Hilfe, mein Hund unsicher

  • Hi. Ich habe eine 5 Monate alte Hündin namens Abby. Sie wohnt jetzt ca 2 Monate bei uns. Sie läuft wunderbar an der Leine, wenn ich mit ihr allein gehe. Nur wenn die alpinster dabei sind, zieht sie wie auf der Flucht an der Leine und will immer weiter laufen. Auch im Haus ist sie respektlos zu dem Kindern. Wenn sie mit ihnen und mir draußen ist, hört sie auch nicht auf die Befehle, auf die sie sonst hört.
    Mein Freund ist Respektsperson Nummer eins. Wenn r nicht da ist, ist sie sowieso risikofreudiger. Aber wenn ich mit ihr allein raus vor die Tür gehe, um das Geschäft zu verrichten, kläfft sie jeden Menschen an, dem sie begegnet. Aber nur im Bereich vor der Tür, nicht beim Spazieren gehen. Auch die Nachbarn im Haus werden angekläfft, egal, wie oft sie sie schon gesehen hat.

    Ich weiß zur Zeit echt nicht weiter. Sie bellt sich richtig ein und hört nicht mehr auf, bis der andere weg ist. Hunden gegenüber ist sie eher ängstlich.

    Ich weiß mir keinen Rat. Ich versuche es mit Spielchen und Leckerlies und ermahne die Kinder, dem Hund zu ignorieren beim Spielen.

    Wenn die Kinder aber weg gehen (zB auf dem Spielplatz und ich Sitz daneben) fiept und jault sie und will zu ihnen.

    Was kann ich tun? Ich will keinen Hund, der mir auf der Nase rumtanzt. Ich brauche dringend Ratschläge, wie ich mit ihr umgehen muss.

    Liebe Grüße und danke für eure Hilfe!
    Anna

  • Zitat

    Hi. Ich habe eine 5 Monate alte Hündin namens Abby. Sie wohnt jetzt ca 2 Monate bei uns. Sie läuft wunderbar an der Leine, wenn ich mit ihr allein gehe. Nur wenn die alpinster dabei sind, zieht sie wie auf der Flucht an der Leine und will immer weiter laufen.

    Hallo,

    was ist Amy für eine Rasse/Mix?
    Woher hast du sie?
    Wie ist sie aufgewachsen?

    Was sind "alpinster"?
    Meinst du mit "Flucht", dass sie Angst hat?
    Wie reagierst du darauf?

    Zitat

    Auch im Haus ist sie respektlos zu dem Kindern. Wenn sie mit ihnen und mir draußen ist, hört sie auch nicht auf die Befehle, auf die sie sonst hört.

    Wie äußert sich die sogen. Respektlosigkeit, außer, dass sie die Befehle nicht ausführt?
    Was übrigens selten etwas mit Respektlosigkeit zu tun hat.
    Sie ist erst fünf Monate alt, ein Hundekind, was mit Sicherheit noch nicht jedes Kommando ausführen kann.
    Dann kommt es noch darauf an, wie du Amy diese Kommandos beigebracht hast.
    Erzähle bitte etwas darüber.
    In dem Alter wird bei Hunden die Umwelt interessanter, das heißt, ihr fehlt die Motivation, Befehle auszuführen.
    Welche Motivation hätte sie überhaupt?


    Zitat

    Mein Freund ist Respektsperson Nummer eins. Wenn r nicht da ist, ist sie sowieso risikofreudiger.

    Was macht dein Freund anders?
    Weswegen traut sie sich bei ihm nicht?

    Zitat

    Aber wenn ich mit ihr allein raus vor die Tür gehe, um das Geschäft zu verrichten, kläfft sie jeden Menschen an, dem sie begegnet. Aber nur im Bereich vor der Tür, nicht beim Spazieren gehen. Auch die Nachbarn im Haus werden angekläfft, egal, wie oft sie sie schon gesehen hat.

