Ist der Border mehr Spezialist als andere Hunderassen?

  • Hallo ihr Lieben,

    durch viele Diskussionen mit Freunden stoße ich immer wieder auf dieses Thema und bin gespannt was ihr dazu denkt.

    Vorallem hier im Dogforum, aber auch im Gespräch mit Border-Haltern und Züchtern kristallisiert sich immer wieder das Argument heraus, dass Border Collies im Besonderen Spezialisten sind und als solche gehalten werden sollten.
    Nun frage ich mich aber, warum der Border jetzt so ein "besonderer" Spezialist ist?
    Warum ist er spezieller gezüchtet als ein Labrador (ursprüglich) der NUR zum Apportieren gezüchtet wurde. Die meisten Vergleiche, die ich hier ziehen würde beziehen sich auf Jagdhunde, bei denen in meinen Augen sehr viele Spezialisten vertreten sind.
    Was ist mit dem Sheltie und Kelpie? Haben die nicht eigentlich die gleichen Aufgaben wie ein Border?

    Ich freue mich auf eure Beiträge und vermutlich habe ich gerade mindestens die Hälfte meiner Gedanken vergessen - die folgen dann später :roll: :D

  • Hallo,
    Ich habe mich kürzlich mit dem Berufs-Schäfer in unserem Tal drüber unterhalten und geb einfach nur wieder, was er mir erzählt hat. Er hütet auf als Wanderschäfer mit Altdeutschen verschiedener Schläge. Als Koppelgebrauchshund hat er es mit Borders probiert, war aber nicht zufrieden, weil er sie zu schnell und zu hektisch fand und im normalen Hofalltag nicht zu gebrauchen. Dafür nutzt er schon seit über 10 Jahren Aussiborders, also Mischlinge aus Aussis und Borders der ersten, zweiten und dritten Generation, die ein Kollege von ihm gezielt züchtet. Nach seiner Aussage sind das super Arbeitshunde, die aber auch im Alltag auf dem Hof ausgeglichen sind.
    Seiner Meinung nach ist der heutige Bordercollie ein Produkt der Wettleidenschaft der Britten. Als die anfingen, mit ihren Hunden nicht nur zu hüten, sondern es wichtiger wurde, dass sie im Wettbewerb die Schafe in Blitzgeschwindigkeit von A nach B trieben, blieb die Alltagstauglichkeit auf der Strecke. die Preisgelder waren wohl so hoch, dass es sich für die Bauern lohnte, Borders nur für diese Wettbewerbe zu züchten und andere, weniger extreme Hunde für die Arbeit auf der Farm.
    Wie gesagt, dies sind einfach nur die Erfahrungen eines Berufs-Schäfers mit einem recht großen Betrieb. Da er auch Integrations-Arbeitsplätze anbietet für Menschen mit psychischen Erkrankungen braucht er auch für die Koppelarbeit Hunde mi robusten Nerven, die auch mal einen Fehler des Menschen ausgleichen können. Die hat er in den Aussiborders gefunden.
    Das ist alles, was ich zum Thema beitragen kann, aber ich fand es recht interessant, weil es dort wirklich nur auf die Arbeitseigenschaften ankommt, Ideen von Reinrassigkeit waren dem Schäfer völlig egal.So etwas überlässt er den "feinen Städtern", wozu er mich mit meinem Papillon bestimmt auch gezählt hat. :smile:
    Grüße von Menke

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