Hund nicht mehr stubenrein

  • Hallo,
    mein erstes Problem ist, dass meine 8jährige Malteser Hündin Happy seit einigen Wochen nicht mehr stubenrein ist. Sie verrichtet ihr großes und ihr kleines Geschäft an allen möglichen Ecken im Haus, letztens sogar auf den Büchern, die meine kleine Tochter am Boden im Kinderzimmer herumliegen ließ. Ich bin zwar auch genervt von dem täglichen Putzen aber mein Vermieter, mit dem ich mir ein Einfamilienhaus teile, ist schon wirklich sauer.
    Ich glaube das Problem hat mehrere Gründe:
    ich habe nie eine wirkliche Sauberkeitserziehung gemacht sondern bin einfach regelmäßig mit ihr rausgegangen und sie hat es so lange ausgehalten, bis wir wieder rausgingen
    Ich habe eine 1,5jährige Tochter und Happy ist ziemlich eifersüchtig. Die Kleine liebt zwar den Hund, gibt ihr auch immer Leckerli, will mit ihr spielen, etc. aber Happy nimmt zwar die Leckerli, will sich aber nicht einmal von ihr streicheln lassen. Obwohl die Kleine wirklich lieb zu ihr ist und ganz sanft, das habe ich ihr sofort beigebracht. Sie ist nie grob zu Happy!
    ich stehe total unter Stress, ich bin alleinerziehend und muss so viel wie möglich arbeiten, um die Rechnungen zahlen zu können. Zusätzlich studiere ich noch. Die Zeit die mir noch bleibt, nimmt vor Allem meine Tochter in Anspruch
    Schon bevor ich meine Tochter bekommen habe, war ich mit Arbeit und Studium ziemlich eingespannt, Happy war halt immer so nebenbei dabei und das hat ihr auch gereicht. Sie bekommt ja immer wieder Aufmerksamkeit, darf sogar im Bett schlafen. Natürlich ist mir aber bewusst, dass sie weniger Aufmerksamkeit bekommt, seit die Kleine da ist.
    Happy hatte von Anfang an große Probleme damit, alleine zu bleiben. Als ich sie bekommen habe (mit 9 Wochen) habe ich in einer Wohnung gelebt und bei den kleinsten Versuchen, sie mal alleine zu lassen, hatte ich Beschwerden von den Nachbarn. Deshalb habe ich mir angewöhnt, sie überall hin mit zu nehmen, sogar auf die Uni oder zu Arztterminen in der Hundetasche
    Dann bin ich umgezogen in ein Haus mit Garten, da hat sie mir zwar auch laut hinterhergebellt, nachdem ich aber außer Reichweite war, hat sie aufgehört. Damals hat sie nie ins Haus gemacht, trotzdem habe ich sie meist mitgenommen, auch in die Arbeit
    Jetzt wohne ich in einem anderen Haus mit Garten
    Ich hatte in letzter Zeit Probleme mit ihr in der Arbeit, dort war sie eigentlich immer brav (deshalb durfte ich sie auch mitnehmen, obwohl eigentlich Hundeverbot herrscht) aber mittlerweile ist sie total lästig, auch den anderen Mitarbeitern gegenüber. Früher hat sie neben mir in ihrem Körbchen gelegen, jetzt läuft sie ständig durch alle Büros und bettelt jeden um Essen an, obwohl ihr nie wer was gegeben hat
    Als Highlight hat sie auch schon ein paar mal ins Büro gemacht
    Deshalb muss ich sie nun zu Hause lassen (insgesamt ca 8 Stunden am Tag). Sie ist dann meist ein paar Stunden im Garten (solange das Wetter schön ist), dann kommt mein Vermieter heim und lässt sie rein, sie ist also meist ca. 4 Stunden alleine. Der Vermieter hat einen großen Hund, sie ist also nie ganz alleine sondern immer mit dem zweiten Hund. Sobald sie aber drinnen ist, macht sie ins Haus, groß und klein. Auch in der Nacht macht sie öfters in Haus, obwohl ich sie auch nachts mehrmals in den Garten lasse
    Gesundheitliche Gründe hat der Tierarzt ausgeschlossen
    Ich bin mir sicher, dass sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Ob es daran liegt, dass ich sie jetzt öfter zu Hause lasse, weiß ich nicht, weil sie ja schon ein paar mal ins Büro gemacht hat (immer groß), als ich sie noch jeden Tag mithatte und auch vorher schon öfter ins Haus gemacht hat (da aber meist in der Nacht, klein innen vor der Haustür, das ist besser seit ich sie in der Nacht noch ein paar mal rauslasse)
    Auch wenn ich was mit ihr und der Kleinen unternehme, ist sie nur lästig, zieht dauernd an der Leine und winselt. Das hat sie früher auch nicht gemacht
    Wahrscheinlich spürt sie auch, dass ich ständig unter Stress stehe, das setzt ihr wohl auch zu, sie ist überhaupt ein ziemliches Sensibelchen und sehr leicht nervös
    Ich bin mir also der Probleme bewusst, weiß aber nicht, wie ich das wieder in den Griff bekomme. Viel mehr Zeit kann ich ihr nicht widmen, da mein Tag nun mal nur 24 Stunden hat. Arbeit/Studium/Tochter zu reduzieren ist nicht möglich.
    Vielleicht hat jemand Tipps, wie ich mit wenig Zeitaufwand erreichen kann, dass sich Happy wieder wohl fühlt. Ich habe mir sogar schon überlegt, ob ich einen neuen Platz für sie suchen soll. Das ist etwas, was ich immer für mich ausgeschlossen habe und mir das Herz brechen würde. Aber mittlerweile denke ich mir einfach, dass Happy so nicht mehr glücklich ist. Aber einen 8jährigen Hund auf einen neuen Platz geben, das würde ihr wahrscheinlich noch mehr zusetzen, oder?
    Ich bin für jeden Ratschlag dankbar, die Situation ist für uns beide wohl sehr schwierig und das ewige Gemecker von meinem Vermieter macht es auch nicht einfacher.
    Danke jedem der diesen langen Text liest aber ich dachte einfach, wenn man nicht die ganze Geschichte kennt, kann man schwer ein Urteil fällen.
    Liebe Grüße
    Bettina

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