    Jetzt wäre es interessant, die Rasse/Mix zu erfahren.
    Unabhängig davon, beginnt in dem Alter eine neue Unsicherheitsphase.
    Es klingt so, als würde sie Menschen ankläffen, die ihr zu nahe kommen.
    Ist das richtig?

    Zitat

    Ich weiß mir keinen Rat.

    Warst du mit Amy in einer Hundeschule?

    Zitat

    Wenn die Kinder aber weg gehen (zB auf dem Spielplatz und ich Sitz daneben) fiept und jault sie und will zu ihnen.

    Das ist mangelnde Frusttoleranz, die man in dem Alter noch nicht wirklich erwarten kann, aber daran kann man arbeiten.

    Zitat

    Was kann ich tun? Ich will keinen Hund, der mir auf der Nase rumtanzt. Ich brauche dringend Ratschläge, wie ich mit ihr umgehen muss.

    Das möchte im Grunde doch niemand, aber dafür muss der Hundehalter eine Menge Erziehung leisten.
    Leider weiß nicht nicht, wie du bei der Erziehung vorgegangen bist und an welcher Stelle du nun ganz dringend Hilfe und Ratschläge benötigst.
    Es scheint doch einiges im Argen zu liegen, sodass du recht verzweifelt klingst und dringend Hilfe brauchst.
    Gerade bei einem eher unsicheren Hund würde ich dir einen guten Hundetrainer bzw. eine gute Hundeschule empfehlen.

    Mit Respektlosigkeit hat das alles wenig zu tun.

    Viele Grüße!

  • Also Abby ist ein Labrador Mix. Aber das zweite Elternteil kenn ich nicht. Sie war als Weloe bei einer russischen oder polnischen Familie. Da habe ich sie gekauft.

    Mit "alpinster" mein ich meine Kinder Lach. Das Handy hat Kauderwelsch draus gemacht. ;)
    Nein sie hat keine Angst. Sie zieht nur wie blöd an der Leine, bekommt fast keine Luft mehr. Sie hört auch nicht mehr. Aber nur, wenn wir in nicht allein sind.

    Anna23 hat geschrieben:
    Auch im Haus ist sie respektlos zu dem Kindern. Wenn sie mit ihnen und mir draußen ist, hört sie auch nicht auf die Befehle, auf die sie sonst hört.


    Sie schnappt nach den Kindern und mir, springt und an. Auch bei "Nein" und "Aua" reagiert sie schlecht. Sie sieht die Kinder als Spielfreunde, das ist normal. Ich denke auch für ihr Älter ist das alles okay. Aber ich hoffe, dieses Verhalten festigt sich nicht.
    Sie hat die Befehle erlernt, indem sie sie per Zufall ausübte, ich sie benannte und sie belohnte. Z.B. Sie setzt sich-ich Sage Sitz und belohne sie. Das hat sie gut gelernt und sie kennt diesen Befehl sehr gut. In verschiedenen Situationen führt sie ihn aus. Beim Treppe hoch laufen sitzt sie nach jedem Absatz. Auch allein mit ihr draußen oder u Ted Menschen ist es Super. Nur mit den Kindern nicht.

    Ninja r lässt sie weniger durchgehen, schickt sie öfter auf den Platz. Er spielt auch mit ihr etwas gröber als ich. Nicht schmerzhaft, aber er rollt eben rum. Und das versuche ich auch. Ich glaube auch seine Stimme hat einen Einfluss.


    Die Mix Rasse weiß ich leider nicht. Aber es könnte stimmen, dass die Menschen ihr zu nahe kommen. Denn auf dem Fußweg hat sie verstanden, dass die Leute vorbei gehen. Hockt sich einer hin, wird sie unsicher. Wie kann ich mit der Nähe umgehen? Es sind ja Nachbarn.

    Wie arbeitet man an dieser Frusttoleranz?

