor den Hunden hat, dann wäre vielleicht meine Methode auch noch was für dich: Mit Leckerli oder Spielzeug vorbei locken, ich bin dann auch schon mal schneller gelaufen oder gerannt, um die Aufmerksamkeit meines Hundes zu bekommen. Da er noch so jung ist, sind Fuß-gehen, Blickkontakt auf Kommando oder Handtarget wahrscheinlich noch nicht von heute auf morgen umsetzbar für euch (?) aber auf lange Sicht gibt es wirklich viele Möglichkeiten, einen Hund an anderen vorbei zu führen, auch wenn man nicht an ihm rumziehen möchte. :smile: Meine hat das jedenfalls sehr schnell verstanden. Sie verzeiht mir aber auch die Situationen, in denen ich ihr (dank fehlender Wasserspritze) mal einen Hund nicht vom Leib halten kann. :sad2: Sollte dein Hund da sensibler sein, wurden hier ja einige Tricks und Kniffe genannt, wie sich fremde Hunde (und Halter :D ) vertreiben lassen.

  • Ich kenne das Problem zur Genüge. In Berlin war es gang und gebe....

    Vor allen Dingen, die Hunde, dim mit KEINEM anderen verträglich sind, deren Hundehalter, wollten gerne Kontakt zu meinem Welpen. Die Tut nixe sowieso.

    Ganz abartig. Mein BC ist auch ein: "hinlegen und gucken" das kenne ich also auch.....

    Ich habe es wirklich durchgesetzt, dass wir in Ruhe gelassen wurden, aber es ist mir schwer gefallen. Heute würde es mir leichter fallen, damals war ich oft auch verzweifelt.

    Hier auf dem Dorf, ist es NICHT üblich, alle Hunde zueinander zu lassen und es lebt sich viel ruhiger und besser. Und wenn es mal Leinenkontakte gibt.......dann überlege ich vorher....

    Das letzte mal lief so ab: Halter meinte zu seinem an enger Stelle auf uns zukommenden Hund: GEH MAL SCHNÜFFELN...woraufhin ich dachte...ja, sehe ich das mal nicht so eng, sollen sie halt schnüffeln....Darauf wollte der Hund meinen aufessen, und die Frau von dem Mann sagte: "Na sag ich doch, erst will er schnüffeln, dann beisst er...."

    (Dieser Erfahrung kann nur ein älter sicherer Hudn wergstecken, und meinen WELPEN hätte ich nicht hingelassen...aber so war s wieder eine Lehre für mich...)

  • Natürlich kenne ich das problem "andere Hunde". Ich wohne auch in der Stadt.
    Ich muss nur nicht deswegen stehenbleiben und mich und meinen Hund belästigen lassen. So war das gemeint.

  • Nun sind ja auch schon wieder ein paar Tage ins Land gezogen und ich will mal berichten:

    Ich habe jetzt Cooper an der Schleppleine, wenn in unseren Auslaufgebieten viel los ist. So kann sie nicht "in Stellung gehen" und dabei immer ein Stück vorpreschen, womit mir die Sutuation auch schon ein paarmal aus der Hand geglitten war. Außerdem passe ich besser auf und lenke ihre Aufmerksamkeit um, bevor sie einen Hund entdeckt.
    Geht sie nun dennoch in ihre geduckte Haltung, hebe ich ihren Bauch an oder hebe sie so weg, dass sie auf mich achtet und gehe weiter. Ich lasse sie dann bei Fuß gehen. Beim Vorbeigehen sage ich dann:" Einfach vorbeilaufen." Das kapieren dann auch die meisten anderen, obwohl ich es ja zu meinem Hund sage. Sie zieht dann manchmal noch in Richtung des Hundes, aber nie so sehr, dass Kontakt entsteht. Also wir sind auf einem besseren Weg.

    Hat jemand Ahnung von "Zeigen und Benennen"? Könnte ich da vielleicht ein alternatives Verhalten aufbauen?

    Übrigens ist Cooper auch auf Klicker sowie ein Pfoten- und Nasentarget konditioniert. Gibt es dazu noch Ideen?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!