Nur eine Entzündung??? Brauche Rat!

  • Wir kommen gerade vom TA und nun haben wir Gewissheit. Nachdem sich die Symptome nicht gebessert haben und er durch die "Fastenkur" zusätzlich immer schwächer wird. Wurde geröngt und mein Bauchgefühl, dass etwas mit der Lunge nicht stimmt, wurde bestätigt. Die komplette Lunge ist verschattet, was drei möglich Diagnosen zulässt:
    Lungentumor
    Lungenfibrose
    Lungenwürmer

    letzteres wollen wir jetzt noch mit einer Kotprobe ausschließen, da sich das behandeln ließe.

    Die beiden anderen könnte man zwar durch eine Lungenspülung genau diagnostizieren, was aber in der Behandlung wohl keinen Unterschied machen würde und wohl ein sehr hohes Risiko mit sich bringt. Abgesehen davon könnten die erhöhten Entzündungswerte auch von einem schnell wachsenden Tumor verursacht werden, dass die TÄ eher auf einen Lungentumor tippt. Letztendlich wird es über kurz oder lang auf das Unabwendbare rauslaufen...
    Um es ihn bis dahin so angenehm wie möglich zu machen, bekommt er nun Cortison und Diuretika.

    Alles in allem hat die TÄ gesagt, dass sie diesen ausgeprägten Befund bei ihm nicht erwartet hätte, da er dafür noch sehr gut aussehe... leider hilft uns das nicht viel weiter...

    Oh man, nie war er krank seitdem wir ihn haben und jetzt das. Ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll.

    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Diagnosen?

  • Hallo Sabina,
    das sind ja Neuigkeiten! Fühl dich mal virtuell gedrückt!
    Da hast du jetzt keine leichte Aufgabe zu entscheiden, was du deinem (gemessen an seiner Vorgeschichte) relativ alten Hund zumuten möchtest.
    Die hiesigen Felle und ich drücken euch dolle die Daumen, dass es "nur" Lungenwürmer sind.
    Da geben die Behandlungserfolge wohl Anlass zu Optimismus.

  • Moin,

    Zitat

    Die komplette Lunge ist verschattet, was drei möglich Diagnosen zulässt:
    Lungentumor
    Lungenfibrose
    Lungenwürmer.
    ....

    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Diagnosen?

    Ja, hab ich und ich bin ziemlich irritiert.
    Bei einem Hund mit dem "Herzproblem", das Du beschrieben hast würde ich bei einer verschatteten Lunge doch als allererstes an ein Lungenödem denken, das durch ein Herzproblem verursacht wird! (streich Dir den Tag rot im Kalender an, ich nutze sonst NIE Ausrufungszeichen bei solchen Aussagen).
    Wurde das Herz denn nun geschallt (also richtiges Herzultraschall, nicht "mal draufhalten" beim Bauch schallen).
    Solche Lungenödeme kriegt man wenn man bei einem Herzultraschall das Problem benennt, die Medikamente richtig einstellt und initial entwässert doch in einem beachtlichen Teil der Fälle in den Griff.

    Ich will nun ganz sicher nicht aus der Ferne Deinen TA schlecht reden, das steht mir auch nicht zu, aber so richtig schlüssig stellt sich mir die Diagnostik einfach nicht da.

    lg
    Fraukie

  • Ich kann nur Fraukies Aussage bestätigen. Habe vor ein paar Jahren die gleiche Erfahrung gemacht.
    Der langsame Puls (Herz pumpt nicht genug Blut) verbunden mit der Lungen-Verschattung lässt auch mich in erster Linie an ein Ödem denken und nicht an Tumor oder Fibrose.

  • ein reines Lungenödem schließt sie bei dem Röntgenbefund aus, da die Verschattung zu extrem ist´(es ist eigentlich nichts schwarzes mehr zu sehen und teilweise sieht man Ansammlungen wie bspw. von Gewebeknötchen), außerdem sind die Atemgeräusche wohl klar, also kein Rasseln, Blubbern o.ä.
    Das alles spricht wohl dagegen, das es nur ein Lugenödem ist.
    Ich nehme aber gerne jegliche Art von Vorschlägen an, denn wahr haben möchte ich nicht, dass er uns bald verlassen soll/muss.