    Danke für die Ratschläge. Ich denke, ich schaue mich nach einer guten Hundeschule um. :)

    Liebe Grüße

  • Hallo,

    ich bin mir sicher, dass der "Ungehorsam" und das grobe Spiel (anspringen, schnappen) noch typisches Junghundverhalten ist.
    "Nein", "aus" usw. kommen nicht mehr an, wenn Abby erst mal in Spielrage ist.
    Abgesehen davon, dass sie wahrscheinlich gar nicht mal genau weiß, was diese Wörter bedeuten sollen.
    Besser ist es, ohne große Worte zu reagieren.
    Hund am besten erst gar nicht in solche Situationen kommen lassen oder einfach umdrehen und Abby kommentarlos "abgleiten" lassen und dann ignorieren.
    Deine Kinder sind bereits 6 und 7 Jahre alt, sie drehen bestimmt den Hund richtig auf und Abby macht mit.
    Kommandos kommen dann bei einem so jungen Hund nicht mehr an, da bist du bei den Kindern gefragt, den Hund herunterzunehmen, gutes und erwünschtes Verhalten zu belohnen.
    Das nur grob erklärt.
    Junge Hund sind noch ungestüm.
    Je mehr man mit ihr spielt, sie anstachelt und wilder man wird, umso mehr reagiert so ein junger Hund.
    Das hält auch noch ewig an, daher ist es wichtig, selbst und auch die Kinder, ruhig zu bleiben, den Hund nicht so aufzudrehen und souverän zu reagieren, nämlich mit Spielabbruch.

    Geht mit Abby nicht länger als zweimal pro Tag ca. 30 Minuten spazieren, zum Lösen nur auf die nächste Wiese.
    Das sollte in dem Alter genügen.
    Spieleinheiten sollten nicht zu lange dauern.

    http://www.familienhundtraining.com/archiv/welpenerziehung.html

    http://www.familienhundtraining.com/archiv/beisshemmung.html

    Die Unsicherheit gegenüber Nachbarn oder Personen, die Abby zu nahe kommen, kannst du ihr ein wenig nehmen, indem du dafür sorgst, dass die Individualdistanz, die sie benötigt, auch eingehalten wird.
    Das heißt nicht, dass du den Nachbarn aus dem Weg gehen sollst, aber warte einfach und gib Abby den Abstand, den sie zurzeit benötigt, das ist der, in welchem sie noch nicht bellt und sich sicher fühlt.
    Notfalls einen Bogen laufen oder umdrehen.
    Kann sein, dass es sich von alleine erledigt, kann aber auch möglich sein, dass du mehr daran arbeiten musst.
    Probiere es erst mal mit Abstand und nebenbei kannst du die Nachbarn "schön füttern", indem du Abby bei Sicht der Nachbarn ein Leckerlie gibst (kauen entspannt nebenbei).
    Lasse es nicht zu, dass sie von fremden Menschen bedrängt wird, auch gutgemeinte Gesten, wie Streicheln, Ansprechen, usw. sind für Abby noch unangenehm.
    Gib ihr Zeit und beobachte, ob es in den nächsten Wochen besser wird.

    Ich denke, der Besuch einer guten Hundeschule wäre am besten.

  • Wie bindest du denn deine Kinder in die Erziehung mit ein? Dein Hund muss ja auch lernen das deine Kinder ihr auch Befehle geben und kl. Respekspersonen sind. Bezieh sie da ruhig mit ein, da können 2-und4beinige Kinder von einander lernen.
    Allerdings würd ich mir schon vor Ort rat suchen. Das muss man sich anschauen können wie ihr so im Umgang miteinander seid und wo man an der Erziehung drehen muss. Ferndiagnosen sind echt schwierig und können zu bösen Fehleinschätzungen führen.

    Auf jeden Fall zu beherzigen und zwar das ganze Hundeleben durch: Gaaanz viel Geduld und nie den Spaß dran verlieren :smile:

    Also viel Glück und Spaß auf all euren Wegen

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