Pubertät- noch ein Problem

  • Hallo Zusammen,

    zwar gibt es zu dem Thema gerade schon einen Thread, aber mein Problem ist ein ganz anderes...

    Jungrüde Athos (9 Monate) hat seinen ersten Liebeskummer...und wie...er schläft nachts nicht, sondern jammert und seufzt, er frisst fast nicht mehr. Der ganze Hund ist drinnen ein einziges Elend. Nur seine Knochen werden noch gefressen und einem Würstchen wäre man auch nicht abgeneigt. Nach dem ersten Gassi morgens ist er dann so übermüdet, daß er doch mal einschläft. Ich weiss ziemlich sicher, daß eine Hündin eine Strasse weiter läufig ist.

    Interessanterweise ist er aber draussen ganz anders...Wir haben eine Gassirunde auf dem Feld mit 2 Hündinnen, die er auch nicht bespringt und wo er auch wirklich glücklich vor sich hin tobt. OK, in der Schule ist er sehr unkonzentriert, aber auch an der Leine ist alles bestens.

    Jetzt hatte ich schon mal gelesen, daß das nicht so schlimm bleiben muss, auch wenn es beim ersten Mal ganz fürchterlich ist. Habe aber gerade bei meinem TA angerufen (leider ist meine Lieblings-TÄ im Urlaub) und gefragt, ob man gegen den akuten Kummer was machen kann. Die Helferin hat mir gesagt, ihrer Erfahrung nach bliebe das dann so extrem und da würde nur eine Kastration helfen bzw. erstmal ein Chip...hilfe...ich wollte Athos im Grunde garnicht kastrieren lassen :-( Ist das so?? Daß das jetzt jedes Mal so ein Stress wird für ihn?? Kann man da garnichts machen??

    LG

    Petra

  • Hallo,

    meiner Meinung nach, sollte man nicht jegliches normales Sexualverhalten mit einer Kastration unterbinden, schon gar nicht, wenn der Rüde zum ersten Mal so abdreht, das gehört zur normalen Entwicklung.
    Natürlich kann das noch öfter vorkommen, meiner Erfahrung nach, war es in den ersten drei Lebensjahren recht ausgeprägt, aber mit der Zeit legte sich die "extreme" Reaktion.
    Manchmal, so denke ich, wird dieser "Stress", welcher der Rüde hat, als "Leid" ein wenig überinterpretiert.

    Schau, wie es sich im Laufe der Zeit entwickeln wird.
    Jetzt wäre eine Kastration viel zu früh!

    Viele Grüße
    Themis

  • Nicht gleich an Kastration denken! Dein Bub ist so jung und jetzt diese lustigen Hormone ... Wie ein menschlicher Teenie muss er auch erst mal lernen damit umzugehen. Eigentlich lernen die meisten Rüden genau zu differenzieren wann eine Hündin denn nun wirklich breit ist oder sie eben nur legga riecht und man mal kurz ein Auge drauf werfen sollte.

    Gib ihm Zeit und übe mit ihm besonders unter dieses Bedingungen leichte Gehorsamsachen.

    Ich mache ja Obi und da muss man den Hund auch mal auf Entfernung da ablegen oder hinschicken wo vielleicht am Vortag noch die heissen Damen waren. Rüdi darf aber nicht schnüffeln- hat er aber also haben wir geübt und geübt, Taschentücher an Hündinnenbesitzer gegeben und mal die Hündin an betreffender Stelle abwischen lassen, eintüten und dann am Trainingsort deponieren. Nach 2 Wochen war das kein Thema mehr. Zusätzlich bin ich viel mit gut duftenden Damen (vor und nach den Stehtagen) Gassi gegangen aber das schon von Beginn an. Klar braucht er manchmal ne Ansage aber er hat sich an die Damen gewöhnt und weiß dass da eigentlich nichts zu holen ist.

  • Nein Nein, versteht mich bitte nicht falsch. ICH will ihn ja garnicht kastrieren lassen...weder jetzt noch eigentlich überhaupt. Ich war nur total entsetzt, daß das die einzige Lösung war, die aus der Praxis meines Vertrauens kam.

    Gehorsamsübungen...Nachts??? Ich hab ja eben vor allem zu Hause ein Problem...und nachts...und mir wäre schon auch recht, wenn er mal wieder sein Essen anrühren würde.

  • nein nicht nachts sondern suche die Nähe zu den Damen und gib ihm die Möglichkeit selbst zu sehen dass da nichts weiter ist und da machst du Kleine Übungen mit ihm.

  • Danke....ich muss mal sehen, ob ich einen Hündinnenbesitzer finde, der dazu bereit ist...der Besitzer der läufigen Hündin, die ich kenne, weicht immer seeeeeeeeeeeehr weiträumig aus.

  • Das mit dem wenig essen kann immer mal passieren ;) wenn meine Hündin läufig ist, frisst mein Rüde kaum etwas (letztes mal ging es, aber er war nicht so scharf aufs essen wie sonst). Sie lässt ihn nicht ran. Ist immer stress für beide. Er nimmt in der Zeit immer ab, da er eh recht dünn ist, versuche ich ihm immer irgendwie in der Zeit mehr Fett zu geben.
    Und bevor darüber geredet wird, die Hund sind ihr leben lang zusammen, kennen es nciht anders und sie sind Uralt, kastration kommt als nicht in Frage ;)

  • Manchmal überschlagen sich die Ereignisse....wir hatten vorhin gesehen, daß ein Hoden wirklich monströs vergrössert ist, also waren wir gleich beim TA mit dem Kleinen. Schon früher wurde festgestellt, daß der eine Hoden deutlich kleiner ist als der andere, aber das ist nun noch deutlich schlimmer geworden. Unser TA (der absolut nicht pro Kastra ist) rät zur sofortigen Kastration + Pathologie des Gewebes und sieht absolut keine Alternative, da alles andere zu riskant für Athos wäre...herrje, das wollte ich doch so nun überhaupt nicht. Der Arme :sad2:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!