  • Ach das tut mir sehr leid, dein Hund ist aber nun mal schon ein älterer Herr. In dem Alter haben die meisten Hunde schon größere oder kleinere Beschwerden.
    Ich würd jetzt einfach abwarten wie die Medis anschlagen und dafür sorgen, daß er wieder Nahrung zu sich nimmt. Du könntest eine Beinscheibe kochen und ihm die Brühe zum trinken anbieten. Pudding und Grießbrei werden meistens sehr gerne angenommen, zwar keine artgerechte Hundenahrung, aber immer noch besser als wenn die Nahrungsaufnahme ganz eingestellt wird. Verwöhn ihn einfach ein bißchen.
    Alles Gute

  • Nachdem wir uns jetzt leider damit abfinden mussten, dass es wohl ein unumkehrbarer Prozess ist. Stellt sich für mich nun leider die Fragen aller Fragen: Wie weit lass ich es gehen?
    Die einzige Auswirkung die das Cortison hat: er frisst wieder ein wenig, zwar immer noch wenig und nur das Beste, was der Kühlschrank hergibt, aber immer hin. Allerdings geht es seiner Lunge leider nicht besser, ich habe eher das Gefühl, dass es schlechter wird. Die Atemfrequenz wird täglich höher und liegt nun meist zwischen 90- 100 , der Puls dafür bei etwas um die 70. Die meiste Zeit schläft er, er läuft uns aber im Garten auch noch hinter her und schaut was wir machen und legt sich dann daneben. Allerdings schleifen ab und an seine Zehen der Hinterläufe über den Boden und er steht breitbeinig da. Auch schafft er aufregende Momente nicht mehr und ist zwar heute dazu gekommen, als mein Mann aus der Arbeit kam, legt sich dann aber daneben und begrüßte ihn nicht mehr...
    Ich weiß nicht recht wie ich handeln soll, einerseits möchte ich ihn nicht leiden lassen, andererseits habe ich Angst ihn zu früh weg zu schicken, obwohl er selber noch nicht will und sein Leben noch lebenswert empfindet. Andererseits packt mich jetzt schon die Panik, wenn ich daran denke, dass er im schlimmsten Fall voller Panik ersticken muss. Es ist nur noch eine Frage der Zeit und ich habe Angst den richtigen Zeitpunkt zu verpassen. Der arme Kerl ist so unruhig, schläft gerade immer nur kurz, um dann aufzustehen und sich zwei Meter weiter hinzulegen...

  • Ja wir haben noch ein US inklusive Farbdoppler machen lassen. Hierbei ließen sich kein Herzproblem erkennen, zu dem müssten, wenn es ein Lungenödem wäre, die Entwässerungstabletten zumindest Besserung bringen.

    Ich habe das Gefühl, dass es über Nacht schon wieder etwas schlechter geworden ist. Man hört ihn ständig schnaufen, selbst durch angelehnte Türen ...

  • du sagst es ja selbst wenn es ein Lungenödem wäre, müssten die Entwässerungstabletten ja schon ein wenig Wirkung zeigen, anscheinend tuen sie das aber nicht sondern es geht ihm nur noch schlechter, so gehe ICH davon aus das es kein Ödem ist, sondern etwas anderes, sehe ich das richtig oder falsch?

    von meiner Freundin der kleine Hund ist 14 Jahre alt und ist seit 3 Monaten mit ''Verwöhnprogramm'' dran und meine Freundin macht für ihren Hund ALLES so zb auch mit dem Essen, sie frisst nichts mehr aus der Dose und wenn muss es Futter sein was sie nicht kennt, so bekommt sie von uns schonmal ne Porta 21 mit purem Hühnchenfleisch, Schweinefilet, Lammkeule etc, alles was der Kühlschrank und/oder die Gefriertruhe her gibt, ''Gina'' bekommt auf ihre alten Lebenstag NUR das Beste vom Tisch :verzweifelt:

    ich wünsche deinem Hund alles Gute und nur das Beste :)

    lg

    PS: Wie misst du die Atemfrequenz?

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